Heiße Themen statt kalter Kaffee – Speaker Opportunities: Top oder Flop?

Viele Startups und junge Unternehmen wollen Aufmerksamkeit generieren, ohne groß investieren zu müssen. Gibt es noch Neuland, jenseits der ausgetretenen Pfade von klassischer Pressemitteilung bis zur Werbeanzeige? Zugegeben Workshops, Vorträge, Diskussionsrunden und andere Speaker Opportunities sind nicht die erste PR-Aktion, an die Jungunternehmer denken. Langweilige Monologe, Anzugträger und schlechter Filterkaffee sind nur einige Abturner, die einem etwa beim Wort „Konferenz“ in den Kopf kommen. Zu Unrecht! Genauer hingeschaut, bergen solche Events unheimlich viel Potenzial. Denn ganz ehrlich: Wie oft ergibt sich die Gelegenheit, Idee und Vision seines Unternehmens eigenhändig (oder besser: eigenmündig!) einem großen Publikum von Branchen-relevanten, interessierten Zuhörern und Medienvertretern zu Ohr kommen zu lassen? Eben!

Klar, sollte beachtet werden, dass besonders prominente Veranstaltungen zum einen bereits sehr früh mit hochkarätigen Referenten besetzt und für No-Name-Speaker nicht unbedingt kostenlos sind. Außerdem frisst die Vorbereitung Zeit für Thementeaser, Präsentation und natürlich An- und Abreisen, aber das Klinken putzen lohnt sich auf lange Sicht. Wenn die Vorbereitung stimmt, bieten Speaker Opportunities auch für junge Unternehmen und Startups einige Vorteile:

I Want You – Die Qual der Wahl.

Wichtig ist es, sich die Veranstaltungen auf denen Reden gehalten werden können, gut auszusuchen, denn nicht jeder Auftritt eignet sich für jedes Unternehmen gleich gut. Wichtig ist, dass das Thema und die Zielgruppe der Veranstaltung relevant sind für das Unternehmen.

„Wie ist die mediale Resonanz? Welche Medienvertreter werden vor Ort sein, bei denen ich mich auf Dauer als Experte positionieren möchte? Ist ein Vortrag, eine Workshop-Leitung oder eine Diskussionsteilnahme für meine Idee wirkungsvoller?“

Tell Me What You See – Visibility

Egal ob Referat, Moderation oder Workshop, der öffentliche Auftritt auf Fachtagungen und -konferenzen bietet im besten Fall genau das, was gerade Jungunternehmer am dringendsten brauchen: Sichtbarkeit. Nirgendwo sonst gibt es eine bessere Möglichkeit direkt, also im wahrsten Wortsinn “face-to-face“ mit Menschen in Kontakt zu treten, die sich gerade für ein spezielles Themengebiet interessieren. Außerdem gibt es nach der Rede auch Zeit gleich angesprochen und in engerem Kreis ins Gespräch kommen. Da ist vorteilhaft, dass zudem immer einige Medienvertreter vor Ort sind, die eventuell an einem Interview interessiert wären oder zumindest Statements in ihren Artikeln aufgreifen.

I Want To Tell You – Storytelling

Speaker Opps eignen sich durch ihre Möglichkeit der längeren ungestörten Rede perfekt zum Storytelling – durch spannende oder emotional aufgebaute Geschichten werden beim Publikum Gefühle zu einem Thema oder einer Marke geschaffen. Durch den aktuellen Bezug seines Themas, kann hier das Publikum von der eigenen Vision und  Idee überzeugt und subtil auf seine eigenen Produkte und Lösungen aufmerksam machen werden.

„Welchen „Need“ meiner Zuhörer kann durch mich oder mein Produkt bedient werden? Wie kann ich – im Großen gesprochen – die Welt mit meiner Idee bereichern und mich als Experte auf meinem Gebiet etablieren und positionieren?“

The End – Fazit

Einige Minuten Rampenlicht lohnen sich in vielerlei Hinsicht. Vor allem, wenn der Auftritt als Möglichkeit genutzt wird, zu networken, in Dialog mit Gleichgesinnten zu treten oder auch zu polarisieren. Nur so werden Zeichen gesetzt, eine relevante Stimme aufgebaut oder der eigene Wiedererkennungswert gesteigert. Wer sich gut über die Kosten und Nutzen einer Speaker Opp informiert und vorbereitet hat und ein Publikum mit Leidenschaft für seine Idee anstecken und begeistern kann, ist auf dem Rednerpult gut aufgehoben.

Redaktion

Das Redaktionsteam von Mashup Communications, der Berliner Agentur für PR und Brand Storytelling (gegründet 2009), besteht aus erfahrenen Expert:innen zu den Themen PR, Content Marketing, Employer Branding, KI und Storytelling.

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