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März 20, 2019

World Storytelling Day: Unsere Lieblings-Markenkampagnen

Am 20. März ist wieder World Storytelling Day. Nachdem wir uns in den letzten zwei Jahren zu diesem Anlass unseren liebsten Geschichtenerzählern und Kindheitshelden gewidmet haben, stellen die Mashies euch in diesem Jahr ihre ganz persönlichen Lieblingskampagnen von Marken auf der ganzen Welt vor.

Lufthansa – #LifeChangingPlaces

Das alte Leben gegen ein neues eintauschen. Den Wert der Dinge erkennen, wenn ein Stück seiner selbst dafür hergegeben wurde: Die Kampagne von Lufthansa #LifeChangingPlaces erzählt von Orten, die das Leben eines Menschen völlig auf den Kopf gestellt haben. In diesem Video zum Beispiel wird emotional und visuell gezeigt, wie ein Star-Fotograf seinen Alltag in Kalifornien aufgab, um im kalten Norwegen das Abenteuer zu spüren. Man bekommt Einblicke in das Seelenleben des Helden, der eigentlich alles hatte, aber dennoch Sehnsucht nach etwas anderem verspürte. Als er die Lofoten-Inseln mit ihrer unberührten Natur erreichte, fand er endlich das, wonach er gesucht hatte. Storytelling, das direkt das Herz trifft und bei so einigen Fernweh aufblühen lässt.

– Mira –

Bilderbuch – Europa22

passport

Gibt es etwa einen neuen Europäischen Pass? Oder warum kursierten im Februar zahlreiche virtuelle Ausweise durch das Netz? Die Aktion, bei der unter anderem Moderator Jan Böhmermann und Außenminister Heiko Maas mitmachten, geht auf die österreichische Band Bilderbuch zurück. Auf einer eigens eingerichteten Homepage kann man den viel diskutierten Fake-Ausweis mit persönlichen Daten und Foto kreieren. Neben der politischen Botschaft teasern die Jungs die erste Auskopplung ihres neuen Albums, den pro-europäischen Song „Europa 22“, an. Über die rege Teilnahme bekannter Gesichter und den Hashtag #europa22 verbreitete sich die Aktion rasant. Für mich ganz klar – sehr gelungenes Transmedia Storytelling!

– Lisa –

HARIBO – Pico-Balla TV-Spot 2019

Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso. Den Spruch kennt jedes Kind und, da es ihn schon seit über 50 Jahren gibt, wohl auch jeder Erwachsene. Viele Jahre wurde mit dem blonden Lockenkopf Thomas Gottschalk und dem als Indianer bekannt gewordenen Bully Herbig geworben. Nun stehen Nicht-Promi-Erwachsene im Scheinwerferlicht.

Krawattenträger und Angestellte in Kostümen an einem Konferenztisch, ein Sicherheitsmann, Touristenführerin und Professor in einem Museum oder einfach eine Gruppe von Fremden an der Bushaltestelle. Sobald sie die bunten Gummibärchen erhaschen und vernaschen, verwandeln sie sich wieder in Kinder, verlieren die Hemmungen voreinander, tuscheln und lachen zusammen. Die süßen Kinderstimmen und die begeisterten Gesichtsausdrücke zaubern den Zuschauern ein Schmunzeln ins Gesicht und übermitteln eindeutig die Botschaft, dass Erwachsene sich durch Haribo nochmal wie Kinder fühlen und froh werden.

In so manchem grauen und ernsten Alltag ist der Wunsch, in eine bunte Welt einzutauchen und das Leben durch Kinderaugen zu sehen, sehr groß, sodass eine Geschmacksexplosion von Apfel bis Zitrone mit Sicherheit ein willkommener Snack ist, für Kinder und Erwachsene ebenso.

