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Juli 28, 2015

3 Punkte, die Unternehmen bei ihrer PR für Gesundheitsthemen beachten sollten

„Und der Husten ist wie weg“

Das Trendthema Gesundheit geht jeden etwas an, und das unabhängig vom Alter. Bereits jedes dritte Kind ist heute durch Schule oder Freizeit gestresst. Aber auch für den Erwachsenen, der mitten im Berufsleben steht, sind Gesundheitsthemen von großem Interesse: Er will sich gesund ernähren, fitter werden und besser mit Stress umgehen. Wir erklären, was Unternehmen beachten sollten, die sich mit Themen aus dem Bereich Gesundheit oder Sport befassen, um einerseits ihre Zielgruppe zu erreichen, sich gleichzeitig aber auch nicht aufs Glatteis zu begeben, sollten in der PR für Gesundheitsthemen medizinische Ratschläge von Laien erteilt werden.

1. Das Internet hat 24 Stunden Sprechstunde

Es besteht also großes Potential für Unternehmen, die aus dem Bereich Sport oder Ernährung kommen, eine interessierte und breite Zielgruppe zu erreichen. Zusätzlich steigen auch die Ansprüche, die an die Redaktionen gestellt werden, Themen so aufzubereiten, dass sie von der breiten Öffentlichkeit verstanden werden. Immer öfter kommt es vor, dass Patienten sich an Aussagen, die sie im Internet, aus Büchern oder Zeitschriften erhalten haben, orientieren, sich danach selbst als Experten sehen und die Hinweise der Ärzte nicht mehr so ernst nehmen bzw. selber ihre Diagnose stellen. Google wird so schnell sowohl zur ersten Informationsquelle als auch zur Quelle der Verunsicherung. Unternehmen sollten sich also genau überlegen, welches Wissen und welche Hinweise sie im Internet verbreiten wollen, da bei Aussagen zu medizinischen Themen ohne fachliche Expertise, beispielweise eine Abmahnung drohen kann.

2. Die wunderbringende Walnuss

Aussagen, die suggerieren, dass das jeweilige Produkt zur Gesundheit nachweislich beitragen kann, sollten vermieden werden. Es sei denn, diese sind wissenschaftlich erwiesen und der Experte weist einen expliziten medizinischen Hintergrund auf. Doch Vorsicht: Sind diese Erkenntnisse von großen Unternehmen gesponsert, hinterfragen Journalisten gerne die vermeintliche Wunderwirkung durch Eigenrecherche. So berichteten beispielsweise mehrere Zeitschriften im Jahr 2010 über die Forschungsergebnisse eines Teams der Pennsylvania State University. Dieses hatte die bahnbrechende Erkenntnis, dass Walnüsse und das gewonnene Öl den Blutdruck senken können. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die California Walnut Commission diese Studie mitfinanziert hatte, um den Verkauf des Öles anzukurbeln und neue Exportmöglichkeiten für die Walnuss zu erschließen. Eine Tatsache, die die Glaubwürdigkeit auf lange Sicht merklich gefährden kann. Deshalb: Immer dann, wenn einem einzigen Lebensmittel eine heilende oder präventive Wirkung zugeschrieben wird, läuten in der Redaktion die Alarmglocken.

3. Authentische Experten

Daher sind Ratschläge und Tipps von Experten (wie Mediziner, Apotheker, Ernährungswissenschaftler u.a.), die authentisch sind und keine falschen Vorstellungen wecken, in den Medien sehr willkommen. Selbst verschreibungspflichtige Medikamente können für die Presse ein Thema sein – natürlich immer unter Berücksichtigung des Heilmittelwerbegesetzes. Hat man keinen medizinischen Hintergrund, beschäftigt sich aber schon seit Jahren ausführlich mit seinem Thema, ist es ratsam z.B. auf die optimierende Wirkung von bestimmten Lebensmitteln einzugehen oder grundsätzliche Ratschläge zur besseren Ernährung oder zum Sportverhalten zu geben. So sind beispielsweise Tipps, wie man bestimmte Lebensmittel in seinen Ernährungsplan oder Tagesablauf einbauen kann, immer gute PR-Ideen für Gesundheitsthemen. Andere Themeninspirationen für nicht-medizinische Experten: Trendsportarten, abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten, Sportarten, die sich insbesondere positiv auf den Körper und Geist auswirken, sowie die eigene Gesundheitsstory als Personality PR und Gründerstory.

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