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Mai 13, 2014

Blogger Relations: 8 Erfolgsgeheimnisse, die ich beim Berliner PR-Meetup gelernt habe

Ob Food-, Fashion- oder Fotoblogging – Eine Netzwelt ohne Blogs ist heutzutage unvorstellbar. Viel eher ist es diese Sparte, die für Unternehmen eine immer zentralere Rolle spielt und immer häufiger für Kooperationen in Betracht gezogen wird. Als neues Teammitglied bei Mashup Communications hatte ich die Ehre am immer sehr flugs ausgebuchten und beliebten Berliner PR-Stammtisch teilzunehmen. Die Berliner Online PR-Profis versammelten sich zu diesem Anlass bei dem internationalen Content Marketing Netzwerk Boomads. Thema des Abends: How to build Blogger Relations!? Durch den Abend führte eine Paneldiskussion mit den Yogalifestyle- und Fashion- Bloggern Rebecca Randak und Franziska Schulze von FuckLuckyGoHappy und Mia Marjanovic von heylilahey. Letztere ist gleichzeitig der Mode-PR-Profi bei Mashup Communications.

Die Bloggerinnen verrieten, was erfolgreiche Blogger-Kampagnen ausmachen, wie sie angesprochen werden möchten und was PRler, die durch ihr Know How gerade für Blogger Relations prädestiniert sind, unbedingt vermeiden sollten, wenn sie langfristig erfolgreiche Beziehungen zu Bloggern pflegen möchten. Viele PR-Prinzipien treffen auch auf Blogger Relations zu. Aber es gibt auch einige Besonderheiten zu beachten. Hier kommen die 8 wichtigsten Learnings, die ich für die Kommunikation mit Bloggern mitgenommen habe.

blogger stammtisch

1. Denk Neu

Blogger sind keine Journalisten. Wenn wir erfolgreich Blogger Relations betreiben wollen, müssen wir neben unserer PR Expertise Fingerspitzengefühl gegenüber dem Blogger zeigen. Im Gegensatz zum Redakteur, der bei einem Medium nur für einen bestimmten Themenbereich zuständig ist und ein festes Gehalt bekommt, ist der Blogger rundum verantwortlich für sein Projekt. Wie Journalisten steht er oder sie mit  Gesicht und Namen hinter den Artikeln. Darüber hinaus müssen Blogger aber noch selbstständig Reichweite aufbauen,  Social Media Kanäle pflegen und  sich zusätzlich um Einnahmen kümmern. Die Struktur ist also eine andere und entsprechend sollte man auch die Kooperationen anders planen.

2. Nerv nicht

Blogger sind nicht 24/7 erreichbar und grundsätzlich sehr beschäftigt. Zeit ist kostbar, wenn es also darum geht Kontakte zu knüpfen, steht Anschreiben statt Anrufen auf dem Plan. Im allerbesten Fall mit einem knackigen, aussagekräftigen Betreff, der das Interesse des Angefragten weckt.

3. Qualität statt Quantität

Dass Exklusivmeldungen mehr Wirkung bringen, als Pressemeldungen nach dem Gießkannenprinzip zu streuen, ist jedem erfolgreichen PRler bekannt. Genau diese Expertise lässt sich auch auf Blogger Relations anwenden. Personalisierte Anfragen kommen immer gut an, deshalb ist es ratsam, den anvisierten Blog gut zu studieren, sich mit den Themen auseinanderzusetzen, und zu überlegen, welche Form der Zusammenarbeit für beide Parteien gut wäre.

4. Mach klar, was du willst und was der Blogger davon hat

Die drei K’s: kurz, klar und knackig. Präzise und kurze Pitches sind die Grundlage für erfolgreiche Blogger Relations. Klare Absprachen sind von höchster Priorität, denn Blogger haben keine Zeit, an unpassenden Advertorials herumzubasteln. Geht es um eine Kooperationsanfrage? Ladet ihr den Blogger zu einem Event ein? Wollt ihr, dass euer Produkt getestet und beworben wird? Was könnt ihr für den Blogger tun? Wird der Auftrag bezahlt? Mit präzisen Anfragen punktet ihr bei euren digitalen Kooperationspartnern. Langweilige, unverständliche Betreffe werden erst einmal zurück geschoben und später oder gar nicht bearbeitet. Damit ist die Chance vertan.

5. Service

Guter Service ist das A und O in nahezu jeder Branche, ob Gastronomie oder Gewerbe. Mit zuvorkommender, freundlicher Art kann man überzeugen, sei es Redakteur oder Blogger. Dazu gehört das Mitsenden von Bildern, oder das kompakte Erklären von komplexen Produkten, so dass die Influencer keine unnötige Zeit damit verbringen müssen, nachzurecherchieren. Aber auch hier muss man bedenken: Immer mit Maß. Unangekündigt Produkte verschicken kommt nicht gut an, denn der Blogger wird im Zweifel genervt sein, wenn er ein ungewolltes Paket bei der Post abholen muss.

6. Meinungsfreiheit rulez

Schreibt den Bloggern nicht vor, was sie zu tun haben und wie sie euer Produkt einbinden sollen. Blogger wissen am besten, was bei ihren Lesern funktioniert. Und je mehr Freiraum ihr den Bloggern lasst, desto authentischer wirkt das Advertorial und ihr profitiert von der Influencer-Funktion. Trotz relativ geringer Reichweite, verglichen mit großen Magazinen, haben Blogger einen großen Einfluss auf ihre Fangemeinde. Wenn beispielsweise das Lieblingsparfüm in einem Blog gepostet und promotet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich die Anhänger dazu verführen lassen, genau dieses Parfüm auch zu kaufen. Jackpot!

7. Nicht nur Aretha Franklin will „Respect“

Nach der Kooperation ist vor der Kooperation. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten, solltet ihr euch bemühen den digitalen Nomaden zu folgen, ihre Beiträge zu liken, zu sharen und zu kommentieren. Zeigt eure Aufmerksamkeit, das ist für die Influencer von großem Wert. Das kurze Wörtchen „Danke“ hat schon so manch ein Wunder bewirkt. Auch Blogger schätzen es sehr, wenn nach „Geschäftsabschluss“ noch einmal Danke gesagt wird, ob persönlich, telefonisch, oder schriftlich. So sichert ihr euch weiter bestehenden Kontakt zu, denn ein zuvorkommender Kooperationspartner bleibt eher im Kopf als solche, die nach der Zusammenarbeit nichts mehr von sich hören lassen oder sich nur dann melden, wenn sie etwas wollen.

8. Mehrwert = mehr Wert

Last but not least sollte die Prämisse jeder Zusammenarbeit mit Bloggern ein Mehrwert für beide Seiten sein – welche Vorteile hat der Blogger von der Kooperation? Habt ihr selbst Reichweite, so dass der Blogger davon profitieren kann, indem er in eurem Newsletter gefeatured wird? Wenn ihr kein großes Event auf die Beine stellen könnt, reichen manchmal 200 Euro für ein Advertorial. Um dem Blogger konkrete Angebote machen zu können, sollte vor einer Anfrage das Media Kit gecheckt werden, denn dort finden sich die wichtigsten Facts. Somit zeigt ihr dem Blogger automatisch, dass ihr euch mit den Anforderungen auseinandergesetzt habt und auf eine gute Beziehung Wert legt. Die Quintessenz besteht folglich darin, dem Blogger entgegenzukommen, Aufmerksamkeit zu zeigen und einen Vorteil für beide Seiten zu schaffen.

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