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Juni 22, 2015

Bloggerinterview – 10 Fragen an Sven Schneider von Zwentner.com

Zwentner

1. Erst einmal die Fakten: Wie heißt du, wie heißt dein Blog und worum geht es dort?

Mein Name ist Sven Schneider und mein Blog heißt ZWENTNER.com. Meine Themen sind Pop- & Netzkultur und ja, so ein großes Überthema kann natürlich vieles bedeuten. Bei mir bedeutet es hauptsächlich das Schreiben über das Leben mit dem Internet, Reflexion über die Technik der Zukunft und die daraus resultierenden Ausdrucksformen, die sich Nutzer und Unternehmen so ausdenken. Das kann lustig, kritisch oder investigativ sein, die digitale Vernetzung hat ja bekanntlich viel zu bieten. Ich veröffentliche Erfahrungsberichte, Produktreviews, kleine Essays und immer wieder Beiträge über den Bereich der digitalen Produktivität. Mein zweites großes Thema ist Musik. Ich verlinke Neuerscheinungen, schreibe Plattenrezensionen und es gibt auch ein bisschen Gossip, Film, Literatur oder Kunst. Wem das jetzt nach etwas viel klingt, dem kann gesagt sein, dass die Quersummen zwischen diesen ganzen Töpfen größer sind, als man manchmal denkt.

2. Warum hast du ihn gegründet?

Mein erstes Anliegen war, dass ich mich mitteilen wollte. Ich habe schon immer gerne offline geschrieben und fleißig im Netz gelesen. Irgendwann kommt dann das Bedürfnis in einem auf mal mehr auszudrücken als z.B. in einen Kommentar passt, sowie die Themen selbst auszusuchen. Dieses Bedürfnis, sowie das schnell aufkeimende Interesse für die technische Seite hinter der eigenen Website machen mich zum Blogger.

3. Was zeichnet deinen Blog aus, was unterscheidet ihn von anderen?

Sicherlich die Vielfalt im Themenspektrum. Aus wachstumstechnischen Gesichtspunkten gibt es auf jeden Fall auch Argumente dafür, sein Thema mehr einzugrenzen, doch die Leute, die bei mir mitlesen, ziehen ihren Mehrwert aus der angesprochenen Quersumme meiner Beiträge und nehmen mich so auch mehr als Person wahr statt als „Thema“.

4. Wie viel Zeit investierst du pro Woche in deinen Blog?

Inzwischen veröffentliche ich zwischen vier und sechs Beiträge pro Woche. Im Schnitt kostet mich das ungefähr eine Stunde am Tag. Längere Artikel benötigen natürlich mehr Zeit, die ich mir gerne nehme.

5. Was ist dein liebstes Blogger-Tool?

Als WordPress Nutzer kann man da natürlich aus dem Vollen schöpfen und ich könnte jetzt eine Menge erzählen. Ich beschränke mich hier mal auf Software zur Texterstellung: Liebend gern nutze ich Ulysses und Mars Edit für den Mac.

6. Wie viele Klicks erhältst du so am Tag und wie baust du Reichweite auf?

Meine Reichweite ist, verglichen mit anderen Blogs, noch nicht allzu hoch. Um meinen Blog hat sich aber durchaus schon eine kleine Community gebildet und im Schnitt habe ich ca. 200 Klicks täglich. Gerade im letzten halben Jahr kann ich jedoch einen deutlichen Aufschwung feststellen und bekomme mehr und mehr Feedback. Meine Posts verteile ich über die Sozialen Netzwerke. Twitter und App.net sind hier an der Spitze und dort finden auch die meisten Diskussionen statt. Facebook und Google+ werden zwar auch bedient aber interessieren mich nicht besonders. Alle meine Beiträge erreichen zudem rund 450 Email Abonnenten.

7. Wie verdienst du dein Geld?

Ich lebe nicht vom Bloggen. Ich bin Sozialpädagoge und in der Jugendhilfe tätig. Meine Schwerpunkte liegen auf der Transformation von Jugendkultur und in der kulturellen Bildung.

8. Wann ist eine Kooperation mit kommerziellen Anbietern spannend für deinen Blog?

Ich kooperiere gerne mit kommerziellen Anbietern, wenn das Produkt oder das Thema für mich und meine Leser passt und wenn ich frei in der Gestaltung beim Schreiben bleiben kann. Meinen Lesern ist meine Meinung wichtig, das habe ich inzwischen herausgefunden. Wenn ich diese nicht sagen kann, dann ist eine Kooperation für mich uninteressant.

9. Welche Blogs liest du selbst am liebsten?

Wie bereits angesprochen lese ich viel im Netz und könnte hier locker den Rahmen sprengen. Hier ein paar Blogs und Websites, die Dauergäste in meinem RSS-Reader sind: wirres.net, Design Milk, tn3.de, Spex.de, Blog Rebellen, HappyBuddha, Elma Studio, Monopol Magazin, McSparky.com, Daring Fireball.

10. Der wichtigste Tipp an Unternehmen, die Blogger-Relations aufbauen wollen?

In der Ansprache gehört für mich eine gewisse Auseinandersetzung mit meinen Themen schon irgendwie dazu. Schließlich soll ich ja auch authentisch über ein Produkt schreiben, dann will man dazu auch nicht unpersönlich von der Seite angelabert werden, um es mal locker auszudrücken. Ich mag es auch wiederkehrende Ansprechpartner zu haben und wie gesagt frei in der Gestaltung meiner Artikel zu sein. Absprachen sind wichtig und richtig, aber nichts nervt mehr als nach einer Veröffentlichung immer wieder etwas ändern zu müssen.

Workshop

Beratung

Katharina Braun
Senior-Beraterin bei Mashup Communications

Ihr Motto ist: „Immer erst mal machen“, um dann mit einer gut durchdachten Strategie zum Ziel zu kommen. Mit Ehrlichkeit und Herz navigiert sie so Team, Kunden und Hund Mio durch den stürmischen Agenturalltag.