01.02.2012 Miriam Rupp

Gesunde Informationen: Wie das Internet die Arzt-Patienten Beziehung verbessert

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Ein aufgeklärter Patient erleichtert dem Arzt die Behandlung und macht Austausch auf Augenhöhe möglich

Jonas Weiland, der Gründer des Gesundheitsportals für Pflanzenheilkunde DocJones.de (www.docjones.de) erklärt, warum die virtuellen Sprechzimmer so sinnvoll sind

Berlin, 1. Februar 2012: Bei den ersten Anzeichen einer Krankheit suchen die Meisten schnelle Hilfe im Internet, bevor sie sich auf den Weg in die Arztpraxis machen. Jonas Weiland, der Gründer und Geschäftsführer der Gesundheitsplattform für Phytotherapie DocJones.de, begrüßt diese Entwicklung: “Im Gespräch mit den Ärzten aus unserem Team, die teilweise auch in eigener Praxis tätig sind, wurde deutlich, dass fundiertes Wissen aus dem Netz nicht nur den Erkrankten, sondern auch den Ärzten hilft. Viele erleben den Austausch mit informierten Patienten als sehr positiv, weil es häufig die Qualität der Diagnose verbessert und die Wahl der richtigen Behandlung erleichtert.” Warum und wie das Internet die Arzt-Patienten-Beziehung genau verbessert, verraten die Experten aus der DocJones-Redaktion.

Anonym bleiben: Einer der online am meisten gesuchten Begriffe, wenn es um Krankheiten geht, ist ‘Prostata’. Das zeigt, dass die Betroffenen sich gerade bei heiklen Themen gerne in die Anonymität des Internets flüchten. Hier bewirkt der Austausch mit anderen Betroffenen oder das Sammeln von Informationen zum Ablauf der Untersuchung oft, die Hemmung vor dem Arztbesuch abzubauen.

Gewusst wo: Von detaillierten Informationen zu Heilpflanzen bei DocJones.de über Suchthilfegruppen bis hin zu Portalen eigens für Diabetiker – im Internet gibt es ein breites Spektrum an Angeboten. Anstelle von dicken Wälzern voller Fachbegriffe findet man heutzutage übersichtlich strukturierte, auch für den Laien verständliches, Medizinwissen. Da man Ärzten die Möglichkeit geben sollte, die Quellen zu überprüfen, diese am besten während der Recherche notieren. Gute Ärzte geben auch Tipps, wo man seriöse Informationen zum eigenen Leiden findet.

Kommunikation auf Augenhöhe: Auch ein Mediziner kann nicht alles wissen. Menschen mit chronischen oder seltenen Krankheiten hingegen haben oft sehr detaillierte Fachinformationen. Aus diesem Grund können Ärzte gegebenenfalls sogar von ihren Patienten lernen. Das asymmetrische Verhältnis zwischen Fachmann und Laie wächst dann zu Austausch auf annähernd gleicher Ebene heran, was für beide Seiten sehr bereichernd ist.

Der Compliance-Aspekt: ‘Compliance’ meint in diesem Fall ‘gute Mitarbeit bei der Behandlung’. Informierte Patienten fragen zum Beispiel gezielter nach zu Medikamenteneinnahme oder dem richtigen Verhalten nach Operationen. Außerdem sind sie selbstbewusster beim Arzttermin sowie im Umgang mit der eigenen Krankheit.

Die Therapieentscheidung: Wer weiß, welche Therapieformen es gibt, kann seinen Arzt danach fragen oder gar den Arzt gezielt nach dem Schwerpunkt auswählen. Für schnelle Genesung ist es wichtig, dass der Kranke selbst von der Wirksamkeit der gewählten Therapie überzeugt ist.

Schmerztagebuch und Co.: Wer kennt das nicht: Der Arzt fragt nach Art, Häufigkeit oder der Dauer der Schmerzen und plötzlich gelingt es nicht mehr die eigenen Symptome zu beschreiben. Hilfreich ist ein Schmerztagebuch, das dem Patienten die Einordnung der Beschwerden und dem Arzt die Diagnose erleichtert. Laut DocJones-Redaktion ist für den Erfolg von alternativen Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel der Homöopathie, das Dokumentieren des Krankheitsverlaufs ganz besonders wichtig.
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Nicht übertreiben: Gesundheitsbewusste Menschen sollten sich beim Surfen stets bewusst machen, dass eine Internetrecherche kein Medizinstudium ersetzen kann. Bereichernd ist es, kritisch nachzufragen. Alles besser zu wissen, bringt meist das Gegenteil. Ziel sollte stets sein, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, um Krankheiten so gut wie möglich zu vermeiden.