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Januar 10, 2018

Eine Feministin, eine Hexe und ein Fotograf

Hallo 2018! Schön, dass du da bist. Neues Jahr, neue Energie und eine neue Reihe für unseren Blog. Als fleißiges PR-Bienchen, von denen bei Mashup immerhin 20 Stück durchs Büro fliegen, gehört es auch sich in der weiten Welt des Internets navigieren zu können und nicht ziellos umher zu schwirren. Nicht jede bunte Blume auf der endlosen Wiese von Blogs und Influencern lohnt genauerer Betrachtung. Wir stellen euch in unserer neuen „Meine Bloglieblinge“-Serie den süßesten Honig von Tumblr, Instagram & Co. vor. Ich, Johannes, mache den Anfang.

Wo bedeutet „Blog“ für mich?

Das erste Mal habe ich von einem „Blog“ gehört als Frederic Lorbeer in der siebten Klasse auf einmal einen hatte. Er war mein bester Freund und mir auch schon bei Myspace, ICQ und zuletzt Facebook einen Schritt voraus gewesen. Knapp zehn Jahre später weiß ich: Er war nichts Besonderes! Jeder kann einen Blog haben, und das ist auch schon das Geheimnis. Für mich ist ein Blog ein digitales Tagebuch. Im letzten Jahrzehnt entstanden viele soziale Netzwerke, die das Gestalten eines solchen Tagebuchs kinderleicht machen. Ein Rezept für eine spannende Selbstbiographie gibt es bis heute allerdings nicht. Ein spannendes Leben vielleicht? Spannende Gedanken? Meine drei Bloglieblinge haben es jedenfalls raus.

Joseph Wolfgang Ohlert: Fotograf, Künstler, Hedonist 

Collage von vier Bildern zeigt Gohlerts Fotografien

Ohlerts Fotografien

„Du kannst deine Lover fotografieren, aber nicht deine Models ficken.“ Schon vor vier Jahren berichtete VICE über den damals 23-jährigen aus Bayern stammenden Künstler. Mit David Armstrong verglichen, in der Berliner Szene gefeiert – Ohlert fasziniert mit klarer Bildsprache und politischer Provokation. Am liebsten fotografiere er „Menschen, die irgendetwas Interessantes machen“. In seinem Fotobuch „Gender as a Spectrum“ hinterfragt er gesellschaftliche Konstrukte von Männlich- und Weiblichkeit. „Wer bin ich eigentlich? Wer möchte ich sein? Was unterscheidet mich als schwuler Mann von einem Hetero-Mann?“ Fragen, die auch ich mir, als einer seiner fast 18.000 Followern, stelle. Ich bedanke mich bei Joseph für die vielen schönen Antworten.

Lisa-Marie Koroll: erwachsene Frau, Schauspielerin, Vorbild 

Collage von vier Bildern von Korolls Instagram

Lisas Instagram zeigt die Schauspielerin auch ganz privat

Wer ist Lisa-Marie Koroll? Kleine Kinder dürften diese Frage sofort beantworten können. Die Jungschauspielerin gab nämlich Tina von „Bibi & Tina“ in gleich drei großen Kinoproduktionen ihr Gesicht. Seitdem sie sieben Jahre alt ist, steht sie vor der Kamera. Ihrer Rolle als Idol tausender junger Mädchen ist sich die 19-Jährige dabei bewusst. Mit dem Buch „Lass Konfetti für dich regnen: Sei glücklich, nicht perfekt!“ möchte sie junge Menschen auf ihrem Weg begleiten. Klingt ausgelutscht, funktioniert bei der charmanten Thüringerin aber irgendwie gut. Sie redet über ihre Essstörung, gibt Aufgaben für mehr Selbstvertrauen und verzaubert dabei ganz ohne Besenstiel. Das und ihre 350.000 Follower machen sie zu einer echten Hoffnung des deutschen Showbusiness.

Nike van Danther: Co-Founder, Feministin, Mutter 

Collage aus vier Bildern von Dinthers Instagram

Nike – eine Modebloggerin, die lächelt

„This is Jane Wayne“ gehört zu den einflussreichsten Blogzines Deutschlands im Lifestyle-Bereich. Zehn Frauen schreiben über Mode, Interior, Kultur und viel wichtiger: was das alles zu bedeuten hat. Nike van Danther ist 29 Jahre alt und gründete gemeinsam mit Sarah Gottschalk vor sieben Jahren den Blog, der mittlerweile zum Vogue-Partner geworden ist. Mit ihren kritischen Gedanken zur Konsumgesellschaft und Themen wie Abtreibung und Frauenbewegung wird die Mutter eines dreijährigen Sohnes aber zu weit mehr als einer Modebloggerin. Vielleicht ist der Titel „Stimme einer Generation“ zu viel, Trendsetterin aber auf jeden Fall zu wenig. Soviel sei sicher: Sie ist jemand, der mit pinker Handtasche im Kindergarten für Frauenrechte kämpft.

Was haben meine drei Blogs gemeinsam?

Nike, Lisa und Joseph haben eins gemeinsam. Sie wollen die Welt ein bisschen besser machen. Sei es mit einem Rock, Konfetti oder trainiertem Oberkörper. Gleichberechtigung, Empowerment und Selbstvertrauen sind Werte, die in jedem Feed zu finden sein sollten. Vereint mit ein bisschen Ästhetik, denn wie meine Mutter und einige russische Philosophen schon immer wussten: „Am Ende rettet Schönheit die Welt“.

Johannes Schmidt on Facebook
Johannes Schmidt
Ob Interieur-Blogger, Fachredakteur oder Vorstandsmitglied – immer auf der Suche nach beispiellosem Content hilft ihm sein Talent, mit Worten zu bestechen, nicht nur beim Finden der richtigen Hashtags.