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Unsere KI-Prinzipien, Teil 5: KI erleichtert die Zusammenarbeit, nicht die Verantwortung

Unsere KI-Prinzipien: Takt in der Zusammenarbeit, Bildquelle: Shutterstock

Manchmal ist es nur ein Satz in einem Kundenbriefing, der alles ändert. Ein Halbsatz, fast beiläufig gesagt, der zwischen den Zeilen eine Sorge, ein Ziel oder eine verborgene Geschichte offenbart. Wer genau hinhört, erkennt diesen Moment, in dem Kommunikation mehr ist als Inhalt.

In solchen Situationen hilft keine künstliche Intelligenz. Hier braucht es Takt.

Und genau deshalb ist „Takt“ eines unserer zentralen KI-Prinzipien. Denn bei allem, was uns KI erleichtert, ersetzt sie nie unser Fingerspitzengefühl.

Kommunikation ist mehr als Automatisierung

Wir setzen KI bewusst ein, um Abläufe zu vereinfachen: bei Briefings, Recherchen, der redaktionellen Aufbereitung komplexer Inhalte oder der Dokumentation von Meetings. Das spart Zeit, bringt Tempo und sorgt dafür, dass wir den Kopf frei haben für das Wesentliche: die zwischenmenschliche Ebene der Zusammenarbeit.

Wer mit Menschen arbeitet – mit Kund:innen, Journalist:innen, Partnern – weiß: Jeder Kontakt ist individuell. Jeder Austausch ein kleines soziales Geflecht. Künstliche Intelligenz zieht keine Schlüsse daraus, wenn eine Stimme im Gespräch leiser wird. Sie erkennt keinen Subtext. Wir schon.

Was wir tun – und was (noch) nicht

KI begleitet viele unserer internen Prozesse – vor allem dort, wo es um Struktur, Effizienz und erste Impulse geht. Zum Beispiel:

  • bei der Vorbereitung und Verdichtung von Briefings
  • in der Recherchearbeit und Datenauswertung
  • bei der Dokumentation von Meetings
  • in der Redaktion und Strukturierung erster Textentwürfe
  • und in strategischen Vorüberlegungen, etwa zur Positionierung

Nicht Teil unseres Repertoires sind KI-generierte Inhalte, bei denen Echtheit und Einfühlungsvermögen im Vordergrund stehen – etwa in der Kundenberatung, der Krisenkommunikation oder im direkten Austausch mit Journalist:innen.

Auch vollständig automatisierte Touchpoints mit Stakeholdern, wie etwa KI-gestützte Avatare, sind für uns aktuell bewusst kein Thema. Wir erzählen echte Geschichten von echten Menschen.

Zusammenarbeit mit der KI, Bildquelle: Shutterstock

Wo die Maschine hilft – und wo der Mensch führt

In einem unserer letzten Projekte hat eine KI eine Mitarbeiterin durch ein komplexes Datenauswertungstool geleitet. Der Prompt war präzise, das Ergebnis hilfreich. Doch der entscheidende Gedanke dazu kam von ihr: „Ich leite die KI an – damit sie mich anleiten kann.“

In anderen Fällen ist es umgekehrt: Wir geben der KI Aufgaben, die keine Sensibilität verlangen, wie etwa die Zusammenfassung eines 30-seitigen Input-Dokuments oder die Auswertung einer Umfrage. Aber immer mit dem klaren Bewusstsein: Wir sind der Taktgeber.

Unsere KI-Prinzipien: Zusammenarbeit ist Verantwortung

Was gute Zusammenarbeit für uns ausmacht? Offenheit. Ehrlichkeit. Vertrauen auf Augenhöhe. Und das Bewusstsein, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist.

KI kann unterstützen, aber nicht verbinden. Gerade in sensiblen Kontexten – etwa in Krisenszenarien oder bei der persönlichen Beratung – verlassen wir uns auf unsere Intuition, unser Teamgefühl und unsere Erfahrung. Da, wo es auf Zwischentöne ankommt, ist menschliches Einfühlungsvermögen durch nichts zu ersetzen.

Wir glauben an das Potenzial, das KI uns schaffen kann. Noch haben wir vielleicht kein Projekt, in dem sie messbar mehr Zeit für kreative Höchstleistungen freigespielt hat. Aber wir wissen, dass dieser Raum entsteht, wenn wir Technik mit Haltung verbinden.

Miriam Schwellnus

Miriam Schwellnus ist Expertin für Public Relations, Brand Storytelling und Employer Branding im KI-Zeitalter. Als Geschäftsführerin der Berliner PR-Agentur Mashup Communications (gegründet 2009) manövriert sie bekannte wie auch neue Gewässer in der Medienwelt mit Begeisterung.

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