Employer Branding: 5 Tipps zum Umgang mit Arbeitgeber-Bewertungen auf kununu

Employer Branding und PR für Arbeitgeber haben sich in Zeiten von Social Media massiv geändert. Dank Bewertungen von Mitarbeitern profitieren Bewerber von einer nie dagewesenen Transparenz über die wirklichen Verhältnisse hinter den Kulissen eines Unternehmens. kununu ist mit etwa 300.000 Bewertungen und durchschnittlich 1,5 Besuchern pro Monat die größte und professionellste Plattform für Arbeitgeberbewertung im deutschsprachigen Raum. Seit 2013 gehört die kununu GmbH zur XING AG, dem größten deutschsprachigen Business- und Recruiting-Netzwerk. Auf Basis identischer Unternehmensnamen werden daher mittlerweile Unternehmens-Profile auf beiden Seiten automatisch integriert.

Auf der Webseite von kununu steuern die Besucher bestimmte Unternehmen gezielt an. Aber auch indirekt geht die SEO-Strategie von kununu auf, wenn Bewerber sich zum Beispiel mithilfe von Google über potentielle Arbeitgeber erkunden. Nicht nur bei der Suche nach dem Unternehmensnamen erscheint das kununu-Profil häufig weit vorn:

Auch bei allgemeinen Karriere-relevanten Kriterien und Suchbegriffen, wie Work-Life-Balance oder Weiterbildung, erscheint das Bewertungsportal mit entsprechenden Profil-Empfehlungen in den Suchergebnissen.

Für Unternehmen ist es daher unerlässlich, sich mit Plattformen, wie kununu auseinanderzusetzen und passend zu agieren bzw. zu reagieren. Fünf Tipps von uns fassen die wichtigsten Szenarien zusammen.

  • 1. Arbeitgeber sollten Plattform wie diese und möglicherweise öffentlich geäußerte Kritik darauf nicht scheuen, sondern aktiv mitgestalten und den Dialog pflegen. Wie man gerade am letzten Beispiel sehen kann, birgt dies auch viele Vorteile für Unternehmen. Über gut gepflegte Firmenprofile, Integration von Stellenanzeigen oder Recruiting-Videos sowie Kommentaren erreicht man auf direktem Weg eine höchst relevante Zielgruppe.
  • 2. Bewerter haben in den wenigsten Fällen die Absicht, ihrem Unternehmen zu schaden, sondern wollen meist auf tatsächliche Baustellen oder auch Glanzleistungen hinweisen. Arbeitgeber sollten für dieses Feedback dankbar sein und darauf eingehen. Die erste Amtshandlung nach dem Erfassen eines möglichen Kritikpunktes (regelmäßiges Monitoring vorausgesetzt) ist daher, dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Ist die Kritik berechtigt? Wenn ja, welche Maßnahmen zur Verbesserung sollten ergriffen werden? Zudem haben Personalverantwortliche die Möglichkeit, einen Arbeitgeber-Account anzulegen und zu den Bewertungen öffentlich Stellung zu beziehen, oder sich auch für Lob bedanken. Wie Unternehmen mit Kritik umgehen, ist für Bewerber häufig ein viel wichtigeres Signal als die Kritik selbst.
  • 3. Glückliche Mitarbeiter sind das Aushängeschild jedes erfolgreichen Unternehmens und das Ergebnis guter Personalpolitik. Häufig sind es aber gar nicht die bestehenden, zufriedenen Mitarbeiter, die sich öffentlich zu ihrem Arbeitgeber äußern. Sowohl nach innen als auch nach außen kann man daher nur gewinnen, indem man eine offene Feedback-Kultur signalisiert und Mitarbeiter aktiv einlädt, ihre Bewertungen abzugeben.
  • 4. Treten Fälle falscher Behauptungen auf, so sollte man den Service von kununu kontaktieren und belegen, dass die abgegeben Bewertungen nicht der Wirklichkeit entsprechen.
  • 5. Auch als Chef hat man die Möglichkeit, für den Nutzer transparent eine Bewertung abzugeben, was man ebenfalls wahrnehmen sollte. Dabei sollte es aber bei einem, echten Beitrag bleiben. Die Fälschung von Bewertungen als Gegenstrategie kann nur nach hinten losgehen. Die Nutzer erkennen solche Manipulationen meist sofort, was dem Image eines Arbeitgebers wesentlichen Schaden einbringen kann.

Neben kununu gibt es eine Reihe weiterer Arbeitgeber-Bewertungsportale, die man ebenfalls im Blick behalten sollte. Im deutschsprachigen Raum gibt es unter anderem noch folgende weitere Plattformen, wie: Jobvoting.de, Meinchef.de und Meinpraktikum.de.

Miriam Schwellnus

Miriam Schwellnus ist Expertin für Public Relations, Brand Storytelling und Employer Branding. Als Geschäftsführerin der Berliner PR-Agentur Mashup Communications (gegründet 2009) manövriert sie bekannte wie auch neue Gewässer in der Medienwelt mit Begeisterung.

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