Blog

Deine PR-Checkliste für den Rutsch in ein erfolgreiches 2017
08.12.2016 | Inga Mücke

ff25ac2f-c25a-4e29-b428-6b60de77dac5

Der Adventskalender ist aufgebaut und noch 23 Tage bis Silvester. Endlich, denn das Jahr hatte es ziemlich in sich. Doch wie jedes Jahr freue ich mich auf den frischen Geist des neuen Jahres und meinen noch leeren Kalender, der sich über die kommenden Monate mit neuen Geschichten und Kontakten füllen wird.

Doch bevor es soweit ist, lassen wir nochmal die vergangenen Monate Revue passieren und sammeln unsere Erfahrungen zusammen, um die neuen Ziele zu stecken. Zugegeben bin ich kein Freund von guten Vorsätzen, setze mir aber doch den einen oder anderen Meilenstein. Und was privat ziemlich gut funktioniert, lässt sich natürlich auch perfekt auf unsere PR-Arbeit übertragen: Genau wie die Auswahl meines neuen Kalenders und eine inspirative Bucket-List lässt sich jetzt auch das neue PR-Jahr vorbereiten:

Wer ist mein Publikum?

Diese ganz entscheidende Frage sollte sich eigentlich regelmäßig und nicht nur zum Jahresanfang neu gestellt werden. Besonders für Gründer verändern sich Zielgruppen im Zuge ihrer Geschäftsentwicklung. Aber auch bestehende Kunden und Partner oder potentielle Mitarbeiter dürfen hier nicht vergessen werden. Denn sie sind nicht nur wichtige Zuhörer und Helden unserer Geschichten, sondern auch mögliche Botschafter!

Was ist das Ziel?

Generell zielt PR ja darauf ab, einen bestimmten Ruf in der Öffentlichkeit aufzubauen und das Bewusstsein für das Unternehmen und die Produkte zu schärfen. Klare Ziele sind dabei notwendig, um genaue Aktionen, sei es für Launch oder Tag der offenen Tür, mit den richtigen Timings zu planen. Diese Ziele verändern sich aber auch im Laufe der Monate. Ist zum Beispiel für junge Unternehmen wichtig, sich mit Launch-Aktionen ins Gespräch zu bringen und Bedürfnisse zu wecken, können mittelfristig neue Märkte, ob regional oder innerhalb der Sparten, interessant werden. Wichtig: Zu jedem Ziel gehören auch messbare Kennwerte. Als KPIs für Kampagnen bieten sich neben Anzahl der Veröffentlichungen oder Backlinks zum Beispiel auch Downloads oder Anzahl der Social-Media-Anhänger an.

Themenpläne besorgen!

Wie im echten Leben baut sich auch innerhalb der PR-Strategie alles aufeinander auf. Stehen Publikum und Ziele fest, leiten sich daraus natürlich die relevanten Medien (wie Tages- und Fachmedien oder auch Nischenwebsites) ab. Viele Redaktionen veröffentlichen bereits in den letzten Jahreswochen ihre Themenpläne für das kommende Jahr. Die Zeit vor Weihnachten ist daher perfekt, die Fokusthemen anzufragen und in das eigene Story-Drehbuch einzuplanen. Es wäre mehr als schade, wenn spannende Storys aufgrund fehlender zeitlicher Relevanz nicht erzählt werden können.

Kontakte pflegen!

Die richtigen Kontakte zu Journalisten, Influencern und Co. sind das A&O für erfolgreiche PR-Kampagnen. Daher müssen die Kontaktlisten möglichst up-to-date sein. Gerade die ruhigeren Weihnachstage lassen sich daher prima nutzen, um bestehende Listen auf ihre Aktualität zu prüfen. Auch die Recherche nach möglichen frischen Medien auf dem Markt macht durchaus Sinn. Denn gerade junge Publikationen, Blogs oder auch Podcasts zeigen sich aufgeschlossen gegenüber interessanten Gesprächspartnern oder Themeninspirationen.

Wer sich frisch im PR-Rampenlicht bewegt: Eine gute Übersicht über relevante Medien-Ansprechpartner bieten zwar externe Journalisten-Datenbanken, die einen tagesaktuellen Zugriff auf die Kontakte erlauben. Diese sollten aber immer um eigene, handgepflegte Kontaktlisten ergänzt werden. Ein achtsamer Blick auf die (automatischen) E-Mail-Antworten von Redakteuren, die über mögliche Elternzeiten, Vertretungen, Positionswechsel etc. informieren, hilft, die Listen aktuell zu halten.

Messen und Events sammeln! 

Auch für PR-Profis lohnt sich das jährliche Update ihrer Listen zu den wichtigsten Messen, Konferenzen und Events für ihre Kunden. Doch gerade für neue, junge Unternehmen ist es Pflicht, sich einen Überblick über alle branchenrelevanten Veranstaltungen in 2017 zu verschaffen. Die wichtigsten Fachmedien bieten in der Regel einen Terminplan für alle relevanten Events, ansonsten reicht auch eine kurze Nachfrage in der Redaktion. Diese Termine lassen sich perfekt mit eigenen Highlights wie Produkteinführungen, das Beziehen von neuen Räumlichkeiten, interessanter Teamzuwachs oder generelle Meilensteine kombinieren. Passend dazu ist vielleicht ein Tag der offenen Tür, eine Umfrage oder eine Kooperation spannend, worüber sich wiederum ein Pressethema oder eine Infografik vorbereiten lassen, oder sogar ein pressetaugliches Ereignis organisiert werden kann.

Last, but not least – Wordings und Grundlagendokumente checken!

Das Setup ist das Herzstück einer jeden Kommunikation und sollte eigentlich regelmäßig überprüft und angepasst werden. Haben sich während der vergangenen Monate bestimmte Journalistenfragen gehäuft, sollten diese zum Beispiel mit ins Wording aufgenommen werden. Auch Kurzbiografien können um Referenzen ergänzt und weitere Experten ins das Profil mitaufgenommen werden. Und wer abseits des Geschenketrubels noch zusätzlich kreativ werden möchte: Auch Journalisten wollen unterhalten werden und freuen sich über überraschenden Content. Mit der Vielzahl von (kostenlosen) Tools lassen sich zum Beispiel Porträts und Profile gestalterisch aufwerten und durch Grafiken, Illustrationen oder Videos ergänzen.

Die hier aufgeführten Punkte gehören zu den Basics einer guten PR-Arbeit und sind daher immer gut im Auge zu behalten. Doch besonders zum Jahresendspurt lohnt sich der vorgezogene Frühjahrsputz. Mit frischem Wind und tollen neuen Geschichten lassen sich Journalisten und Publikum begeistern und perfekt ins neue PR-Jahr zu starten. Denn wer liest schon gern die News von gestern?

Und für alle, die To-Do-Listen zum Abhaken genauso lieben wie ich:

PR-Checkliste

 

KOMMENTARE