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September 24, 2012

Das Mashup-Team in Berlin, ihr CEO in Kapstadt: 5 Tipps für eine glückliche Fernbeziehung

Was im Januar 2011 nur als kleine Auszeit gedacht war, entpuppte sich als eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens. Kann mich die Liebe dazu bringen, alles was ich zusammen mit einem wunderbaren Team bei Mashup Communications aufgebaut habe, zurückzulassen? Kann mich meine berufliche Verantwortung und Leidenschaft davon abhalten, das private Glück zu finden? Die Antwort auf die Entweder-Oder-Frage wurde mit einem ambitionierten „Und“ beantwortet. So stehe ich nun erneut mit gepackten Koffern vor dem Abflug von der Muddastadt in die Mother City. Denn ab sofort „pendele“ ich also zwischen Berlin und Kapstadt und führe dank Remote Office je nach Aufenthaltsort sowohl beruflich als auch privat eine Fernbeziehung. Ob das gut gehen kann, darüber können wir uns in ein paar Monaten noch einmal unterhalten. Nichtsdestotrotz möchte ich es nicht verpassen, ein paar Beziehungstipps an mich und mein Team zu geben, damit wir trotz 10.000 km Distanz ein Herz und eine Seele bleiben:

Kommunikation – Durch das Internet wird die Welt zwar immer kleiner. Bei den besagten 10.000 km wird es dennoch schwierig mit den kurzen Kommunikationswegen. Dank Skype, VoIP und einer funktionieren Internetverbindung, für die man in Südafrika leider etwas mehr investieren muss, lässt sich der kurze Draht technisch zwar einrichten. Das Wichtigste ist jedoch, aktiver als man es gewohnt ist auf allen Kanälen mit seiner besseren Hälfte zu sprechen. Auch wenn die Team-Mailadresse, Facebook und Skype bei uns intern sehr rege genutzt werden, bringen jedoch vor allem persönliche Gespräche operative Details und individuelle Befindlichkeiten ans Tageslicht. Der regelmäßige Kontakt per Telefon wird also zu einem der wichtigsten Rituale. Auch gehört es dazu, sich an den Gedanken zu gewöhnen, quasi in 2D – per Videokonferenz auf dem iPad – an Team-Meetings teilzunehmen.

Vertrauen – Fremdgehen wird sicherlich kein Thema bei Mashup sein. Aber auch in anderen Belangen ist Vertrauen die wichtigste Basis für eine gut funktionierende Beziehung. Da die Mashies dieses bereits in allen Belangen genießen, wird sich meine Abwesenheit in dieser Hinsicht weniger bemerkbar machen. Die wichtigste Voraussetzung für dieses ganze Unterfangen ist jedoch vor allem eine über Jahre gewachsene vertrauensvolle Geschäftsbeziehung mit einer Partnerin wie Nora, die durch ihre Präsenz als Geschäftsführerin weiterhin den Laden in Berlin zusammenhalten wird.

Perspektivenwechsel – Das Gute an einer Fernbeziehung ist, dass die Distanz einen immer wieder neuen Blick auf das vermeintlich Selbstverständliche ermöglicht. Indem sich beide Partner individuell neu inspirieren und frei entfalten können, wird es also nie langweilig. So sehr ich Berlin liebe, freue ich mich zum Beispiel auch darauf, dem Treibhaus der hiesigen Online-Branche zumindest geographisch gelegentlich zu entkommen und mit einem Blick von Außen neue Perspektiven zu gewinnen und einzubringen.

Chancen – Neue Leute außerhalb des gemeinsamen Freundeskreises kennenzulernen, heißt auch, neue Türen für die gemeinsame Entwicklung zu öffnen. Auch die Startup-Branche in Südafrika hat spannende Menschen, Ideen und Events zu bieten. Wer weiß, wohin der Zufall und ein paar offene Augen die Mashup-Familie in ein paar Jahren hinführen könnte. Und so wird für mich neben Wine Tasting, Surf Sessions und Road Trips auch eifriges Networking (was in Südafrika NOCH eine Ecke entspannter ist) nach Feierabend auf der Tagesordnung stehen.

Gemeinsame Zeit – Trotz der weiten Entfernung und aller Tipps, wie sich diese positiv gestalten lässt, ist das Wichtigste doch immer noch die Zeit, die man wieder gemeinsam im trauten Mashup-Heim in der Schönhauser Allee verbringen kann. Ohne dass es zum Zwang wird, bringen Vorfreude und die begrenzten Phasen eine neue Qualität in die Beziehung, bei der die Zeit intensiver, ereignisreicher und bewusster erlebt und gestaltet wird. In diesem Sinne winke ich meinem Team hiermit schon einmal virtuell zum Abschied zu und freue mich riesig auf das Wiedersehen pünktlich zur Weihnachtsfeier ;-)

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Miriam Rupp

Miriam nimmt die Rolle des Kapitäns der Agentur ein und führt diese visionär, aber auch gut geplant und strukturiert, durch die Zeiten des Medienwandels. Sie manövriert bekannte wie auch neue Gewässer mit Begeisterung. Wer sich darauf einlässt, kann eine turbulente, mitreißende Fahrt erleben.