Mashups als Denkansatz für Kreative Werbe- und PR-Aktionen: Zutaten suchen, gut vermischen und bei gelegentlichem Umrühren gut garen lassen

blender1 300x202 Mashups als Denkansatz für Kreative Werbe  und PR Aktionen: Zutaten suchen, gut vermischen und bei gelegentlichem Umrühren gut garen lassen

Mashup Communications folgt dem Aufruf von Dr. Kerstin Hoffmann, neue Wege für ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen zu erschließen. „Think Mashup“ lautet unsere Devise, die auf Aktionen und PR-Stories im kleinen wie im großen Stile übertragen werden kann. Wenige Ideen-Bausteine, aber unendlicher Spaß – Hinter diesem marktschreierischen Ziel verbirgt sich ein Kreativitätsansatz, den wir hiermit kurz beleuchten wollen.

Aber was ist eigentlich ein Mashup? Ursprünglich kommt der Begriff aus der Musikszene und beschreibt eine nahtlose (Re-)Kombination von zwei oder mehr bereits bekannten Songs. So verlängert ein Mashup einerseits die Lebensdauer des individuellen Songs, bringt aber gleichzeitig die Musik durch das Vermischen der Titel auch neuen Zielgruppen näher, die sonst keine Berührungspunkte damit hätten.

Das Mashup Prinzip funktioniert aber auch über die Musik hinaus. Betrachtet man Mashups als eine Art Kreativitätstechnik, dann gestaltet sich die Ideenfindung komplett neu. Viele Agenturen und Unternehmen stellen sich die Frage, wie man etwas völlig Neues kreieren kann, um sein Produkt möglichst originell bekannt zu machen. Unsere Antwort darauf: Man braucht das Rad gar nicht neu zu erfinden! Durch das Denken in Mashups entstehen Ansätze, die Altbewährtes mit Innovation verbinden und dadurch eine unendliche Anzahl an neuen, nicht weniger aufmerksamkeitserregenden Möglichkeiten entstehen lassen.

Ein besonders beeindruckendes Beispiel war der T-Mobile Dance Flashmob in der Londoner Liverpool Street Station. Geschickt hat sich T-Mobile ein beliebtes Format der aktuellen Webkultur (Zutat 1) zu Nutzen gemacht und unter Einbindung von telefonierenden Menschen (Zutat 2)  ein erfolgreiches Mashup mit dem Kampagnenmotto „Life’s for Sharing“ kreiert. In Anbetracht der Tatsache, dass der Bahnhof täglich von mehr als 300.000 Passagieren genutzt wird, liegt die Medienwirksamkeit bereits vor Ort klar auf der Hand, von vermeintlich spontanen Aufnahmen auf YouTube & Co. gar nicht zu sprechen.

Aber es bedarf nicht immer einem öffentlichen Tanzspektakel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Bar des Melbourner Saint Hotels gewann zum Beispiel mit dem „No Undie Sunday“ mehr Männer als Kunden – mit einer Aktion, die sich vordergründig an Frauen richtet. Ladies erhalten einen Getränkegutschein im Wert von 50 australischen Dollar, wenn sie Ihre Unterwäsche ausziehen und an eine Wäscheleine über der Bar hängen. Die Aktion zog sowohl trinklustige Frauen als auch schaulustige Männer (die ja eigentlich die wahre Zielgruppe der Aktion waren!!!) an und sorgte für Furore, zumindest in den lokalen Medien. Frauen + Unterwäsche + Alkohol = Um Männer als Kunden zu gewinnen, war diese Kombination wahrscheinlich nicht der erste Erfolg, dennoch originell, allein durch die Re-Kombination.

Die ausgewählten Beispiele lassen bereits ansatzweise erahnen, welche Vorteile und Möglichkeiten in Mashups stecken, sei es durch die thematische Rekombination von Inhalten oder Produkten wie auch im Erreichen neuer Zielgruppen, die man sonst auf dem altbewährten PR- und Marketingweg nicht hätte einsammeln können. Das Mashup-Konzept ist nicht brandneu und auch keine Erfindung des Web 2.0, aber gerade dort hat es seine größte Ideenküche gefunden. Ob on- oder offline – das Vermengen möglichst unterschiedlicher Themen und Zielgruppen ist als PR- und Marketingwerkzeug nicht mehr wegzudenken.

Autoren: Nora Feist, Miriam Rupp

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