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Januar 19, 2015

Und es ward Crowdfunding: 5 Low Budget-Tipps für die erfolgreiche Kampagne

Vom ersten Zauber der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung eines Projekts, ist der Weg für viele Startups nicht immer einfach. An Motivation fehlt es nicht, auch erste Teamansätze stellen sich oft früh heraus, doch das Budget ist knapp. Wie gut, dass es Crowdfunding gibt! Das denken sich zahlreiche Jungunternehmer und wagen sich an das Kommunikationsrohr, das in den letzten Jahren einen unfassbaren Hype durchlaufen hat. Dass allerdings nicht jede Kampagne automatisch Erfolge bringt, davon kann rund ein Drittel der Risikofreudigen ein Lied singen. War die Geschäftsidee jedoch innovativ und bot sie den potentiellen Nutzern einen klaren Mehrwert, kann in Betracht gezogen werden, in der strategischen Ausrichtung falsch abgebogen zu sein. Welche PR-Taktik die richtige ist und wie die Kampagne auch mit schmalem Budget größere Wellen schlagen kann, verrate ich euch in 5 Tipps:

Low 

1. Erst verstehen, dann verstanden werden

Kein (guter) Journalist oder Blogger sitzt Däumchen drehend an seinem Schreibtisch und wartet nur darauf, ein Thema vorgestellt zu bekommen. Im Gegenteil: Redaktionen werden in Hoch-Zeiten regelrecht mit Material von selbsternannten Genies überflutet und müssen meist in kürzester Zeit die Spreu vom Weizen trennen können. Heißt im Umkehrschluss für das Startup nach bedachter Selektion des jeweiligen Mediums, Redakteurs und Themas, in Elevator Pitch-Manier zu zeigen, was das Produkt kann. Dass man sich vorher über die Kontaktperson informieren sollte, steht außer Frage. Lesen, folgen, erwähnen und retweeten auf Social-Media-Kanälen wie Twitter, Facebook, Xing und LinkedIn aber auch Kommentarfelder unter Artikeln der Redakteure bieten eine angemessene Möglichkeit, eine Brücke zu schlagen, und bilden die perfekte Basis für ein Gespräch, um die Story, das Produkt oder die Idee zu pitchen. So sticht man aus der Masse heraus und steigert nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch die Chance, dass der Redakteur über das Thema berichtet.

2. The Perfekt Match

Ebenso wie bei der direkten Ansprache gilt auch beim Versand von Text- und Bildmaterial zum Produkt oder Service genau zu schauen, welche Medien für die jeweilige Zielgruppe relevant sind. Zusätzlich hilft eine weitere Unterteilung der jeweiligen Redaktionen des Mediums, um nicht wahllos Ressort-Zuständige mit nicht themenrelevanten Inhalten zuzuspamen. Beim Aussenden einer Meldung gilt es, sich auf eine kleine, aber feine Auswahl an Journalisten zu konzentrieren, für die das jeweilige Thema passend sein könnte. Wer neben interessantem Text und starken Bildern auch gleich einen Download-Link zu Bildmaterial oder dem Pressebereich zur Verfügung stellt, trumpft doppelt beim Redakteur. Für die maßgeschneiderte Anrede hilft ein genauer Blick auf die Tweets und LinkedIn-Beiträge des Influencers. In welchen Gruppen ist der Redakteur aktiv? Welche Themen sind für ihn relevant? Eine vorhergehende Selbstanalyse, ob und warum die eigene Kampagne überhaupt erwähnenswert sein soll, ist das A und O. Denn wie überzeugt man schon, wenn man selbst an sich zweifelt?

3. Work Hard – Play Hard

Eine gute Strategie, um sich von der Masse abzuheben, ist immer einen Tick schneller zu sein als die Konkurrenz. Wer nach vorne will, muss nicht nur hart an sich arbeiten, sondern sich auch in der Öffentlichkeit einen Namen machen. Gastbeiträge zu fachspezifischen Themen bieten eine gute Gelegenheit, mit Bloggern oder Journalisten in den Dialog zu gehen und auf die Kampagne zu lenken. (Unique)Content produzieren, statt inhaltlos penetrieren lautet die Devise. Wer unsicher ist, sollte sich von der meist vielfältigen Bandbreite an Themen des jeweiligen Mediums orientieren und Rückschlüsse darüber treffen, welche Inhalte das Portfolio ergänzen könnten. Die Grafik, das Video oder die Meldung sollte so aufgebaut sein, dass es die Redaktion ohne große Zuarbeit einbetten kann. Eine Landing-Page und Hintergrundmaterial, das auf PRWEB oder CrowdfundingPR bereit steht, bietet einen Blick hinter die Kulissen und unterstützt so die Indiegogo oder Kickstarter-Kampagne.

4. Präsenz zur richtigen Zeit

Für die Planung des Starts eines Projekts ist ein Überblick über die Trend-Themen und heißen Konversationen wichtig. Ist gerade zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit im Netz im Fokus der Öffentlichkeit und man hat eine Online-Lösung entwickelt, die Energie und Kosten einspart, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt. Für die Idee zum innovativen Eierpunsch-Maker darf getrost bis zur Winterzeit gewartet werden, um überhaupt die Chance für die gewünschte Aufmerksamkeit zu erlangen. Aber Achtung! Natürlich stehen auch die Wettbewerber in den Startlöchern. Wer nicht schnell genug ist und sich die Butter vom Brot nehmen lässt, dem bleibt noch die Möglichkeit antizyklisch in die Vollen zu gehen. Der Vorteil: Die Konkurrenz ist kleiner. Der Nachteil: Die Nachfrage auch. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Innovationen heißt Neuerungen, wann wir diese brauchen ist subjektiv. Der beste Tipp für Innovationen: Sie sollten ein Problem lösen. Ist das gegeben, sind sie das ganze Jahr über interessant. Alles eine Frage der richtigen Kommunikation.

5. Prosumenten aktivieren

Bleiben trotz aller Bemühungen die Erfolge aus und kein Journalist sieht Mehrwert in dem Produkt, das doch eigentlich die Welt verändern sollte, ist die beste Option, sich sogenannte „Mitspieler“ in der Nische herauszufischen und die Community rund um das Thema zu mobilisieren. Das können neben anderen Startups auch Organisationen oder unabhängige Stakeholder sein. Der einfachste Weg ist auch hier über die gängigen Kanäle wie Twitter, Foren oder Gruppen in Business-Netzwerken oder privaten Social-Media-Kanälen zu gehen. Wenn der Kontakt zu diesem Influencern erst einmal besteht, kann ein Austausch stattfinden. Wo hat das Produkt vielleicht noch Defizite? Was fördert den Erfolg der Kampagne? Direktes Feedback aus dem unmittelbaren Umkreis ist oft sehr viel konstruktiver und kann einen maßgeblichen Teil zur erfolgreichen Umsetzung einer Strategie sein.

Bildquelle: togawanderings CC BY 2.0

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