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Juni 18, 2015

Die Kunst der Kommunikation: 5 PR-Basics für Designer

In kaum einem anderen Bereich ist es so schwer auf sich aufmerksam zu machen, wie in der Design- und Interior-Branche. „Hard facts“ wie technische Neuerungen oder der praktische Mehrwert eines Produktes sind für Kunden oftmals nur zweitrangige Kriterien, um sich gegenüber konkurrierenden Anbietern abzuheben. Kaufentscheidungen oder Kundenpräferenzen werden in diesem Segment vor allem auf der Grundlage von Emotionalität und ästhetischen Vorlieben getroffen. Designobjekte müssen uns in erster Linie gefallen und optisch ansprechen. Damit Designer und ihre Kreationen aus der unendlichen Palette an Marken und Produkten herausstechen und mediale Aufmerksamkeit generieren, sollten sie vor allem folgende fünf PR-Basics für Designer beachten:

Blogpost_PR-Basics für Designer

1. Bilder sprechen lassen

Hochwertige und ansprechende Produktbilder gehören zum A und O der Design-PR. Kreationen müssen auf Bildern optisch überzeugen und gegenüber konkurrierenden Produkten echte Eye-Catcher darstellen. Daher ist es für Designer auf jeden Fall ratsam, in hochwertige Lookbooks und Linesheets zu investieren. Hier werden die Grundbausteine für erstklassige Pressefotos gelegt. Besonders wichtig ist es, seine Produktpalette sowohl als Freisteller als auch im Mood- und Lifestyle-Format abzulichten. Die meisten Magazine und Zeitschriften benötigen für ihr Layout Freisteller. Mood- und Imagebilder vermitteln Journalisten wiederum einen guten Eindruck, in welcher Umgebung z.B. die Designercouch besonders zur Geltung kommt.

2. Design zum Anfassen

Nachdem das Design uns auf den ersten Blick gefallen hat, muss es sich natürlich auch gut anfühlen. Denn was nützt uns der schönste Trend-Stuhl, wenn er unbequem ist und sein Bezugstoff sich kratzig anfühlt? Nicht anders als Produkte, bei denen der Gebrauchswert im Vordergrund steht, müssen auch Designobjekte mit ihrer Präsenz überzeugen. Die Teilnahme an großen Design- und Interiormessen ist daher für Designer besonders wichtig. Hier können sich Journalisten und Influencer nicht nur ein Bild von den Produkten machen, sondern diese gleich ausprobieren und live erleben. Zu den bekanntesten Messen der Branche zählen die Clerkenwell Design Week in London, die Salone Internazionale del Mobile in Mailand oder auch die Stockholm Design Week. Steht man als Designer noch ganz am Anfang seiner Karriere, ist die room+style in Dresden oder die blickfang, die jährlich in Stuttgart, München und Hamburg stattfindet, zum Knüpfen von deutschen Kontakten besonders empfehlenswert.

3. Die eigene Botschaft kommunizieren

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, um erfolgreich PR im Bereich Design zu machen, ist die Kommunikation der eigenen Formsprache. Welche Merkmale ziehen sich durch die Produktlinie des Designers und welche Vision steht hinter seinem Gestaltungsansatz? Diese Kriterien sollte jeder Designer und kreative Kopf in der PR-Strategie integrieren und fortwährend kommunizieren. Eine spezifische Formsprache oder z.B. die Verwendung nachhaltiger Produktionsmaterialien sind nicht nur wertvolle USPs, sondern tragen auch in der Kommunikation ihre Früchte und sind gute Voraussetzungen für ein klares Branding.

4. Der Preis ist heiß

Um sich in den Medien einen Namen zu machen, ist es als Designer durchaus sinnvoll, sich regelmäßig für die Ausschreibung von Designpreisen zu bewerben. Die Nominierung oder auch die Auszeichnung mit einem begehrten Preis ist nicht nur eine angemessene Würdigung der eigenen Kreation; sie bedeutet gleichzeitig mehr Prestige für die Marke und ist außerdem immer eine mediale Erwähnung wert. Für den renommierten Red Dot Design Award beispielsweise können sich Designer jährlich in den Kategorien „Product Design“, „Communication Design“ und „Design Concept“ anmelden und haben damit die Möglichkeit, einen der begehrten Awards zu erhalten. Die Gewinner dürfen ihre Produkte nicht nur mit dem international anerkannten Qualitätssiegel schmücken, sie werden auch ausführlich in der Presse vorgestellt.

5. Design-PR 2.0

Die Zeiten, in denen Hochglanzmagazine zu den Keymedien jedes Interior-Designers gehören, sind längst vorbei. Heute gehört Social Media zu den Mainchannels eines jeden Kreativen. Allein auf besonders bildstarken Kanälen wie Instagram haben Designer aus dem Interior-Bereich besonders viele Follower. Aber auch die großen Blogs aus diesem Bereich wie beispielsweise designboom gehören zu den wichtigsten Kanälen in Sachen Designtrends. Um Designliebhaber anzusprechen und auf die eigene Produktlinie aufmerksam zu machen, ist es außerdem ratsam, auf Portalen wie Houzz Erwähnung zu finden.

Bildquelle: lightyearsdk CC BY-ND-2.0

 

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