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September 18, 2014

10 Fragen an Vera von “Nicest Things”

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1. Erst einmal die Fakten: Wie heißt du, wie heißt dein Blog und worum geht es dort?

Mein Name ist Vera und ich blogge auf Nicest Things über leckere Rezepte, Food Photography, Wohn- und Dekoideen und die neuesten Do It Yourself-Trends.

2. Warum hast du ihn gegründet?

Das war eine ganz spontane Aktion eines Nachts im Februar 2011, als ich nicht schlafen konnte. Ich war damals nicht so ganz glücklich mit meinem naturwissenschaftlichen Studium, in dem mir die Ästhetik doch sehr gefehlt hat. Der Blog sollte ein kreativer Ausgleich sein, eine Plattform für meine Fotos und Ideen und ich wollte mich mit Gleichgesinnten austauschen.

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3. Was zeichnet deinen Blog aus, was unterscheidet ihn von anderen?

Ich dachte eigentlich immer, dass das die Fotos seien – ich bin freie Fotografin und liebe es, meine Bilder mit ganz viel Liebe zum Detail zu stylen und sie Geschichten erzählen zu lassen. Mir ist wichtig, dass sie einen eigenen Stil und eine Bildsprache mit Wiedererkennungswert haben. Laut meinem Dad und meinen Lesern sind es aber wohl eher die Texte. Ich schreibe ganz spontan, was mir in den Kopf kommt und neige dabei auch schon mal zu Selbstironie und schwarzem Humor. Wahrscheinlich ist es letztendlich die Kombi von beidem!

4. Wie viel Zeit investierst du pro Woche in deinen Blog?

Viel, mindestens 30 Stunden in der Woche. Zum einen deswegen, weil ich für einen Post ca. 3 Tage brauche. Zum anderen, weil der Blog auch viel in meine selbständige Arbeit als freie Fotografin und Stylistin hineinspielt. Er ist meine digitale Visitenkarte und ich bekomme viele Aufträge und Kunden darüber, daher kann ich das gar nicht so genau von meiner “eigentlichen” Arbeit trennen.

5. Was ist dein liebstes Blogger-Tool?

Ganz klar das Bildbearbeitungsprogramm Adobe Lightroom. Es ermöglicht einen superschnellen Workflow, was bei meinen zum Teil 200 Fotos pro Shooting nicht ganz unwichtig ist. Es wird mit jedem noch so versemmelten Weißabgleich fertig und macht eine braune Spargelsuppe wieder leuchtend grün. Ohne Lightroom, ohne mich!

6. Wie viele Klicks erhältst du so am Tag und wie baust du Reichweite auf?

Zur Zeit habe ich so um die 10.000 Seitenaufrufe am Tag. Um Reichweite aufzubauen, achte ich zuallererst auf eine gute Suchmaschinenoptimierung – sprich, ich gebe meinen Bildern aussagekräftige Titel und sogenannte alt-Tags und arbeite mit strategisch eingesetzten Keywords. Interessante, aktuelle Themen sind auch nicht ganz unwichtig. Außerdem teile ich meine Posts über alle mir zur Verfügung stehenden Social-Media-Kanäle, also Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest.

7. Wie verdienst du dein Geld?

Ich arbeite, wie schon erwähnt, als freie Fotografin und Stylistin. Dabei setze ich kreative Konzepte aller Art für Kunden aus den Bereichen Food, Interior und DIY um, von der Ideen- oder Rezeptentwicklung über das Styling bis hin zum Shooting. Außerdem biete ich passenden Kunden Produktplatzierungen und Sponsored Posts auf meinem Blog an.

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8. Wann ist ein Gastbeitrag von kommerziellen Anbietern spannend für deinen Blog?

Gastbeiträge veröffentliche ich grundsätzlich nicht auf meinem Blog. Meine eigenen Texte und Fotos sind ja tragende Pfeiler meines Blogs und das lasse ich mir nicht aus der Hand nehmen. Was ich aber anbiete, sind Posts, in denen ich ein Produkt vorstelle, das gut zu meiner Zielgruppe passt. Dazu fertige ich selbst eine Fotostrecke an und schreibe einen eigenen, persönlichen Text dazu.

9. Welche Blogs liest du selbst am liebsten?

Ich liebe die Foodblogs Tartelette von Hélène Dujardin und La Tartine Gourmande von Béatrice Peltre. Diese beiden inspirieren mich immer wieder und haben ein Stück weit auch meinen Stil geprägt. Zu meinen Must Reads gehören außerdem Dreierlei Liebelei, Magnoliaelectric und Verlockendes, da wir nicht nur ästhetisch absolut auf einer Wellenlänge liegen, sondern auch persönlich – aus einer Bloggerbekanntschaft ist eine richtig schöne Freundschaft geworden.

10. Der wichtigste Tipp an Unternehmen, die Blogger-Relations aufbauen wollen?

Zuerst: Macht euch die Mühe und schaut euch den Blog wenigstens kurz an. Anfragen, die mit “Lieber Medienpartner” beginnen oder völlig an meinen Themen vorbeigehen, fliegen leider sofort in den Papierkorb. Es muss keine ewig lange, krampfhaft persönliche Mail sein, aber über den Namen und die Hauptthemen des Bloggers sollte das Unternehmen in jedem Fall informiert sein.

Dann: Nutzt Blogger nicht als billige Werbeplattform aus. Was die Qualität der Beiträge angeht, stehen viele Blogger mittlerweile Magazinen oder Zeitschriften in nichts nach, mit dem Plus der Authentizität und des lebendigen Austauschs. Das hat seinen Wert – und seinen Preis. Die Arbeit der Blogger sollte von Unternehmen also im übertragenen und auch im ganz konkreten Sinne angemessen wertgeschätzt und honoriert werden.

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Miriam Rupp

Miriam nimmt die Rolle des Kapitäns der Agentur ein und führt diese visionär, aber auch gut geplant und strukturiert, durch die Zeiten des Medienwandels. Sie manövriert bekannte wie auch neue Gewässer mit Begeisterung. Wer sich darauf einlässt, kann eine turbulente, mitreißende Fahrt erleben.