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Juli 31, 2019

Wien, China Airlines, Mount Pearl, Citroën – Brand Storytelling im Juli

Wenn Unternehmen uns mit ihren Geschichten zum Lachen, Weinen oder Staunen bringen, haben sie einiges richtig gemacht. Jeden Monat rücken wir einige unserer Lieblings-Aktionen und -Kampagnen ins Rampenlicht. Vielleicht ist es die Hitze – Zumindest steht der Juli im Zeichen von Marken, die uns mit einem Augenzwinkern und Selbstironie begeistern. Pünktlich zur Sommerferienzeit geht es dabei um drei Tourismus-Kampagnen aus drei unterschiedlichen Kontinenten. Dazu stand auch für eine Automarke die internationale Völkerverständigung im Fokus ihres Jubiläums.

Wien – Unrating Vienna

unrating vienna

Ob Shopping, Hotel oder Dienstleistung – Bewertungen beherrschen unsere Entscheidungen im Internet. Doch vielleicht sollten wir uns auch erstmal eine eigene Meinung bilden. Das zumindest denkt die Stadt Wien, die in ihrer Out-of-Home- und Digital-Kampagne die absurdesten Bewertungen der bekanntesten Spots auf die Schippe nimmt. Ein Stern wegen „zu wenig Türme“ bekommt zum Beispiel nur der Stephansdom von einem Besucher; der Schönbrunn Zoo immerhin zwei, mit der Begründung „I don’t like zoos“. Wien traut sich, den Vergleich zu wagen. Für diesen Mut gehört die Kampagne im Juli zu unseren Lieblingen.

China Airlines – #WhatTravelBringsYou

Von Reisen bringen wir häufig Souvenirs und besondere Erinnerungen mit. Doch manchmal auch ein paar kuriosere Andenken. Einige davon bereut man dann vielleicht auch später. Zur nostalgischen Melodie von „Something’s coming over me“ zählt China Airlines diese Geschichten auf: ein gebrochenes Bein vom Snowboarding-Urlaub, horrende Kreditkarten-Rechnungen, eine Hochzeitsurkunde aus Las Vegas oder sogar ein neues Gesicht. Doch geht es dabei weniger darum, ein Gefühl von Reue zu vermitteln, sondern dass all dies eben zu einem Reiseabenteuer dazugehören kann.

The Mount Pearl Anthem

23.000 Einwohner zählt die Kleinstadt Mount Pearl auf der kanadischen Insel Neufundland. Doch mit ihrer ganz eigenen Hymne steht sie so mancher Metropole in nichts nach. Die Herausforderung war nicht einfach: Die Stadt wollte ihre progressive und anti-bürokratische Einstellung vermitteln. Doch ansonsten gibt’s nicht viele Alleinstellungsmerkmale. „The medium is the message“, scheint daher die Devise gewesen zu sein. Von automatisierter Müllabfuhr über die Öffnungszeiten des lokalen Geschichtsmuseums bis hin zu starkem W-Lan – Mit ihrer selbstironischen Rap-Hymne betonen die Bewohner, bis hin zum eigenen Bürgermeister, all die Nicht-USPs dieses Ortes mit Leidenschaft und gemeinschaftlichem Spirit.

Aus Citroën wird Zitrön

Zu seinem 100-jährigen Jubiläum nimmt auch Citroën sich selbst auf die Schippe und kokettiert mit den Ausspracheproblemen der Deutschen. Dafür inszenierte der französische Autohersteller einen Namenswechsel: Aus Citroën wird Zitrön. Dass das nicht bei allen sofort auf Zuspruch stößt, erfahren wir am Beispiel des Autohändlers Michael Hennes. Doch am Ende wartet ein Happy End auf ihn und sein Team. Ein gelungener PR-Gag, der auch in einschlägigen Publikationen wie dem Manager Magazin oder dem tagesspiegel mit nicht minder irreführenden Headlines aufgegriffen wurde. Und auch die YouTube-Kommentare verraten, dass der Stunt gelungen ist: „Danke Citroën. Ich bin Verkäufer bei Mercedes-Benz und eure Werbung ist sensationell.“

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Storytelling Workshop Berlin

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Miriam Rupp
Miriam nimmt die Rolle des Kapitäns der Agentur ein und führt diese visionär, aber auch gut geplant und strukturiert, durch die Zeiten des Medienwandels. Sie manövriert bekannte wie auch neue Gewässer mit Begeisterung. Wer sich darauf einlässt, kann eine turbulente, mitreißende Fahrt erleben.

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