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März 27, 2017

10 Fragen an Ilona von Für eine bessere Welt

Erst einmal die Fakten: Wie heißt du, wie heißt dein Blog und worum geht es dort?

Mein Name ist Ilona Koglin und ich betreibe gemeinsam mit meinem Mann Marek Rohde das Blog www.fuereinebesserewelt.info. Es geht um Möglichkeiten, die Welt ein Stückchen besser machen. Dabei geht es nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern vor allem um Menschen, Ideen, Organisationen und Projekte. Wir berichten über die großen und kleinen Vorbilder, die zeigen, dass wir alle die Welt positiv verändern können

Wie lautet die Geschichte hinter deinem Blog?

2007 bat uns eine Zeitschrift um eine Artikelserie mit dem Titel „Für eine bessere Welt“. Wir sprachen darin mit Philosophen, Soziologen, Hirnforschern, Theologen und anderen Denkern und Forschern darüber, ob wir Menschen fähig sind, unsere Welt positiv zu verändern. Hintergrund der Idee war die Erfahrung, dass wir immer wieder auf Menschen gestoßen sind, die meinten, dass sie als Einzelne*r doch nichts (Wesentliches) verändern könnten. Und wir fragten uns: Ist das tatsächlich so?So haben wir uns an die Recherche gemacht. Die Artikelserie kam so gut an, dass wir es zu schade fanden, sie nach Erscheinen der Hefte wieder verschwinden zu lassen. Daher haben wir kurzerhand einen Blog eröffnet.

Das alles geschah ziemlich spontan und ungeplant. Doch die Resonanz war großartig. Wir wurden als Redner*in für Vorträge eingeladen, entwickelten nach und nach Workshops zu dem Thema. Wir machten einen Dokumentarfilm und auch eine „Konferenz für eine bessere Welt“. Letztes Jahr haben wir dann unser erstes Buch zu dem Thema veröffentlicht mit dem Titel „Und jetzt retten WIR die Welt!“, zu dem es auch eine Online-Initiative gibt.

Was machst du, wenn du gerade nicht bloggst?

Mein Mann und ich arbeiten zusammen als Journalisten. Wir beraten und begleiten ökosoziale Unternehmen, Verlage und NGOs. Da entwickeln wir Konzepte für Online-Medien und erstellen Inhalte wie Texte, Audio- und Video-Beiträge. Dafür haben wir das Redaktionsbüro WHOOPEE Connections gegründet.

Seit 2012 bin ich außerdem auch noch Dragon Dreaming Facilitatorin. Das bedeutet, dass ich nachhaltige Projekte bei der Visionsentwicklung, der Projektplanung und der Gemeinschaftsbildung begleite und methodisch unterstütze.

Was zeichnet euren Blog aus, was unterscheidet ihn von anderen?

Das ist natürlich eine Frage, die lieber unsere Leser*innen beantworten sollten :-). Aber aus deren Feedback würde ich den Schluss ziehen, dass unser Blog wohl eine sehr positive, zuversichtliche und ermutigende Ausstrahlung hat. Die Beiträge sind optimistisch, ohne deshalb die negativen Entwicklungen aus dem Blick zu verlieren. Unser Anliegen ist es, die Menschen zu motivieren, ebenfalls etwas zu tun – und dazu zeigen wir, wo und wie jede*r von uns etwas tun kann. Anhand der vielen Rückmeldungen, die wir erhalten, wage ich zu behaupten, dass uns das gelingt. Das empfinden wir als unheimliches Geschenk in unserem Leben.

Welche Plattformen benutzt ihr und warum?

Wir nutzen WordPress – und zwar nicht nur für unseren Blog sondern in vielen unserer Projekte, auch oft bei Kundenprojekten. Uns gefällt, dass es sich dabei um eine OpenSource-Lösung handelt, die eine weltweite, riesige Entwicklergemeinde mit jeder Menge Themes, Plugins und Tools unterstützt. So kann man relativ leicht und schnell ziemlich viele Funktionen und Ideen umsetzen.

Wo holst du dir die Inspiration für eure Beiträge?

Wir haben ganz unterschiedliche Inspirationsquellen: Das Internet, Bücher, Zeitschriften – und besonders auch der Austausch mit unserer Community, unserem Netzwerk sowie Veranstaltungen.

Wenn dir alle Menschen der Welt zuhören würden, was würdest du Ihnen sagen?

Ich selbst sehe mich nicht als Messias. Ich möchte den Menschen nicht sagen, was sie tun oder lassen sollen. Tatsächlich glaube ich aber, dass das Zuhören eine ganz wichtige, aber leider recht vernachlässigte Tätigkeit ist. Daher wüsste ich nicht, was ich allen Menschen pauschal sagen soll – es kommt ja auf den Einzelnen an, was angebracht ist zu sagen. Der eine braucht vielleicht Ermutigung, der andere Trost. Der Dritte einfach „nur“ eine Information… Oder oft sollte ich vielleicht auch überhaupt nichts sagen, sondern lieber zuhören.

Welche Art von Beiträgen kommt bei euren Lesern am besten an?

Diejenigen mit praktischen Tipps und Ideen. Also Beiträge, bei denen sich die Leser*innen beteiligen können und Ideen gewinnen, was sie selbst in ihrem Leben tun oder verändern können.

Deine Tipps, um die Welt im Alltag ein kleines bisschen besser zu machen:

Hier möchte ich am liebsten auf unsere neue Initiative „Und jetzt retten WIR die Welt!“ verweisen: Auf der Website finden Nutzer*innen eine Art Online-Akademie, um das eigene Leben öko-sozialer zu gestalten. Wir haben uns da einen Spruch des weisen Philosophen Laotse vorgenommen, daraus 18 Themenbereiche unseres Alltags abgeleitet – wie Haltung, Essen, Kleidung, Mobilität, Einrichten, Konsum, Politik, Kultur, Reisen und vieles mehr – und haben zu jedem Thema mindestens 4 „Aktionen“ entwickelt. Jede*r kann sich dort die Themenbereiche aussuchen, in denen sie oder er am liebsten anfangen möchte. Wer sich auf der Plattform anmeldet, kann für jede gemachte Aktion auch Weltretterpunkte sammeln. Unser Ziel ist es, bis Sommer 2018 ein Millionen Weltretterpunkte gemeinsam mit möglichst vielen Menschen zu sammeln – und so der Welt da draußen zu zeigen, wie viele sich bereits heute für eine bessere Welt einsetzen.

Was plant ihr für 2017?

2017 wollen wir eine Expedition machen: Wir wollen jeden Monat ein anderes Thema hinterfragen und dazu die oben genannten Aktionen selbst machen. Das Ganze dokumentieren wir per Video. Über 18 Monate (also noch bis in 2018 hinein) entsteht so ein richtiger Dokumentarfilm, der der Frage nachgeht: Können wir die Welt retten? Und wenn ja: wie? Darauf freuen wir uns ungemein!

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