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Dezember 14, 2016

Kampagnen-Check: „Geschichten gips“ von Schönox

Fliesenkleber, Fußbodenklebstoffe, Fugen- und Spachtelmassen, Schnellestriche, Grundierungen und Abdichtungen – Was nach alles anderem als Hollywood klingt, hat der Bauproduktehersteller Schönox in digitale Geschichtchen gegossen. Die Kampagne „Geschichten gips“ hat 2015 den Best of „Business-to-Business“ Award des Kommunikationsverbandes in der Kategorie Digital Corporate gewonnen.

Schönox

Im pressesprecher erzählt der Marketing-Leiter Sven Dornhege: „Unser Jubiläum war der geeignete Anlass, um dem Produkt einen Schub zu geben. Die Idee: mit Storytelling und unkonventionellen Inhalten, die über die üblichen Branchen­themen hinausgehen, die Aufmerksamkeit der Verbraucher zu gewinnen. Mit Geschichten sollte der Profi informiert und involviert werden, sich animiert fühlen, mit Marke und Produkt gleichermaßen in Kontakt zu kommen. Gemeinsam mit unserem Partner, der Kommunikationsagentur Husare, haben wir für das Jubiläum ein Konzept entworfen, das für unsere Branche ein Novum­ ist.“

Was wir gut finden:

  • Profis und Laien werden gleichermaßen angesprochen
  • Vier Kategorien sorgen für guten Mix aus Information, Unterhaltung, Anwendungstipps und Projekten: Gips und Du, Gips Kuriositäten, Rund um Gips, Referenzen
  • Kurzweilige Unterhaltung und Darstellung von Herausforderungen in der Arbeit mit Gips, die man so nicht in Verbindung bringen würde
  • Gute Veranschaulichung, welche Probleme mit dem Produkt gelöst werden
  • Die Idee generell, Storytelling einzusetzen, z.B. Kamingespräch
  • Das WhiteVader Video ist ein überraschender Ehecatcher

Was wir empfehlen würden:

  • Die Umsetzung der Landingpage braucht einen neuen Anstrich und bessere Übersichtlichkeit bzw. Nutzerführung.
  • Das Kaminfeuer-Video sollte mehr der Heldenreise folgen, so wirkt es nun wenig spannen. Das Gespräch der Gründer hätte auch Mitarbeiter und Kunden zu Wort kommen lassen können, die sicher einen großen Beitrag zur 20-jährigen Firmengeschichte beigetragen haben
  • Die Landingpage hätte besser vermarktet werden können. Es gibt kaum Google-Treffer, keine Hashtags (Twitter oder Instagram), wenig Videomaterial bei YouTube (und durch wenig Tags nur auffindbar, wenn man gezielt danach sucht)
  • Storytelling wird nicht konsequent durchgeführt. Zitaten fehlt die Emotion von Bildern, Geschichten werden mit technischen Produkttexten auf einer Landingpage gemischt. Das große „Warum“, die Vision des Unternehmens und seine Werte werden nicht klar. Es müssten mehr Menschen im Mittelpunkt stehen.
  • Die WhiteVader-Idee hätte als Serie mit weiteren Popkultur-Referenzenviel mehr ausgeschlachtet werden können. Generell heißt Storytelling meist: „Fortsetzung folgt“. Diese wurde hier nicht mitgedacht.

 

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