– Christina –

Google – Year in Search

Immer wieder aufs Neue spannend: Google’s Year in Search! So fasst Google jedes Jahr die meist gesuchten Suchresultate zusammen und unterlegt diese mit den packendsten Kurzvideos. Neben dem Heiratsantrag von dem Regisseur Glenn Weiss bei den Emmy Awards, dem Yodel Boy oder Bildern der geretteten Kinderfußballmannschaft in Thailand verabschiedet sich das Google Team auch von großen Persönlichkeiten, wie Hawking und Senator McCain, in ihrem Jahresrückblick 2018. Kaum eine Brand schafft es in zwei Minuten so ein Feuerwerk an Emotionen bei den Zuschauern auszulösen wie eben der US-amerikanische Suchmaschinen-Gigant. Wer hier also nicht in unter fünf Sekunden ein Wechselbad der Gefühle – von einem verzückten „Ohh, wie süß!“ hin zu schallendem Lachen oder auch Andacht – erlebt, hat wahrscheinlich das falsche Video gegoogelt…

„Good things are worth searching for.“

– Manja –

Deutsche Bahn Karriere – Willkommen, Du passt zu uns!

Ottmar, der Busfahrer, der seine eigen Frau in seinem Bus kennengelernt hat. Dana, die ihre Multi-Tasking-Fähigkeiten vom Klavierspielen als Fahrdienstleiterin im Beruf verwirklichen kann. Adam, der als IT-Portfolio-Manager das WLAN in allen Zügen verbessern will. Dimitri, der schon als Kind mit seinem Opa am Bahnhof Züge beobachtet hat und nun selbst vorne im Führerstand sitzt. Die Kampagne „Willkommen, Du passt zu uns!“ lädt junge Leute dazu ein, sich Ottmar, Adam, Dimitri oder Dana anzuschließen und eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn zu beginnen.

In Zeiten des Fachkräftemangels wird es immer schwieriger, neue Talente zu finden. Insbesondere die Besetzung von freien Ausbildungsplätzen ist auch für große Unternehmen eine Herausforderung geworden. Um den Firmennachwuchs nicht an die Konkurrenz zu verlieren, ist Kreativität gefragt. Auch die Deutsche Bahn fährt beim Kampf um neue Mitarbeiter immer neue Geschütze auf. Die Recruiting-Kampagne „Willkommen, Du passt zu uns!“ demonstriert in immer neuen Storys die Vielfalt der Berufswelt im Konzern: Lokführer, Techniker, Busfahrer, Brand Manager… Die Möglichkeiten scheinen unerschöpflich. Durch die einzelnen Videos werden anonyme Berufsbezeichnungen lebendig und wir sehen: Hinter jedem bewegten Zug steckt eine Vielzahl von Menschen, die durch ihre eigenen Geschichten dazu beitragen, dass wir mit 300 km/h im ICE durch die Bundesrepublik rasen können.

– Liam –

BVG – Arie

Beziehungen sind nicht immer einfach, im Privaten genauso wie zwischen Kunden und Unternehmen. Und da gerade die BVG und ihre Fahrgäste ein Lied davon singen können, hat die Berliner Verkehrsgesellschaft zu dem Thema direkt eine Arie verfasst. Im Vordergrund stehen dabei die Passagiere, die ihrem Ärger musikalisch Luft machen und so auf den Punkt bringen, was jeden bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nervt. Selbstironisch geht die BVG dabei mit den Missständen um und zeigt, dass sie ihren Kunden zuhört. Dabei nehmen sie Kritikern gekonnt den Wind aus den Segeln, ohne jemanden direkt anzugreifen.

– Michelle –

Apple – Bokeh’d

„Why do you hate Jacob?“ – Wie eine Kamera-Funktion für Zoff zwischen Müttern sorgen kann und dabei für Emotionen sorgt, beweist Apple mit seiner Kampagne rund um die Bokeh-Funktion. Seit Jahren überzeugt das Unternehmen mit emotionalen Geschichten, nun also gerät Software in den Fokus. Die Mütter reden über ihre Kinder und zeigen sich Bilder ihrer Sprösslinge, wie sie es eben auch immer tun und ihren großen Stolz präsentieren. Mit ihrem neuen iPhone probiert die stolze Mutter den neuen Bokeh-Effekt aus und zeigt ihrer Freundin, wie sie den Hintergrund scharf bzw. unscharf stellen kann. Bloß ungünstig, dass genau der Sohn ihrer Freundin im Hintergrund zu sehen ist: „Did you bokeh my child?“ Verächtliche Blicke kommen auf und die einst gute Stimmung im sonnendurchfluteten Wintergarten ist verflogen. Der hiesige Vergleich der eigenen Kinder mit denen der anderen ist bei vielen Eltern präsent und genau deswegen ist diese Story so authentisch und bleibt nachhaltig im Gedächtnis – nicht nur bei iPhone-Lieberhabern. Klasse, Apple!

