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März 1, 2016

Bloggerinterview – 10 Fragen an Svenja Bubolz von Strasskind

strasskind1. Erst einmal die Fakten: Wie heißt du, wie heißt dein Blog und worum geht es dort?

Ich heiße Svenja. Meine Mutter hat mich nach einer jugendlichen Kriegerin benannt, ohne es wirklich zu wissen :-) Man sagt, der Name käme aus Schweden und eine Königin hätte so geheißen. Mein Blog heißt Strasskind und hat so gar nichts gemein mit meinem königlichen Namen.

Zu jener Zeit war ich auf der Suche nach einem kurzen aber prägnanten Namen. Zur selben Zeit erhielt ich zum Abschied eines Abteilungswechsels in der Firma ein Geschenk. Das bestand aus einem pinken Schild, auf deren einer Seite stand: „Ich kenne keinen Stress, höchstens Strass“ und auf der anderen Seite waren sämtliche Bilder meiner Kollegen inklusive einer schönen Abschiedswidmung. Im Privaten galt ich immer als Shopping Queen oder Prinzessin, doch so konnte und wollte ich meinen Blog nicht nennen. So kam ich auf die Idee diesen „Strasskind“ zu nennen. Mein Schwerpunktthema ist Mode, aber da mich nicht nur die Modewelt begeistert, kann man auf meinem Blog auch zu anderen Themen einiges finden. Ich bin begeisterte Sportlerin, teste gern neue Produkte, liebe alles rund um das Thema Schönheit, Essen, Leute, Tiere und bin gern kreativ unterwegs. Im Grunde ist für jedermann etwas dabei. Einen reinen Fashionblog wollte ich nicht führen, da ich persönlich Mischblogs liebe :-)

2. Warum hast du ihn gegründet?

Mein größter Traum und Wunsch war es schon immer zu schreiben über Dinge die ich liebe. Es gibt nichts Schöneres für mich als einen Beruf oder ein Hobby auszuüben, bei dem man mit dem ganzen Herzen dabei ist. Mode hat mich von je her begeistert und Freunde lagen mir jahrelang in den Ohren: “Mach doch etwas in dem Bereich“. Meine Familie hielt mir ständig vor, ich würde ohne Punkt und Komma reden, also was lag dann näher als einen Blog zu gründen? Endlich konnte ich meine Passion ausleben!

Strasskind_Screenshot

3. Was zeichnet deinen Blog aus, was unterscheidet ihn von anderen?

Wahrlich eine schwierige Frage! Denn es gibt viele ähnliche Blogs wie meinen, wenn man das einmal thematisch betrachtet. Doch möchte ich behaupten, dass es wenige Blogger gibt, die sich mit dem Thema Umwelt und Tierschutz befassen und im nächsten Atemzug über Mode schreiben. Manchmal stehe ich mit mir selber im Zwiespalt, denn auf der einen Seite möchte ich, dass mein Blog Menschen die Augen öffnet, etwas umweltbewusster und tierfreundlicher zu agieren. Auf der anderen Seite schreibe ich über den neusten Trend. Das ist manchmal nicht einfach. Aber das bin ich. Ich wünsche mir, dass die Leser meines Blogs meine Leidenschaft, die ich dort hinein stecke spüren und dass gerade das meinen Blog von anderen ein wenig unterscheidet. Die Leser sollen meinen Blog ja gern lesen, sich inspirieren lassen, mich als Blogautor mögen, dabei etwas Neues an Wissen mitnehmen und wenn das nur kleine Tipps sind.

4. Wie viel Zeit investierst du pro Woche in deinen Blog?

Wenn es die Zeit zuließe, würde ich mich von morgens bis abends damit beschäftigen. Schätzungsweise bin ich physisch zwischen 20-25 Stunden mit dem Blog beschäftigt. Mental bin ich damit ständig beschäftigt.

5. Was ist dein liebstes Blogger-Tool?

Mein liebstes Tool für meinen Blog sind die Kamera und die Fotoprogramme. Ich liebe es, Fotos zu machen und diese auch selbst zu bearbeiten. Natürlich sind nicht alle Bilder auf dem Blog von mir gemacht worden. Viele Fotografen sind daran mitbeteiligt. Aber für mich sprechen Bilder Bände in einem Blog. Ich bin ein sehr visuell orientierter Mensch und vermutlich liebe ich es deshalb so.

