Bitte nicht so: Kundenanfragen aus der Hölle

Über die Jahre haben uns schon mehr als 1.000 Kundenanfragen erreicht. Während 99 Prozent der E-Mails ganz normal, freundlich und respektvoll waren, gab es aber auch einige Perlen besonders skurriler oder dreister Wünsche. Wir haben das Best-of hier für euch aufgelistet. Nur für Rechtschreibung oder zur Anonymisierung leicht abgeändert, ansonsten im Original-Wortlaut. Viel Spaß!

1. Der Notruf: „Hallo, Brauchen euch, bitte melden.“

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2. Geht uns genauso: „Ich kann nur dann Leistungen bezahlen, wenn ich Einnahmen habe, früher leider nicht.“

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3. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete: „Würde mich freuen, mit Dir über den Launch zu sprechen. Termin ist UK/DE in den nächsten 1-2 Wochen.“

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4. Wie, es ist nicht umsonst? „Vielen Dank für die Zusendung des Konzepts. Klingt sehr spannend. Jetzt brauchen wir lediglich noch einen Investor, der uns das finanziert.“

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5. Selbstreflektiert, wenn auch nicht gerade motivierend: „Ziel ist ein kontinuierlicher Linkaufbau, denn wir fallen in Google. Ein Grund hierfür ist sicherlich unsere Website. Ist leider noch nicht optimiert für mobile Endgeräte. Die Social Media Kanäle (facebook) und der Blog sind verwaist.“

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6. Sorry, aber sie (oder er) ist uns dafür zu wertvoll: „Wenn Du ein Paket hast, das super klein ist (kannst du eine Praktikantin abstellen?), meld dich doch nochmal.“

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7. Zwölf Euro für einen internationalen Blogger ist auch echt übertrieben hohes Budget: „Zusammenfassend werden somit folgende Leistungen angefragt: Akquirieren von 20-30 internationalen Bloggern (Minimum aus 6 Ländern). Darüber hinaus, dass diese Blogger für eine Stunde (15.30 bis 16.30 Uhr) am Stand vor Ort sind. Es werden keine Kosten für den Transport der Blogger oder deren Übernachtung übernommen. Auch der Eintrittspreis für die Messe ist nicht Bestandteil der Leistungen.“

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8. Ist da jemand neidisch?: „Nun hat Herr XY gesehen, wie toll die Marke [Konkurrent] auf facebook wirbt, und möchte das auch. Natürlich sofort.“

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9. Blogger-Honorare, die Zweite. Wir erhöhen. Auf 15 Euro: „I’m interested in working with the biggest influencers on the German market. In exchange of their time, they will collect points who can be redeemed in vouchers for Amazon and iTunes.“

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10. Achso, unser Job ist dann nur noch unsere Kontakte mit Belanglosigkeiten zuzuspamen: „Für die vertriebsunterstützende Promotion der neuen Online-Submarke soll die angehängte Pressemitteilung Anfang Oktober größtmögliche Reichweite bekommen.“

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11. Da wird’s einem schon ein bisschen mulmig bei: „This opportunity was brought to our desk yesterday from the [hier bitte ein Land mit dubiosem Führungsstil einfügen] Government. After the Revolution attempt which took place some days ago, they wish to positively influence the country’s reputation worldwide. They have asked us to provide them until noon tomorrow with a list of 10 top twitter influencers from each country we operate at. They would ask these twitter influencers to tweet two different tweets containing texts provided by the government.“

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12. Fehlt nur noch der 360-View um das A-Level zu raisen: „Daher besteht die Möglichkeit bestimmte main Pieces extra zu featchern und über ein evtl. Product Placement nachzudenken. Je nach Größe des Sponsorings gibt es eine Danksagung, Logopresens oder placement im Film.“

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13. OMG, DÜRFEN wir wirklich dabei sein?: „Wir suchen keine Positionierungs- oder Strategiefindungen sondern handfeste Vorschläge für (PR-) Actionplans mit Kosten/Nutzen Erwartung, z.B. eine PR-Aussendung an folgende passende x Online- und y Printmedien machen wir für z Euro und rechnen dabei auf so und so viel Artikel. Dies sollte n-mal pro Jahr gemacht werden. Natürlich mit der Aussicht auf internationales Wachstum, bei dem ihr dann dabei sein dürft. Und bitte unter Berücksichtigung der eingeschränkten finanziellen Mittel.“

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14. Chance, Chancen, überall nur Chancen: „Daher sehen wir hier eine proof of concept Phase, die gleichzeitig für euch eine Opportunity bedeutet gleichermaßen mit weiteren Gesellschaften arbeiten zu dürfen.“

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Miriam Schwellnus

Miriam Schwellnus ist Expertin für Public Relations, Brand Storytelling und Employer Branding. Als Geschäftsführerin der Berliner PR-Agentur Mashup Communications (gegründet 2009) manövriert sie bekannte wie auch neue Gewässer in der Medienwelt mit Begeisterung.

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