– Tommy –

Philips – The Longest Night

Der Film um den isländischen Fischer Páll Pálsson zeigt, worum es im Brand Storytelling wirklich geht: um den Helden. Nicht das Unternehmen Philips steht hier im Vordergrund, sondern der Seemann, der seit 36 Jahren auf See arbeitet und an chronischer Müdigkeit und Apnoe leidet. Philips hilft dem Leidenden – dem Helden -– und investiert in neue Technologien für einen erholsamen Schlaf. Mit eindrucksvollen Bildern von der isländischen Rauheit der Natur, begleitet von emotionaler Musik, fühlt der Zuschauer mit dem Fischer und bekommt so eine Ahnung von seinem Leben ohne Schlaf.

– Steffi –

Aktion Mensch – Mission Zukunft

AKTION MENSCH zeigen im Rahmen ihrer Kampagne „Mission Zukunft“ einen Spot, der eine Zukunft ohne Erwachsene und daher auch ohne Vorurteile zeigt. Hier werden Kinder mit und ohne Handicap inszeniert, wie sie sich in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen, z.B. beim Business-Meeting oder auch im Taxi, problemlos behaupten. Emotional und bildgewaltig wird hier eine Vision illustriert in der dank Inklusion sogar die Reise zum Mars gelingt.

– Sara –

Lloyds Bank – The Running of the Horses

Die irische Bank Lloyds hat mal wieder einen genialen Spot gebracht. Die Hauptperson ist ein kleines Mädchen, das sich frühmorgens aus dem Haus schleicht um zum Strand zu laufen. Viele andere Leute aus ihrem Ort schließen sich ihr an. Das Mädchen und die anderen Bewohner des Ortes verstecken sich in den Dünen, um die im Sonnenaufgang den Strand entlang galoppierende Pferdeherde beobachten zu können. Fasziniert sehen sie zunächst nur zu, bis das Mädchen den ersten Schritt wagt und zu den Pferden runterläuft (die anderen folgen) und ein Hottehü streichelt.

Man sieht Menschen, die an verschiedenen Punkten im Leben stehen, mit unterschiedlichen Problemen etc., die alle die Pferde streicheln. In diesem Moment sind alle Menschen miteinander verbunden durch die Tiere. Die Pferde stehen natürlich für Lloyds, die als Mentoren Menschen in jeder Lebenslage unterstützten und begleiten. Der Spot ist wie immer wahnsinnig bildgewaltig und ich mag es sehr, dass (auch wie immer) nicht gesprochen wird und die Message trotzdem eindeutig ankommt.

– Lea –

Aviation Gin – The Process

Das Video zeigt alles, worauf es beim Storytelling ankommt. Alle Zutaten für die Geschichte sind vorhanden, es geht um die Mitarbeiter, die Produkte, einen Blick hinter die Kulissen bei der Herstellung. Wir können richtig mitfühlen, wie viel Liebe in diesem Gin steckt…

– Nora –

Nivea – Mama, du bist immer für mich da

Wenn es darum geht, den Zuschauern in wenigen Sekunden Pipi in die Augen zu treiben, ist Nivea jedes Jahr aufs Neue ganz vorn mit dabei. Die Muttertagskampagne 2018 hat es dabei sogar geschafft, eine zu Tränen rührende Geschichte mit nur einem einzigen Wort zu erzählen… Ganz nebenbei positioniert sich die Traditionsmarke dabei als Mentor, der sowohl Mamas als auch Kinder versteht und ihnen auf ihrer aufregenden gemeinsamen Reise zur Seite steht.

– Julia –

Edeka – #heimkommen

Edeka präsentierte uns im Winter 2015 diesen Werbefilm und brachte damit mehrere Menschen den Tränen nahe. Ein Großvater, der nach regelmäßigen Absagen seiner Kinder und Enkel das Weihnachtsfest alleine verbringt, trommelt seine Verwandtschaft mittels einer Todesnachricht von ihm zusammen. Die Überraschung ist groß, als der tot geglaubte Mann sich mit den Worten zeigt: „Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen?“ Sofort hat man das Bedürfnis nach dem Hörer zu greifen und jeden in der Verwandtschaft zu sagen, wie sehr man sie doch liebt und vermisst. Ein hoch emotionaler Spot, der den Zahn der Zeit getroffen hat, weil für die wichtigen Dinge im Leben anschaulich keine Zeit mehr übrig ist.

