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Dezember 5, 2017

Immersives Storytelling: Kunden in die Markenwelt entführen

Mann mit futuristischer Brille
Quelle: 123rf.com/dolgachov

Die Möglichkeit in eine andere Realität einzutauchen und sie wie echt erleben zu können, übt einen enormen Reiz auf Menschen aus. Mussten wir uns vor einigen Jahren noch mit der Kraft unserer Gedanken und Fantasie an andere Orte träumen, gelingt die perfekte Illusion dank heutiger Technik auf Knopfdruck.

Immersion entsteht immer dann, wenn wir so tief in eine inszenierte Welt eintauchen, dass wir die künstliche Umgebung als real empfinden. Das gelingt beispielsweise mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen und 360-Grad-Videos, aber ebenfalls durch Computerspiele oder eine sehr realistisch gestaltete Umgebung und Kostüme in einem Live-Rollenspiel. Eine hohe Immersion entsteht also dann, wenn möglichst viele Sinne des Anwenders auf eine reale Art und Weise angesprochen werden. Der Immersionseffekt ist in der Regel umso größer desto fesselnder und anspruchsvoller die gestaltete virtuelle Realität ausfällt. Den Reiz und die Möglichkeiten von Virtual Reality erkennen auch immer mehr Unternehmen. Wer seine Zielgruppe nachhaltig beeindrucken und visuell überzeugen möchte, muss interaktive, immersive Geschichten entwickeln.

Wie Unternehmen diese Art des Storytellings einsetzen können, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, zeigen folgende drei Beispiele:

First Row am Laufsteg – Topshop lädt zur virtuellen Fashion-Show

Das Londoner Modelabel Topshop lud seine Kunden 2014 zur weltweit ersten live gestreamten Virtual-Reality-Modenschau ein. Die glücklichen Gewinnerinnen saßen, dank einer VR-Brille auf der Nase, in der ersten Reihe der Topshop Catwalk-Show der angesagten Londoner Fashionweek. Die Modefans konnten die Models nicht nur direkt an sich vorbeiziehen sehen, sondern saßen praktisch auch Schulter an Schulter neben den Prominenten. Zusätzlich hielt sie über ein bewegten Twitter-Feed auf dem Laufenden.

Kometeneinschlag und Tentakelangriff – Pepsis unglaubliche Bushaltestelle

Um Busfahrenden ihren Tag etwas spannender zu gestalten, präparierte Pepsi mitten in London eine belebte Bushaltestelle. Eine der Seitenwände wurde durch ein Display ausgetauscht, das über eine Kamera ein Livebild des Bürgersteiges dahinter übertrug. Die perfekte Illusion, denn für die Wartenden sah es so aus, als schauten sie durch eine Glasscheibe. Dann der Trick: Durch das angebliche Fenster sahen die Passanten unerklärliche Ereignisse. Der Kanaldeckel öffnet sich und ein riesiger Tentakel schnappt sich einen wartenden Fußgänger. Feurige Meteoriten oder UFOs rasen scheinbar auf die Haltestelle zu oder ein Tiger läuft die Straße herunter. Mit einem Blick um die Ecke war das Geheimnis gelöst, der Schreck hallte jedoch noch nach. Durch diese unfassbaren Ereignisse wollte die Brand übrigens auf den unglaublichen Geschmack ihrer Pepsi Max hinweisen.

Ein Traum wird wahr – Timberland macht Shopping ohne Anproben möglich

Das Modeunternehmen Timberland kreierte für seine Kunden eine virtuelle Umkleidekabine. Über eine Kamera im Schaufenster und ein Tablet fotografierten sie die Gesichter von Passanten. Auf einem großen Bildschirm erschien nun ein Körper mit dem jeweiligen Gesicht. Interessierten war es so möglich, verschiedene Kleidungsstücke anzuprobieren, ohne sie tatsächlich zu tragen. Über Gesten war es möglich Jacken, Pullover, Hosen und Schuhe auszuwählen. Das Lieblingsoutfit schickte Timberland im Anschluss per E-Mail an den Kunden und teilte es zusätzlich auf ihrer Fan-Seite.

Immersion funktioniert zwar bereits in normalen Computerspielen, richtig deutlich wird das Phänomen aber erst durch die virtuelle Realität. Wer seine Zielgruppe in eine täuschend echte Fantasiewelt entführen möchte, dem stehen mit Augmented-Reality-Apps, VR-Brille und 360-Grad-Videos spektakuläre Möglichkeiten zur Verfügung.

Workshop

Storytelling Workshop Berlin

Beratung

Theresa Cyankiewicz
Beraterin bei Mashup Communications
Nach dem Abi studierte Theresa Angewandte Medienwirtschaft mit den Schwerpunkten TV-Producing und Journalismus. Im Anschluss ging es für knapp fünf Jahre als Redakteurin zum Fernsehen. Heute ist Theresa bei den Mashies und froh über die berufliche Veränderung.