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April 18, 2016

5 Gründe für die Unternehmensbibliothek

Die Zeiten, in denen wir Bücher als alleinige Informationsquelle nutzten, liegen lange zurück. Damals lief es ungefähr so ab: Ein junger PR-Trainee wollte sich in die Thematik rund um Kommunikationstheorien oder -strategien einlesen. Er musste erst einmal die nächste Bücherei oder Buchhandlung anpeilen, einen Fachmann suchen, der tatsächlich Aufschluss über die relevantesten Werke geben konnte, das Buch suchen, es kaufen, ausleihen oder warten, weil es bereits vergriffen war – all das, um sich nur kurz thematisch einzulesen. Heute gibt es für diesen ganzen Prozess eine Anlaufstelle: das Internet. Wir bei Mashup sind hauptsächlich digital unterwegs, internetaffin, immer auf dem neusten Stand, aber hegen trotzdem immer noch unsere analoge Mashup-Bibliothek – doch warum? Weshalb sollte jedes Unternehmen überhaupt eine Offline-Option für seine Mitarbeiter bieten?

1. Mehr vom gedrucktem Wort – liefert mehr Stoff

Bücher liefern fundierte Informationen. Ein durchschnittlicher Blogpost oder Onlineartikel ist in seiner Zeichenanzahl limitiert, einfach weil das Lesen am PC oder Laptop für das menschliche Auge ermüdend ist und unsere Aufmerksamkeitsspanne im Internet begrenzt ist. Aus diesem Grund reißen sie Thematiken nur oberflächlich an, wohingegen die Fachliteratur, sei es mit dem E-Book oder dem klassischen Buch, mehr und tiefgründige Inhalte liefert.

2. Heilmittel gegen Stagnation

Der durchschnittliche Büroangestellte sitzt acht Stunden vor dem Bildschirm. Er leidet unter dem Syndrom der viereckigen Augen. Was bietet eine bessere Kompensierung, als von dem Schreibtisch wegzukommen und andere Wege der Informationsbeschaffung zu nutzen? Sobald der Geist stagniert, hilft es, zur Ruhe zu kommen und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Ein Buch ist mobil und motiviert sich vom Schreibtisch zu lösen, um sich in der Lounge oder auf der Sonnenterasse in seine Lektüre zu vertiefen.

3. Bücher liefern neue Denkanstöße

Als Storytelling-Agentur leben wir von Geschichten. Bücher sind seit tausenden von Jahren das Medium zur Informationsübermittlung. Von der Bibel bis hin zu den Gebrüder Grimm bringen sie uns nicht nur die Moral und Ethik näher, sondern sind auch der Grund, weshalb wir Geschichten überhaupt lieben! Nach der Manier „Back to the Roots“ kann auch eine solche Lektüre fernab von der digitalen Welt neue Denkanstöße liefern und uns aus dem Tunnelblick befreien.

4. Seriöse Quellen

Eines der Nachteile des World Wide Webs ist die Copy & Paste-Funktion. Informationen können im Netz zu schnellen, aber auch zu unseriös geteilten Inhalten werden. So sorgte in den Vereinigten Staaten die Seite www.martinlutherking.org, die vermeintliche Lobpreisung gegenüber dem Friedensnobelpreisträger Martin Luther King, für Furore. Der Name des Betreibers lautete „Stormfront“ und gehört dem US-Amerikanischen Neonaziverein an. Ein anderes Beispiel: Der Student Chen Fan testete die beliebteste Online-Enzyklopädie Wikipedia und trug sich selbst als wichtige Persönlichkeit ein. So stand Fan fälschlicherweise über sieben Jahre lang als Bürgermeister eines kleinen chinesischen Dorfes auf der Webseite. Das Netz ist manchmal zu schnell – oder doch zu langsam?

5. Lesen, Teilen, Kommentieren – geht auch Offline

Eine interne Bibliothek bietet die Möglichkeit, dass Mitarbeiter auf einem ähnlichen Wissensstand stehen können. Für alle Bürolesemuffel: Es gibt immer eine Leseratte unter ihnen, die die erlangten Informationen an die Kollegen teilen kann. Zudem können Diskussionen und Anregungen durch die Weitergabe der Lektüre motivieren. Alle profitieren von mehr Wissen.

Fazit: On- und Offline-Lektüren bieten die beste Voraussetzung

Lesen oder gelesen werden – Das Buch ist ein gutes Entschleunigungsmittel. Allerdings besticht die digitale Informationskultur mit ihrer Aktualität. Nirgends sonst können Fakten und Inhalte so schnell publiziert, aktualisiert und kommentiert werden. Funktionen wie Google Scholar haben sich inzwischen zu festen und seriösen Quellen des Internets gemausert. Für alle weiteren Seiten gilt es, die Inhalte immer mit Bedacht anzugehen und zu überprüfen. Wir befinden uns in einer prädestinierten Position – wir können alles nutzen, sowohl Online als auch Offline, und von beiden Vorteilen profitieren. Bei einem kreativen Designunternehmen können ein paar zerfledderte Micky Mouse Hefte liegen, während in den Regalen einer Architekturfirma große elegante Bänder stehen – eines steht fest: Eine Firmenbibliothek kann, mit gut gewählten Büchern, auch die CI des Unternehmens widerspiegeln.

Ciani-Sophia Hoeder
Beraterin bei Mashup Communications

Die leidenschaftliche Läuferin ist für jede neue Idee schnell zu begeistern. Ob am Telefon mit Journalisten oder im Tierschutz auf der Straße – Die Motivationskanone Ciani überzeugt ihre Mitmenschen und sprintet mit einer Würze aus Kreativität zum Ziel.