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Oktober 15, 2019

Kampagnen-Check: Moped Rider von mobile.de

Filme und Serien sind in Zeiten von Netflix, Amazon Prime und Co. so beliebt wie nie. Da ist es kaum verwunderlich, dass Unternehmen diese Verbraucher-Vorliebe für sich und ihr Image nutzen: Einige Marketing-Kampagnen punkten mit geschickt platzierten Verweisen auf aktuelle Film- und Serien-Formate. Eine besonders gelungenes Beispiel ist die neueste Kampagne „Haus des kleinen Geldes“ von Lidl – nachzulesen und anzuschauen in unserem Blogpost zum Storytelling im September. Doch auch ältere Produktionen erfreuen sich großer Beliebtheit und haben mittlerweile sogar Kultstatus erreicht.

Für Titel wie „Das A-Team“ oder „Baywatch“ scheint die Fan-Euphorie ungebrochen. Dieses Potenzial hat auch mobile.de erkannt und für seinen neuesten Spot keinen Geringeren als David Hasselhoff aka Michael Knight aus der 80er-Jahre-Serie „Knight Rider“ verpflichtet. Für den Online-Fahrzeugmarkt geht The Hoff in der Kampagne „Moped Rider“ ein weiteres Mal auf Verbrecherjagd, an seiner Seite natürlich ein sprechendes und intelligentes Gefährt. Doch anstelle des hochmotorisierten K.I.T.T. steht ihm nur ein Moped zur Verfügung. Dieses eignet sich leider so gar nicht für eine Verfolgungsjagd. Die Lösung? Seht selbst.

David Hasselhoff in "Moped Rider"

Quelle: mobile.de

Vom Autoliebhaber für Autoliebhaber

Autos fahren und eines besitzen ist in Deutschland sehr beliebt: Über 75% der privaten Haushalte verfügen über einen oder mehrere Pkw. Die Anforderungen an den fahrbaren Untersatz sind dabei so verschieden wie die Menschen selbst. Vom Geländewagen über Limousinen bis hin zum Motorrad – Möglichkeiten gibt es für den Endverbraucher zahllose. Genau hier setzt mobile.de an. Im Falle von David Hasselhoff sind diese Anforderungen wohl recht eindeutig: Geschwindigkeit, Intelligenz und cooler Look. Musste er auf all dies zunächst verzichten, sind die Angebote auf mobile.de nun sein Retter in der Not: Der neue K.I.T.T. ist scheinbar nur einen Klick entfernt und der „Moped Rider“ kann erneut zum „Knight Rider“ werden.

David Hasselhoff ist selbst bekennender Autoliebhaber, was einer der Gründe sein dürfte, warum er als Markenbotschafter ausgewählt wurde. Dass er außerdem ein uns nicht ganz unbekannter Medien-Profi ist, könnt ihr in dem Blogpost „Don’t hassel The Hoff: Was sich Startups vom Medienprofi abschauen können“ nachlesen. Zudem passt Knight Rider gut in das heutige Zeitalter der Mobilität und der „Smart Cars“. Was in der Serie noch nach Science-Fiction aussah, ist mittlerweile Realität geworden. So spricht die Kampagne „Moped Rider“ vor allem Fans der Kultserie an. Begleitet wird sie von einem Gewinnspiel auf Facebook, speziell kreierten GIFs und einer eigenen Website.

Von „Viel zu langatmig“ bis hin zu „Ich hab‘ mich scheckig gelacht“: Über Humor lässt sich eben nicht streiten

Was wir gut finden:
  • Die Kampagne ist ganz im Stil des 80er-Jahre-Klassikers gehalten und weckt Erinnerungen bei den Fans der Serie
  • In der Umsetzung steckt viel Liebe zum Detail
  • Die Bildgestaltung ist schön und passt zur Action-Serien-Aufmachung, gelungener Retro-Look
  • Auto-Fan Hasselhoff passt, nicht nur aufgrund des Knight-Rider-Bezugs, zur Marke
  • Die Kampagne lebt von witzigen und schrägen Momenten
Wo noch Luft nach oben ist:
  • Der Spot ist mit über zwei Minuten etwas langatmig, es ist fraglich ob alle Zuschauer bis zum Ende schauen
  • Die Erwartungen von der Auflösung am Ende werden enttäuscht, diese ist doch ziemlich platt
  • Uns fehlt der Mehrwert der Kampagne
  • Wo kommt eigentlich die Rampe her, mit der The Hoff über die Brüstung springt?

Die Kampagne „Moped Rider“ von mobile.de lässt die meisten von uns mit gemischten Gefühlen zurück. Zwar schafft es mobile.de die Message herüberzubringen: Bei dem Online-Fahrzeugmarkt findet jeder das passende Gefährt. Doch ist vielen die Story zu platt und der Mehrwert fehlt. Fans der Serie Knight Rider zeigen sich zwar begeistert. Jüngere Generationen dürften mit der Aufmachung allerdings nicht allzu viel anzufangen wissen. Diese wirkt da schnell übertrieben. Generell steckt in der Kampagne noch einiges an Potenzial. Es bleibt also spannend, was mobile.de in Zukunft daraus macht.

Auch im letzten Kampagnen-Check haben wir uns schon im weitesten Sinne mit Mobilität beschäftigt: Bei der Kampagne „Spotify for the Ride“ geht es um Parkplatz-Situationen, die den meisten bekannt vorkommen dürften. Der Lieblingssong läuft noch und so stellt sich die Frage: Aussteigen, sitzen bleiben, oder weiterfahren?

Workshop

Storytelling Workshop Berlin

Beratung

Anna-Lina Pyrskalla
Anna-Lina liebt Worte und das Arbeiten am Text, hier kann sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und spannende Geschichten entdecken. Wenn der Kopf raucht, findet die begeisterte Yogini Ruhe und Kraft bei einem entspannenden Flow. Namaste.