Backstage

Gesetzbuch vs. Storytelling: Mein erster Monat Praktikum in einer PR-Agentur
14.03.2017 | Merle Kogel

Wege zu suchen, heißt, das Abenteuer zu finden. Und mein neu eingeschlagener führt mich ins Abenteuer PR. Nachdem ich mich für den Wechsel von Jura zu PR entschieden hatte, stellte ich mir die Frage, ob das gutgehen kann. Nach über zwei Jahren, in denen ich nur Texte im Gutachtenstil verfasst habe und mich an die stundenlange Einzelarbeit in der Bibliothek gewöhnt hatte, wollte ich nun in eine völlig neue Welt eintauchen. Eine Welt, die ziemlich genau das Gegenteil von meiner bis dahin gewohnten darstellt. Dennoch wollte ich mit meinem Praktikum in einer PR-Agentur den großen Sprung ins Neue wagen. Denn die Öffentlichkeitsarbeit repräsentiert für mich genau die Eigenschaften, die mir während meines Jurastudiums fehlten. Daher möchte ich in meinem Praktikum viel über Kommunikation, die Interaktion im Team und mit Journalisten lernen und weitere spannende Sachen über die Welt der PR kennenlernen.

Praktikum in einer PR-Agentur Lernen von den anderen

Bei Mashup Communications haben wir wöchentlich zwei feste Termine: das Wochenmeeting am Montag und das Kreativmeeting am Freitag. Zu Beginn der Woche wird Bilanz der vergangenen Woche gezogen. Dabei teilen wir unsere erlebten Erfolge mit dem gesamten Mashup-Team. Beim Kreativmeeting steht das Thema Learning im Vordergrund. Hier erzählen wir uns durch ein Seminar oder eine Schulung Erlerntes. Durch diese Meetings sind wir stets darüber informiert, mit welchen spannenden Projekten die anderen Teams gerade beschäftigt sind. Auch wird unser Wissen ständig bereichert. Aus diesen Meetings konnte ich auch ein persönliches Learning ziehen: Die Effizienz von Teamwork. Komme ich mit einem Problem nicht weiter, so wird im Team schnell eine Lösung gefunden.

Das Telefon als Verbündeter

Der Kontakt nach außen wird in PR-Agenturen ganz groß geschrieben. Und bei Mashup dürfen auch die Praktikanten gleich ins kalte Wasser springen. Gleich an meinem zweiten Tag durfte ich mein erstes Telefonat mit einem Journalisten führen. Leider war ich sehr aufgeregt und erzählte dem Journalisten meinen Text in Rekordschnelle. Sicherlich verstand er kein Wort. Dieses Erlebnis hat mir erneut die Wichtigkeit des langsamen und deutlichen Sprechens gezeigt. Mit jedem weiteren Telefonat wurde ich sicherer und so wurde mein Telefon ein wichtiges Arbeitsmittel. Denn Informationen können über verschiedenste Kanäle verbreitet werden. Damit kann Ein Telefonat kann genauso wichtig sein wie eine Textnachricht.

Das Herzstück: Die Clippings

Clippings haben in einer PR-Agentur einen hohen Stellenwert. Der Begriff „Clippings“ wurde mir bereits am ersten Tag meines Praktikums erläutert. „Ein Clipping ist die Veröffentlichung eines von uns gepitchten Themas in einem Medium“, erklärte mein Team mir. „Die Clippings sind für uns sehr wichtig. Sie spiegeln den Erfolg unserer Arbeit wider, der so auch für den Kunden sichtbar ist.“ Eine meiner Aufgaben als Praktikantin ist es, die wöchentlich gelieferten Print-Clippings (Zeitungsartikel etc.) einzuscannen und zusammen mit den Online-Clippings (z.B. Artikeln von Onlinezeitschriften) anschaulich für die Kunden aufzubereiten.

Das Update: Der Jour Fixe

Die Berater halten in regelmäßigen Abständen einen sogenannten „Jour Fixe“ mit ihren Kunden ab. Ein Jour Fixe ist so etwas wie ein Zwischenreport. Bei einem solchen informiert der Berater oder die Beraterin den Kunden über den derzeitigen Stand einer Kampagne. Auch berichtet er über Erfolge und Probleme. Der Kunde hält den Berater oder die Beraterin im Gegenzug über alles Wichtige im Unternehmen und über das Produkt auf dem Laufenden. Besonders in Erinnerung ist mir hierbei der Jour Fixe in meiner ersten Woche geblieben. Gemeinsam mit meinem Team habe ich einen Kunden besucht. Für mich war dieses Treffen eine besondere Erfahrung. Es ist sehr interessant die Kunden persönlich kennenzulernen und ihre Arbeitsatmosphäre hautnah mitzuerleben.

Das Abenteuer geht weiter

Nach den ersten vier Wochen meines Praktikums habe ich einige Facetten der spannenden PR-Welt kennengelernt. Und trotzdem warten jeden Tag neue Aufgaben und Arbeitsweisen auf mich. Dadurch bleibt die Zeit sehr spannend und abwechslungsreich. Auch fällt mir das frühmorgendliche Aufstehen wegen der entspannten und zugleich motivierten Arbeitsatmosphäre leicht. Ich habe in der PR-Welt genau das gefunden, was mir vorher gefehlt hat und so freue mich auf die verbleibenden zwei Monate bei Mashup Communications.

 

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