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13 Fragen an Maria, Sophia und Kai von IN SEARCH OF
14.02.2017 | Anne-Catrin Stiller

Erst einmal die Fakten: Wie heißt ihr, wie heißt euer Blog und worum geht es dort?

Wir sind Maria, Sophia und Kai und sind gemeinsam seit April 2016 mit dem Blog IN SEARCH OF unterwegs. Hier schreiben wir über Food, Lifestyle und Travel, eben über Schnickschnack, der uns interessiert. Außerdem schreiben wir unter unserem Mikroblog allyoucaneat auf thisisjanewayne.com und sonst als freie Redakteurinnen für andere Onlinemedien, wie beispielsweise Refinery29 Germany.

Wie lautet die Geschichte hinter eurem Blog?

Wir haben uns nach einem digitalen Zuhause gesehnt, auf dem wir uns unabhängig von redaktionellen Vorgaben austoben können. Zum Launch von IN SEARCH OF haben wir den ganzen April 2016 einen Food Pop-Up am Spreewaldplatz veranstaltet. Mit Brunches, Fine-Dining und Konzerten für unser Netzwerk: War anstrengend, aber eine tolle „offline“ Erfahrung.

Noch ein Foodblog… Was unterscheidet euch von anderen?

Wir betrachten uns ja nicht vorrangig als Foodblog, sehen aber viele Dinge und Trends durch die „Foodbrille“. Wir werden oft als schnodderiger als andere Foodblogs wahrgenommen. Foodblogs sind in der Regel ja eher konservativ, alles muss perfekt sein, oft geht es auch ziemlich dogmatisch daher. Wir schreiben frech und witzig, geben zu, wenn mal was komplett in die Hose geht und verbinden unsere Rezepte, Restaurantkritiken und Reiseberichte immer mit sehr intimen Einblicken in unser Leben. Wir sind also thematisch deutlich breiter aufgebaut als so manch anderer Foodblog. Bei uns könnt ihr sowohl eigene Rezepte, Restaurantkritiken sowie Reiseberichte (Stichwort „Culinary Travel“), Events, Trends und Kaufempfehlungen lesen.

Bloggt ihr hauptberuflich?

Bloggen, Events usw. nehmen zwar einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch, allerdings sind wir als Generalisten in vielen Bereichen spezialisiert und aktiv. Unter anderem in den Bereichen PR- und Marketing-Strategie, Brandbuilding, Influencer Relations, Texter und Social Media Consulting.

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Der wichtigste Tipp an Unternehmen, die Blogger-Relations aufbauen wollen?

Klare Anfragen mit Vorstellungen und kreativem Spiel- bzw. Gestaltungsraum für die Blogger sind immer super. Auch langfristige Zusammenarbeit ist immer von Vorteil. Der aus unserer Sicht sinnvollste Trend für Brands ist derzeit: weg von reinen Reachmaschinen, und dafür hin zum ausgewogenen Mix mit kleineren Partnern! Das heißt Blogs, die mit glaubwürdigem Content, mit qualitativen Followern und authentischen Interaktionen überzeugen. Außerdem hilft es sehr, wenn sich der/die PR-Berater/-in schon einmal mit dem Blog oder dem Social-Media-Channel befasst hat, der angefragt wird. Das Produkt oder die Kampagne muss natürlich passen und sollte kreativ und spannend eingebunden werden. Copy-Paste und Siezen bei Anfragen kommt meistens nicht gut an. Und: Per Telefon oder bei einem Treffen geht natürlich mehr als per Mail.

Was ist eure liebste Anekdote aus dem Bloggeralltag?

Lustige Anfragen von Agenturen oder Marken, die Leistungen für „dieses eine ganz sympathische Startup“ anfragen. Mit null Budget, einem riesigen Anforderungskatalog und dem Versprechen, dass „wir ja auch krass was davon hätten“. Da müssen wir dann immer sehr lachen. Ansonsten ist alles am Bloggen toll. Die Restaurants und die Gastronomen, die wir kennenlernen dürfen, all die spannenden Events und auch das Entwickeln von Rezepten – das alles macht uns einfach unglaublich viel Spaß.

Sophia ist die Königin der Food-Fotografie. Erzähl uns dein Geheimnis für gelungene Food-Bilder.

Eile mit Weile! Gute Foodfotos brauchen Zeit, natürliches Licht und eine perfekte Komposition. Zu allererst muss man sehen, aus welchem Blickwinkel das Gericht am besten aussieht. Dann wähle ich immer einen Hintergrund, der sich von den Farben des Gerichts absetzt (dunkler Hintergrund bei farbenfrohen Gerichten usw.). Ich achte außerdem darauf, dass weiches Tageslicht von der Seite kommt (direkte Sonneneinstrahlung vermeiden). Dank Apps wie Snapseed und VSCO braucht man mittlerweile auch keine professionelle Kamera, wenn man gute Bilder von seinem Essen auf Social Media teilen möchte.

Werdet ihr ständig eingeladen oder müsst ihr auch mal selbst zahlen?

Wir werden sehr oft angefragt – nehmen aber nicht jede Einladung an. Im letzten Jahr fehlte uns oft die Zeit für Restaurantkritiken, also haben wir so gut wie alle Einladungen abgelehnt. Wenn wir eingeladen werden, dann wird das im Artikel natürlich vermerkt. Oft fragen uns Leute, ob das einen Einfluss auf unsere Kritik hat: Natürlich nicht, aber es beeinflusst natürlich unseren Besuch vor Ort. Da wir grundsätzlich keine schlechten Kritiken verfassen (schließlich hängt hinter jedem Restaurant eine Existenz), überlegen wir uns immer ganz genau, ob wir nach einer Einladung einen Artikel garantieren können. Wir wurden aber auch schon eingeladen und haben dann auf einen Artikel verzichtet. Andersrum testen wir natürlich auch Restaurants, ohne vorher angefragt worden zu sein, bzw. schreiben nach einem ganz besonders gelungenen Restauranterlebnis spontan einen Artikel.

Wenn euch alle Menschen der Welt zuhören würden, was würdet ihr ihnen sagen?

Sophia: Könnt ihr bitte mal alle mit diesem Mist aufhören?!?!?!?

Maria: Bitte habt euch lieb.

Kai: What goes around, comes around.

Was braucht man, um einen Blog erfolgreich zu machen?

Viel Gefühl, viel Fleiß, ein starkes Netzwerk und auch ein bisschen Glück.

Wohin geht der Trend in Sachen Food 2017?

Umami ist ja gerade sprichwörtlich in aller Munde und wir werden 2017 sicher viele Rezepte und Restaurants erleben dürfen, die sich diesem besonderen Geschmack verschrieben haben. Außerdem geht der Trend eindeutig gegen Food Waste. Essen wird also noch lokaler und nachhaltiger.

40 Days of Eating, I hate Unicorns/allyoucaneat und IN SEARCH OF – Was kommt als Nächstes?

Wir haben extrem ambitionierte Pläne und arbeiten mit Hochdruck an einigen neuen Sachen. Mehr können wir leider erst Anfang Februar verraten… ;)

Netflix and Chill oder Party and Bullshit?

Netflix & Chill & Futter!!!

 

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