6. Wie viele Klicks erhältst du so am Tag und wie baust du Reichweite auf?

Die Klickrate ist nicht täglich konstant und abhängig davon, ob ich gerade etwas frisch gepostet habe. Die meisten Leser wissen, wann ich regelmäßig etwas veröffentliche, da ich versuche meine typischen Blogtage beizubehalten. Montag und freitags. Wenn es die Zeit erlaubt auch mittwochs. Ausnahmen kommen vor. Derzeit klicken sich im Durchschnitt 2000 Leser täglich durch. Meine Reichweite versuche ich auszubauen in dem ich natürlich andere Blogs lese. Bei gefallen, kommentiere ich gern. Ich nutze die Social Media Plattformen. Einige mehr und andere weniger. Facebook ist da mein Favorit. Ich müsste mich wesentlich intensiver mit den anderen Kanälen befassen, doch oft fehlt mir die Zeit dazu. Neben dem Internet ist es aber auch wichtig, den Blog durch Mundpropaganda publik zu machen. Gern auf Veranstaltungen, Messen oder da, wo es thematisch passt und gern gesehen wird.

7. Wie verdienst du dein Geld?

Da ich leider noch nicht das Glück habe von meinem Blog leben zu dürfen, habe ich nebenher einen Vollzeitjob im Büro.

8. Wann ist eine Kooperation mit kommerziellen Anbietern spannend für deinen Blog?

Es muss zu mir und meinem Blog passen. Klingt vielleicht ein bisschen pauschal, aber mir persönlich ist es wichtig, wenn ich eine Kooperation mit einem Unternehmen eingehe, dass ich mich mit dem Unternehmen identifizieren kann. Als Fashionfreak liegt es sehr nahe, dass sich bei mir viel mehr Firmen aus diesem Bereich melden. Daher ist es für mich spannender natürlich, wenn es Firmen sind, die ich echt klasse finde aus dem Metier. Einer meiner insgeheimen Wünsche wäre es, einmal ein Sportvideo mit einem namenhaften Unternehmen drehen zu dürfen oder mit einer Tierschutzorganisation, um auf das immer noch anhaltende Tierelend weltweit aufmerksam zu machen.

9. Welche Blogs liest du selbst am liebsten?

Puh, es gibt so viele tolle Blogs. Meine Favoriten sind Mischblogs. Ähnlich wie mein Blog mit dem Schwerpunkt Mode. Ich liebe es, in Blogs herum zu stöbern. Man erfährt ein wenig über den Blogger, über seine Interessen und was die Person alles bewegt. Besonders sind mir Blogs sympathisch in dem gar die eigenen Haustiere eingebunden werden. Als Tierfreund und Besitzer liest man gern so etwas. Dadurch habe ich für mich schon viel mitnehmen können. Aber einen speziellen absoluten Lieblingsblogger habe ich noch nicht. Dafür gibt es einfach zu viele davon! Täglich entdecke ich neue Blogs für mich mit dem WOW Effekt!

10. Der wichtigste Tipp an Unternehmen, die Blogger-Relations aufbauen wollen?

Als Blogger erlebt man schon so einiges mit. Doch ich bin immer wieder erstaunt, dass es anscheinend Unternehmen gibt, die nicht wissen wie man mit Bloggern umgeht. Dabei ist es gar nicht so schwer. Daher rate ich jedem Unternehmen, dass sie einen Blogger wie einen potenziellen Kunden/eine gleichgestellte Firma oder einen Auftraggeber behandeln sollten. Es soll im besten Fall eine Kooperation zustande kommen mit einer Win-Win-Situation. Damit dies erfolgreich beginnen kann, ist der erste Eindruck enorm wichtig. Unternehmen sollten sich vorher einmal ein paar Blogs ansehen, ein paar Youtube-Kanäle und ein paar Social Media-Kanäle, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Hat ein Unternehmen dann einen Blogger näher ins Auge gefasst, sollte diese sich mit dem Blog auch beschäftigt haben, um eventuelle Fauxpas zu vermeiden. Unternehmen machen sich immer sympathisch, wenn sie schon einmal den Namen des Bloggers wissen, den Namen des Blogs und worüber der Blogger schreibt beziehungsweise was sein Steckenpferdchen ist. Nett geschriebene Mails wird keiner verschmähen, sondern auch gern beantworten. Was man jedoch unbedingt vermeiden sollte, ist Geschäfte vorzuschlagen, die in keinem Fall zu einer Win-Win-Situation führen, aber diese als solche verkaufen. Manche Unternehmen appelieren anscheinend noch an die Gutgläubigkeit eines Bloggers ;)

 

Workshop

Beratung

Katharina Braun
Senior-Beraterin bei Mashup Communications

Ihr Motto ist: „Immer erst mal machen“, um dann mit einer gut durchdachten Strategie zum Ziel zu kommen. Mit Ehrlichkeit und Herz navigiert sie so Team, Kunden und Hund Mio durch den stürmischen Agenturalltag.