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November 10, 2014

Fröhliches Business-Zwitschern: 10 Tipps für Twitter

Immer öfter höre ich in meinem Umfeld, dass es Freunden oder Branchen-Kollegen hin und wieder sehr schwer fällt, für die Twitter-Kanäle, die sie beruflich führen, die Interaktionsraten und Followerzahlen konstant in die Höhe zu treiben. Interessante Tweets ohne Eigenwerbung zu posten reicht als Richtlinie heutzutage einfach nicht mehr aus. Twitter ist zwar ein sehr einfaches Tool, leicht verständlich und übersichtlich, aber gleichzeitig auch sehr komplex, wenn es darum geht, eine wertvolle Followerschaft aufzubauen und bedeutsame Konversationen zu schaffen.

Twitter Tipps

1. Der erste Eindruck zählt: Das überzeugende Profil

Sein Profil richtig auszufüllen klingt schon fast zu einfach. Tatsache ist aber, dass immer noch viele Twitter-Profile kein passendes Avatar- oder Cover-Foto aufweisen. Das Profil ist das Erste, was man sieht, wenn man auf den Twitter-Namen klickt und das sollte auf den ersten Blick überzeugen. Die Aufmerksamkeitsspanne des klassischen Internetusers ist sehr kurz. Wenn ich nach neuen Accounts Ausschau halte, gehe ich meistens über die „Following“-Listen und folge dann bereits nur nach einem schnellen Blick aufs Kurzprofil ohne die Tweets, Links oder das ganze Profil näher zu betrachten. Deshalb ganz wichtig: In der Bio kurz und knapp erklären, wer man ist, warum dieser Twitter-Account überhaupt existiert und wo man sich geographisch befindet.

2. Dem Einfluss hinterher: Folgen und zurück folgen

Anderen Accounts zu folgen ist eine wunderbare Möglichkeit, neue User auf den eigenen Kanal aufmerksam zu machen und neue Leute zu erreichen. Zwitschernde Influencer findet man zum Beispiel auf Twitter-Listen, über WeFollow, über zur eigenen Branche passende Hashtags, oder sogar über LinkedIn oder Xing. Genauso heißt es aber auch, anderen zurück zu folgen. Wenn es kein Spam ist, kein „Ei“ (= kein eigenes Foto) oder keine unseriöse Profile sind, folge ich immer zurück. Man weiß nie, wer sich hinter einem Profil so verbirgt, wen diese Person vielleicht noch kennt, wie sie vernetzt ist. Genau so schafft man sich auch über Social Media ein wichtiges Netzwerk. Man empfiehlt sich gegenseitig und kann Beziehungen aufbauen, auch wenn man sich persönlich gar nicht kennt.

3. Sammelleidenschaft: Twitter-Listen erstellen

Manchmal wundert man sich, wenn man auf seine „Notifications“ klickt und erfährt, dass man einer Liste hinzugefügt wurde. Ich konnte damit während meiner Twitter-Anfänge erst einmal nichts anfangen. Doch jetzt führe ich selbst fleißig Listen, folge anderen, finde so neue spannende Köpfe und komme dadurch oft ins Gespräch mit neuen Twitterern, die mich interessieren. Listen werden trotzdem immer noch unterschätzt. Am besten startet man seine eigene erste Liste, um ein Gefühl für diese Funktion zu bekommen, zum Beispiel nach Ort oder bestimmten Themen.

4. Rege Antwortbereitschaft: Fragen stellen

Menschen lieben es Fragen zu beantworten und ihre eigene Meinung abzugeben. Aber die Frage muss zur Zielgruppe passen und zeigen, dass man sich für die Antworten auch wirklich interessiert. Wenn man ein Kaffee-Unternehmen ist, könnte die Frage zum Beispiel lauten „Wie trinkt ihr euren Kaffee am liebsten?“ Nicht verzagen, wenn bei den ersten Tweets dieser Art keine Antworten kommen. Kontinuierliches Engagement, eine Konversation starten zu wollen und sich für die Meinung anderer zu interessieren, zahlt sich aus.

5. Gesucht und gefunden: Twittersuche nutzen

Die Twittersuche ist eine wunderbare Funktion, nach neuen Themen zu suchen und Tweets zu durchforsten. Über die Suche kann man zum Beispiel Tweets finden, die zur eigenen Branche passen, gestellte Fragen beantworten und so in Diskussionen einsteigen.

6. Der Hashtag: Reichweite gekonnt steigern

Um mehr Leute zu erreichen, empfiehlt es sich auch, eigene Hashtags passend zur Branche oder zur Location benutzen und Usern, die diesen Hashtag verwenden, zu folgen. Eine weitere Möglichkeit, Hashtags für sich zu nutzen, ist die Teilnahme an #Chats (eine Beispielliste ist hier). Generell sollte man sich regelmäßig über die relevanten Hashtags auf dem Laufenden halten. Kaffee-Unternehmen sollten zum Beispiel #coffeelove oder #kaffeeliebe immer im Auge behalten.

7. Kein Trick: Eigenes Netzwerk nutzen

Vielleicht kennt man in der Branche weitere Kollegen, die berufliche Twitter-Accounts pflegen. Hier kann man sich gegenseitig unterstützen, mit Hilfe von Retweets oder Replys. Das ist keine Trickserei, sondern pures Netzwerken über Social Media. Gegenseitiges Empfehlen oder Teilen hilft dabei, auch andere Gruppen und Leser zu erreichen.

8. Den Klassiker neu aufbereiten: Richtig retweeten

Der Retweet wird oft als klassischer Twitter-Tipp aufgeführt. Retweetet man einfach nur, ist der Tweet zwar geteilt, aber die Konversation beendet. Besser sind Replys oder RTs mit einem kurzen eigenen Kommentar zum Thema.

9. Wer nicht wagt der nicht gewinnt: Experimentieren

Jedes Publikum ist anders, individuell und von den verschiedensten Themen begeistert, manchmal auch von Unerwarteten. Vielleicht gestaltet man seine Tweets eher humorvoll, rein informativ oder lieber ernst. Meistens erreicht man seine Leser jedoch am besten, wenn man es schafft, ihnen mit seinen 140 Zeichen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Einige Hilfsmittel, mit denen man noch experimentieren kann: paper.li, auf anderen Kanälen (zum Beispiel Facebook oder Google+) den eigenen Twitter-Account promoten oder Twitter-Tools wie BufferApp oder Hootsuite. Diese Tools helfen außerdem dabei, die eigenen Inhalte besser zu strukturieren und die beste Zeit zum Tweeten zu finden.

10. Contentmaschine: Interessante Inhalte tweeten

Der Inhalt zählt, Mehrwert liefern, Content is King! Ja, diese Tipps hört man immer wieder und man kann die Buzzwords schon nicht mehr sehen. Doch dies ist der Punkt, mit dem sich die meisten immer noch am schwersten tun, egal ob bei persönlichen oder Business-Profilen. Eine gute Richtlinie ist: Mit den Lesern sprechen, nicht zu ihnen! Das Schöne an Twitter ist, dass man direkt im Stream sieht, was die Zielgruppe begeistert. Denn das, worüber die Zielgruppe schon spricht, sind genau die Themen, die man für seinen eigenen Stream auch aufgreifen sollte.

Foto: cobalt123 CC BY-NC-SA 2.0

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