– Leah –

Birkenstock – Birkenstories

Bei Birkenstock dreht sich natürlich alles um Füße. Der Schuhhersteller hat Menschen, für die die Sandalen eine besondere Rolle spielen, nach ihrer Geschichte gefragt. So treffen sie zum Beispiel Matto Barfuss, der schon unter Geparden lebte, in der Kalahari/ Botswana zum Dreh seines neuesten Tierfilms – natürlich in Birkenstocks. Und sie erzählen von Romany Pajdak, Ballerina an der Royal Ballet Company London, für die der Gegensatz der bequemen Sandalen zu ihren engen Spitzenschuhen zur Notwendigkeit geworden ist.

– Louisa –

easyJet – Die beste Werbung? Unsere Crew

Glückliche Arbeitnehmer gibt es vielerorts. Am Flughafen vermutet man sie allerdings eher weniger. Mutierten die einst mondänen Traumjobs in den letzten Jahren doch endgültig zur Schlagzeile über geplagte Streiknehmer. Dass auch das wie alles im Leben nur die halbe Wahrheit ist, zeigt easyJet in einer neuen Social-Media-Videoreihe. Ob „Realtalk“ mit Micky, der unfassbar sympathischen Cabin Managerin, oder ein kurzes „Destination Quiz“ mit dem legendären Lennart. Die Clips sind kurzweilig, stilecht, ohne großen Aufwand im oder am Flugzeit produziert und lassen uns dank Storytelling und Heldenschau wieder hoffen, dass nicht alle Flugarbeiter heutzutage schreckliche Qualen erleiden. Kampagne erfolgreich gelandet, die PR-Passagiere klatschen.

– Johannes –

GE – Childlike Imagination

„My mom makes trains that are friends with trees.“ – Mit diesen und vielen weiteren fantasievollen Vergleichen erzählt ein junges Mädchen von dem Job seiner Mutter bei General Electric. Der Spot ist zwar schon einige Jahre alt, aber dank seiner einfachen und dennoch tiefen Message und der faszinierenden Bildsprache immer noch ein Garant für Gänsehaut.

– Miriam –

Toshiba & Intel – The Beauty Inside

Ein Mann erwacht jeden Morgen in einem anderen Körper. Mal ist er jung, mal alt, mal eine Frau. Dieser dokumentiert sein Leben jeden Tag in einem Videotagebuch – und eines Tages verliebt er sich. Dies ist eine faszinierende Prämisse, allerdings nicht ganz geeignet für Hollywood, wo Filme nur höchstens eine handvoll Stars haben. Über Social Media wurden jedoch Menschen dazu aufgerufen, als ihre ganz eigene Version der Hauptperson Alex vorzusprechen und von ihren eigenen Zweifeln zu erzählen.

Basierend auf einem Buch, mündete diese Liebesgeschichte dann in einen 45-minütigen Film, der in sechs Teilen veröffentlicht wurde, in dem Platz gelassen wurde für UGC. Am Ende wurden über 100 Alex von gewöhnlichen Personen und YouTubern in den Film eingearbeitet. Dabei wurde es geschafft, die Diskussion über innere Schönheit und Identität weiter anzuregen.

Diese Love Story, wie sie von zwei Technologieunternehmen (Intel & Toshiba) erzählt wurde, war das am häufigsten geteilte Markenvideo in der gleichen Zeitspanne wie die Olympischen Spiele und die Veröffentlichung des iPhone 5. Intel und Toshiba schlossen sich also zusammen, um die Innere Schönheit (Computerchips) zu zeigen und über die Laptops darüber zu kommunizieren.

– Roman –

Workshop

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Miriam Rupp
Miriam nimmt die Rolle des Kapitäns der Agentur ein und führt diese visionär, aber auch gut geplant und strukturiert, durch die Zeiten des Medienwandels. Sie manövriert bekannte wie auch neue Gewässer mit Begeisterung. Wer sich darauf einlässt, kann eine turbulente, mitreißende Fahrt erleben.