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Januar 24, 2019

Wie Bewerber zu Teamplayern werden: Storytelling im Onboarding

„Der erste Eindruck zählt“ oder „Ich höre auf mein Bauchgefühl“. Ob wir nun nach dem nächsten Date suchen oder einen Bewerber von uns begeistern möchten: Employer Branding und die Suche nach dem perfekten Partner haben vieles gemeinsam. Wir als Agentur möchten uns natürlich im besten Licht präsentieren. Wir wissen aber auch, dass die Bewerbungen, die zu uns ins Haus flattern, bestimmt noch das ein oder andere Feintuning erhalten haben. Ob Praktikanten oder Trainees, als Ausbilderin und Prakti-Mutti ist es meine Aufgabe, dass es beim Recruiting matcht. Wie im echten Leben auch. Wie aus einem Super Like eine dauerhafte Geschäftsbeziehung wird – hier kommt ein Leitfaden.

Steffi und Liam von Mashup sind im Traineegespräch

1. Liebe auf den ersten Blick – die Bewerbung

Schriftzug HELLO auf KreidetafelEine Bewerbung ist wie ein gutes Buch. Die ersten Zeilen müssen mich mitreißen, damit ich am Ball bleibe. Das fängt meist schon mit der Anrede an. Jeder, der unsere Seite und unsere Social-Media-Kanäle genauer betrachtet, wird merken, dass wir untereinander einen freundschaftlichen Ton pflegen. In den meisten Fällen duzen wir auch unsere Kunden. Ein „Hallo liebe Nora“ bricht unser Eis eher als „Sehr geehrte Frau Feist“. Im Anschreiben selbst möchten wir möglichst viel über die Bewerber erfahren. Jeder, der uns kennt, weiß, dass wir Geschichten lieben. Also erzählt etwas über euch und wiederholt nicht zwangsläufig euren Lebenslauf. Denn den finden wir auf der nächsten Seite. Schreibt uns, warum ihr ein Mashie werden wollt, oder von einer spannenden Reise. Aber auch von euren Hürden oder Wegbegleitern könnt ihr hier erzählen. Wir sehen in jedem unserer Mitarbeiter einen Helden, also erzählt uns von eurer bisherigen Heldenreise. Somit springt bei uns der Funke noch schneller über.

2. Aufregung pur – das Vorstellungsgespräch

Auf einer Hauswand steht in Großbuchstaben "WE LIKE YOU, TOO :)"Beim ersten Kennenlernen mit unseren Bewerbern wird klar, ob aus dem Funken ein Feuer wird und wir uns vorstellen können, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Hier gab es schon viele Überraschungen für uns: schriftliche Bewerbungen, die uns sofort begeistert haben und aus deren Person beim Kennenlernen kaum ein Wort herauskam. Oder der andere Fall: unscheinbare Rohdiamanten, die im Bewerbungsgespräch aufgeblüht sind. Natürlich stellen wir euch viele Fragen, aber die klassischen Bewerbungsfragen werdet ihr nicht von uns hören. Erzählt uns von witzigen oder spannenden Anekdoten aus eurem Leben, wer euch inspiriert, auf welches Projekt ihr besonders stolz seid und warum. Bringt uns zum Lachen, Staunen oder Mitfiebern und wir sind Feuer und Flamme.

3. Es ist offiziell – das Onboarding

Der erste Tag ist für beide Seiten aufregend. Das Team lernt ein neues Mitglied kennen und die Mitarbeiter gleich einen ganzen Haufen neuer Menschen. Da kann der Puls schon mal etwas höherschlagen. Um den neuen Talenten den Einstieg bei uns so schön wie möglich zu gestalten, nehmen wir uns meist einen Tag Zeit, um ihnen die Agentur zu zeigen und unsere internen Abläufe zu erklären. Ganz wichtig: But first coffee! Bei einem gemütlichen Kaffee geben wir eine Einführung ins Storytelling und stellen unser Brand Book vor, das zeigt, wie wir unseren Arbeitsalltag und das Miteinander gestalten. Wir machen einen Rundgang durch die Agentur und stellen den neuen Mitarbeitern ihr Team vor. Ein kleines Begrüßungsgeschenk auf dem zukünftigen Arbeitsplatz ist hier der erste Icebreaker. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Arbeit mit unseren Tools für Neulinge oftmals eine Herausforderung sein kann. Daher haben wir Erklärvideos erstellt, die Schritt für Schritt zeigen, wie sie mit unseren Programmen arbeiten können. Je mehr Zeit wir in die Einarbeitung investieren, desto schneller arbeiten sich neue Mitarbeiter in die Materie ein.

Ein Pfeil auf dem Boden, der in zwei Richtungen weist mit einem Pärchen davor.

4. Die gemeinsame Reise – der Ausbildungsplan und die Betreuung

Eine Lehrzeit, egal ob für einen Praktikanten oder einen Trainee, sollte nie ohne Roadmap ablaufen. Daher ist eine Übersicht praktisch, welche Stationen die Newbies während ihrer Reise bei uns absolvieren werden. Jedem neuen Mitarbeiter wird daher während der Ausbildung ein Betreuer an die Seite gestellt, der die einzelnen Stationen auf dem Schirm behält und prüft. Ein regelmäßiger Blick in den Ausbildungsplan zeigt dann, welche Etappen noch angegangen werden müssen, sodass am Ende der „Mashup-Lehre“ die Praktikanten und Trainees einen Einblick in alle Stationen erhalten haben. Ganz wichtig sind auch regelmäßige Feedbackgespräche mit den Auszubildenden, um zu horchen, ob sie sich wohlfühlen und ihnen Tipps und Ratschläge zu geben. Kleiner Tipp: Bei einer Tasse Kaffee oder einem Spaziergang redet es sich gleich viel schöner. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, den Schreibtisch zu verlassen und sich etwas zu bewegen.

Eine Frau steht auf der Straße und schaut auf eine Landkarte.
Ein Leuchtturm auf einem Felsen mitten im Meer.

Fazit: Zeit investieren und Talente langfristig binden

Wer wie wir ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist, hat viele Möglichkeiten, Storytelling im Onboarding anzuwenden. Das kann zum Beispiel schon auf der Webseite geschehen, indem ehemalige Praktikanten oder erfahrene Kollegen von ihrer Geschichte beim Unternehmen berichten und potenziellen Bewerbern einen kleinen Vorgeschmack geben, was sie erwartet. Für mich persönlich als Prakti-Mutti und Trainee-Ausbilderin ist es jedes Mal aufs Neue spannend, Menschen kennenzulernen und ihnen etwas mit auf den Weg zu geben. In erster Linie sind das natürlich die Skills, die sie für die PR-Arbeit benötigen. Viel interessanter finde ich aber, wenn unsere Auszubildenden auch über den PR- und Storytelling-Tellerrand hinausschauen und ihre eigene Sicht auf die Dinge entwickeln. Dann wird aus dem anfänglichen Match auch eine spannende Reise, gespickt mit Geschichten, auf die sie mit Stolz zurückblicken können.

Teambuilding_Storytelling
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Stefanie Möser
Senior-Beraterin bei Mashup Communications
Ein Prise Gelassenheit, eine große Ladung Humor und viel Herz und Verstand: Das ist Steffis Geheimrezept für die perfekte Team-Power. Ihre Top-Tools sind immer griffbereit: Stift und Papier, denn die besten Geschichten finden sich nicht am Büro-Schreibtisch.