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Oktober 26, 2017

Kampagnen-Check: Zombie-Jagd mit der pronova BKK

pronova BKK

Quelle: https://zombiejagd.pronovabkk.de

Süßes, sonst gibt es Zombies. Genau dazu hat sich die Krankenkasse pronova BKK rechtzeitig zur bevorstehenden Halloweenzeit entschieden und eine digitale Storytelling-Kampagne gestartet. Gemeinsam mit TWT entwickelte das Team ein interaktives Spiel mit dem Ziel, frischer, jünger und auf ihrer Jagd nach neuen Kunden 18- bis 34-Jährige einzufangen. Auf der Landingpage können Nutzer per Parallax-Scrolling-Technologie Peter, dem Protagonisten, helfen den Zombies zu entkommen, indem sie gestellte Fragen richtig beantworten. Neben Zombies, die auch nachdem sie das Zeitliche gesegnet haben, im Fitnesswahn stecken und Blut-Smoothies Schlürfen, wird die Kampagne durch Social-Media-Ads unterstützt. Was wir von dem Konzept „The Walking Dead“ trifft auf Versicherung halten, erfahrt ihr in unserem Kampagnen-Check:

Was wir gut finden:

  • Halloween als Aufhänger zu nutzen
  • Gamification-Ansatz
  • Comic-Design
  • Nutzer aktiv miteinbinden

Es gibt auch blutige Rezeptvorschläge. Von der Idee sehr cool, doch in der qualitativen Umsetzung könnte noch ein wenig mehr investiert werden; Quelle: https://zombiejagd.pronovabkk.de

Was wir empfehlen würden:

  • Peter als Identifikationsperson fällt mit seinem Businesslook bei einer jungen Zielgruppe schnell raus – auch der Protagonist sollte cool, lässig und vor allem jung sein
  • Scrolling macht Spaß, so lange es funktioniert – viel Bildmaterial sorgt dafür, dass die Webseite langsam lädt, weniger ist mehr oder es sollte in eine ausgereiftere Technik investiert werden
  • Die Interaktion ist ein guter Ansatz, um die Zielgruppe aus der Reserve zu locken, doch nach der zweiten Frage-Antwort-Runde stellen Nutzer schnell fest: Es gibt eigentlich nur eine richtige Antwort. Mehr Szenarien und auch ein Alternativende einfach stehen lassen, dann entsteht das Gefühl, dass die User das Schicksal wahrhaftig in der Hand haben
  • Ganzheitlichkeit – nach einem Blick auf Twitter, Facebook und Co. wird schnell klar, dass die Nutzer über die anderen Kanäle nicht abgeholt werden
  • Jeder Call-to-Action ist immer mit dem Hinterlassen einer E-Mail-Adresse verknüpft, was schnell dazu führt, dass ein Interessent abspringt, statt sich intensiv über den Service zu informieren – es sollten weitere Inhalte zum Verweilen einladen
  • Die Moral der Geschichte ist, dass die Kampagne den Ansatz von Storytelling nicht konsequent durchzieht: Sobald sich alle Nutzer durch die Zombie-Apokalypse gescrollt haben, heißt es: Nur die pronova BKK ist der Retter statt Peter als Held selbst
  • Es gibt viele Möglichkeiten die Geschichte weiterzuspinnen, wie Peter durch eine Power-Yoga-Einheit schneller zu machen oder ihm ein Müsliriegel in die Hand zu drücken, damit er intelligentere Fluchtmöglichkeiten nutzt – mit all diesen Methoden kann die Kurve zu den Leistungen, Angeboten und zur Informationsvermittlung charmanter gezogen werden

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Storytelling Workshop Berlin

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Ciani-Sophia Hoeder