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Juni 2, 2015

Vitamin B für die Zukunft – Dos & Don‘ts für nachhaltiges Netzwerken

Blogpost_Networking

Der Sommer steht vor der Tür und bringt nicht nur Sonne und gute Laune mit sich, sondern mit der Heureka, Republica & Co. auch zahlreiche Business-Events, die vor allem zu einer Sache einladen: Zum Netzwerken. Die einen lieben es, die andere hassen es, unumstritten ist allerdings die Wirkung, die gute Beziehungen auf die Karriere haben können. Nur ein Grund, warum jeder ein paar Skills für gutes Netzwerken in der Hinterhand haben sollte, besonders wenn man sich inmitten seines Bekanntenkreises oftmals wohler fühlt als im Pool unzähliger Fremder. Was sind die ersten Schritte, um nicht schüchtern mit dem Glas in der Ecke zu verstauben? Was beeindruckt und was nicht? Die Dos und Don‘ts für Networking-Events:

Strategie – Von Taktik und Taktgefühl

DO: Oft ist es sinnvoll, sich bereits vor dem Besuch der nächsten Veranstaltung mit bestimmten Kontakten näher auseinanderzusetzen, die nachweislich auf jenem Event zu treffen sein werden. Wer sich informiert, findet dann schneller den Gesprächseinstieg, kann Fragen stellen und bekommt direkt Feedback. Doch keinesfalls mit Infos überrumpeln und vielleicht gar als Stalker rüberkommen! Mit Taktgefühl lässt sich ermitteln, ob schließlich auch die eigene Meinung von Interesse ist. Auch Ideen, Konzepte oder wertvolle Kontakte können das Eis im Nu brechen. Benefit: Der Vermittler bleibt als Multiplikator im Kopf!

DON’T: Lieber subtil als zu viel. Auch wer sein Gegenüber im Vorhinein eingehend studiert hat sollte nicht gleich mit einem ganzen Fragenkatalog aufwarten. Die jeweilige Kontaktperson spürt den Unterschied zwischen der „Honig-um-den-Mund-schmieren-Methode“ und echtem Interesse. Zudem lautet die Faustregel von nicht einhaltbaren Versprechungen abzusehen. Nichts ist peinlicher, als beim nächsten Treffen zugeben zu müssen, dass man leider versäumt hat, sich zu melden.

Vorbereitung – Authentizität siegt

DO: Eine angemessene Vorstellung bildet für gewöhnlich den perfekten Auftakt für ein Gespräch. Klassisch ist ein ordentlicher Händedruck und die Nennung des vollen Namens und ruhig ein Satz, der bereits eine charakterliche Einschätzung abwägen lässt. Dabei authentisch und freundlich zu sein ist nicht nur die einfachste, sondern auch die beste Strategie. Unterstützend wirkt bequeme Kleidung, in der man sich nicht verkleidet fühlt, sondern positiv hervorsticht. Auf keinen Fall vergessen: Visitenkarten! Denn egal, wie inspirierend und lange ein Gespräch verläuft, in der Regel bleibt der Kontakt nur vage im Kopf.

DON’T: Leidenschaftliche Networker können faszinieren – Alleinunterhalter nicht. Wer nach zahlreichen Gesprächen merkt, dass sein Akku verbraucht ist, sollte nicht auf Teufel komm raus noch langweilige Schenkelklopfer am nächstgelegenen Stehtisch zum Besten geben. Sind Körper und Geist erschöpft, heißt es: Abschalten. Egal ob bei einem Getränk an der Bar oder schließlich auf dem Heimweg.

Körpersprache – Ausstrahlung und Augenkontakt

DO: Um seinem Gegenüber Interesse an einem Gespräch zu signalisieren, lautet die Goldregel: Augenkontakt. Das gilt ebenso, wenn sich der Netzwerkpartner bereits gefunden hat. Eine gerade Haltung, das subtile Imitieren der Gesten sowie angemessenes Vorbeugen tragen weiterhin zu einem fruchtbaren Austausch von Informationen bei. Auch wer freundlich lächelt sammelt Bonuspunkte. Wer außerdem gezielt voranschreitet, statt wahllos durch die Location zu irren, sollte nicht lang allein sein.

DON’T: Blicken ausweichen! Wer mit verschränkten Armen jeden Augenkontakt scheut, wird es schwer haben, schnell einen geeigneten Gesprächspartner zu finden. Doch Vorsicht auch vor zu viel Zuneigung! Eine Businessveranstaltung ist kein Kuschelclub, daher unbedingt die richtige Dosis wählen und nicht penetrieren.

FAZIT: Wie wertvoll ein Netzwerk an Kontakten sein kann, hängt an demjenigen, der das Netz spinnt. Neue Ideen, statt immer dieselbe Leier sorgen für frischen Wind bei wiederholten Gesprächen. Wer sich nicht als Verkaufsprofi darstellt, sondern seine ehrliche Meinung preisgibt, bleibt als sympathischer Gesprächspartner im Kopf. Letztlich ist es aber die Pflege des bereits bestehenden Netzwerks, also der regelmäßige Kontakt, der den Grundstein für eine gute Beziehung legt.

Foto: Thomas Hawk CC BY-NC-2.0

 

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