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Februar 15, 2018

Kampagnen-Check: Vom Sparkassen-Kurzausflug nach Korea

Was haben wir gelacht! Nicht nur einmal überzeugte die Sparkasse in der Vergangenheit mit Stammagentur Jung von Matt durch Kampagnen, die wirklich zum Schmunzeln brachten. Gerne erinnern wir uns an den Flitzer-Opa, den durch Wände gehenden Geldeintreiber und unseretwegen auch an die „1 gute Bank vong Vorsorge her“-Plakate. Im der neusten Kampagne nimmt die Sparkasse Bezug zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang und stellt die Betriebssprache bei Facebook mal eben auf Koreanisch um. Angepasstes Logo, neues Titelbild, selbst die Antworten auf User-Fragen – alles Koreanisch. Wie das und die zwei passenden Video-Clips bei uns ankamen -오늘 검진에서.

Screenshot des Sparkassen-Videos von Facebook zeigt Reporter vor rotem Hintergrund

Reporter kündigt die Olympischen Winterspiele auf Facebook an

 

Was wir gut finden:

  • Die Idee macht auf jeden Fall neugierig und sorgt für Aufmerksamkeit
  • Die ungewöhnliche Tanzeinlage spricht junge Zielgruppe an (Stichwort: Jugendmarketing)
  • Als Partner der Olympischen Winterspiele ist der Bezug zum Sportevent logisch
  • Bilder, Videos, Kommentare sind konsequent auf Koreanisch – Die 40.000 in Deutschland lebenden Koreaner freuen sich sicherlich
Screenshot von Facebook-Video zeigt Mann im Anzug, der Sportübungen

Sparkassen-Mitarbeiter wärmt sich für die Olympischen Winterspiele schon im Büro auf

Wo besteht noch Potential?

  • Idee scheint losgelöst und ohne Kontext im sonst so ratgeberorientierten Facebook-Feed
  • Message und Mehrwert sind nicht klar
  • Humor ist Geschmackssache, Qualität von Videoclips aber nicht
  • Das Wechseln zwischen Du- und Sie-Kommunikation sollte vermieden werden
  • Außerhalb Facebooks erfährt man nichts über die Rolle der Sparkasse bei den Winterspielen
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Fazit: Kommunikation ist kein Kurzausflug

In Korea wird das Wort „Nein“ fast immer als unhöflich wahrgenommen und sollte im Umgang mit Einheimischen sogar vermieden werden. Fragt man uns also, ob wir die neue Kampagne der Sparkasse gelungen finden, müssen wir etwas drum herum formulieren. Kommunikation muss einheitlich sein, sonst ist sie für die Zielgruppe nur schwer zu verstehen. Dass die Bank auch witzig kann, hat sie in der Vergangenheit bewiesen. Entscheiden sich Unternehmen aber für diese Form der Kommunikation, sollten sie diese in dem jeweiligen Kanal auch konsequent beibehalten, sonst kann es schnell merkwürdig werden. Wir hoffen trotzdem auf eine Berichterstattung vom Reporter und sagen bis dahin: 안녕! (Auf Wiedersehen)

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Johannes Schmidt
Ob Interieur-Blogger, Fachredakteur oder Vorstandsmitglied – immer auf der Suche nach beispiellosem Content hilft ihm sein Talent, mit Worten zu bestechen, nicht nur beim Finden der richtigen Hashtags.