Am 20. März feiern wir als Agentur für Brand Storytelling wieder unseren absoluten Lieblingstag: den World Storytelling Day! Dafür sammeln wir traditionell besondere Geschichten unserer Mashup-Crew. Dieses Mal haben wir als Thema “Mentor:innen” gewählt zusammen mit der Frage: Welcher Mentortyp bist du oder möchtest du gern sein?
Zur Erklärung für alle Storytelling-Laien: In jeder Geschichte gibt es einen Mentor oder eine Mentorin, ohne die der Held oder die Heldin gar nicht befähigt sein würde, das Abenteuer zu beginnen. Denn die Mentor:innen stehen ihren Schützlingen stets zu Seite und sind genauso wichtig wie der Held oder die Heldin selbst.
Mentor:innen in Geschichten haben vor allem folgende Funktionen:
In seinem Buch „Story Wars“ unterscheidet der Storytelling-Experte Jonah Sachs 15 verschiedene Mentor-Archetypen, die sich mit ihren Eigenschaften und Werten an die unterschiedlichen Wachstumsbedürfnisse und Werte ihrer jeweiligen Held:innen richten.
Von Architektin über Muse und Orakel bis hin zum Friedenswächter – die Vielfältigkeit unseres Teams zeigt sich auch in ihren Mentorrollen.
In meiner Rolle als Teamleitung und auch Ausbilderin unserer Trainees bin ich als Mentorin eine Mischung aus Magierin und Orakel. Wenn Trainees ihren ersten Text für einen Kunden schreiben, klingt der oft wie frisch aus der Uni: sehr korrekt, sehr lang, sehr viele Schachtelsätze.
Und damit ziemlich weit weg von dem, was bei uns funktioniert. Kenne ich selbst auch nur zu gut: Been there, done that! 😅
„Dann feilen wir gemeinsam so lange, bis die Botschaft klar ist und sich der Text gut liest. Mein liebster Tipp dabei: Schreib’s so, als würdest du’s deinen Freund:innen erklären, nur eben professioneller. In dem Moment passiert meistens die Verwandlung: Aus kompliziert wird verständlich, aus „Ich weiß nicht, ob das gut ist“ wird „Okay, so kann ich das abgeben!”. Ich bringe dabei Dinge in Bewegung, wenn sie festhängen. Immer mit frischen Blickwinkeln, Mut zum Ausprobieren und dem Anspruch, dass Arbeit auch Spaß machen darf.“
Manja Rehfeld, Teamlead bei Mashup Communications
Gleichzeitig gebe ich Orientierung, damit aus Ideen Entscheidungen werden: Wo liegt gerade der Fokus, was ist wirklich wichtig und was ist der nächste Schritt, der für die einzelne Person und fürs Team Sinn macht und machbar ist? Über die Jahre habe ich aus Projekten, aus Fehlern, aus „hat funktioniert“ und „machen wir nie wieder so“ viel Erfahrung gesammelt. Genau das gebe ich weiter, damit mein Team schneller handlungsfähig wird und sich weiterentwickelt. Mein Ziel dabei: Niemand muss es so machen wie ich. Jede:r darf den eigenen Stil finden. Im besten Fall natürlich klarer, sicherer und mit einem Kompass, der auch dann hält, wenn’s stressig wird.
Manjas eigene Heldenreise bei Mashup von der Praktikantin bis zu ihrer Rolle als Teamleitung, kannst du hier nachlesen:
Ich erkenne mich in der Närrin, der Rebellin und der Detektivin wieder, weil alle drei etwas verkörpern, was mich im Kern ausmacht. Die Närrin erscheint verlässlich in Momenten, in denen der Raum zu voll mit Ernsthaftigkeit und zu leer mit Sauerstoff ist.
Humor ist für mich ein ziemlich elegantes Werkzeug, um Spannungen zu lösen und festgefahrene Gedanken durchzulüften. Selbstironie gehört dabei zum Handwerkszeug, denn wer sich selbst nicht auf die Schippe nehmen kann, nimmt sich in der Regel zu ernst und das merkt man.
Die Rebellin meldet sich, wenn ich Ungerechtigkeit oder blinden Gehorsam spüre. Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Authentizität und Integrität und kann nur schwer akzeptieren, wenn etwas nur deshalb Bestand hat, weil „man es eben so macht“. Dann habe ich den Impuls, freundlich aber bestimmt den Finger in die Wunde zu legen. Nicht aus Lust am Widerspruch, sondern weil ich glaube: Veränderung beginnt dort, wo jemand den Mut hat, eine andere Perspektive laut auszusprechen.
Und schließlich die Detektivin, die eigentlich nie wirklich abschaltet, was im Urlaub gelegentlich ein Problem darstellt. Ich höre zwischen den Zeilen, nehme Stimmungen wahr und erkenne Muster. Was jemand sagt, ist oft interessant. Was jemand nicht sagt, meistens noch viel mehr.
Als Magierin glaube ich an die Kraft der Vorstellung. Ich vertraue darauf, dass Veränderung nicht nur möglich, sondern auch gestaltbar ist – sei es an der Meetingskultur oder am gesellschaftlichen Miteinander.
Ich liebe es, kreative Lösungen zu finden und Raum für neue Perspektiven zu eröffnen, wenn andere sagen: „Das geht nicht.“ Ein Sabbatical machen oder in Teilzeit einen Roman schreiben? Als Rebellin hinterfrage ich alte Strukturen und breche mit dem Status quo. Ich stelle Regeln infrage und möchte Menschen ermächtigen, ihr eigenes Feuer zu entfachen und die Welt auf ihre Weise zu verändern.
Lies hier auch Alex‘ Story über ihren anfangs steinigen Weg bei uns:
Ich würde mich selbst als eine Mischung aus Närrin, Muse und Kapitänin beschreiben. Zum einen überwiegt meist die Neugier an unbekannten Sachen meine anfängliche Skepsis und Faulheit.
Zum anderen bin ich diejenige, die andere Menschen gern inspiriert, motiviert und mit der Macht des Humors aus der Reserve lockt. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn ich Workshops gebe oder Vorträge halte, sei es für uns intern, für Unternehmen oder auf Konferenzen. Ich finde selbst nichts ermüdender als die Verlesung langweiliger Fakten, wo am Ende nichts hängen bleibt.
Deshalb möchte ich den Menschen auch immer eine gute Zeit bieten, während ich ihnen neue Storytelling-Techniken beibringe oder Verbesserungen in ihrer Kommunikation aufzeige. Zudem sehe ich mich als Vorbild in unserer Agentur, das stets an das Happy End glaubt, anderen Mut zuspricht und ihnen durch eigene Erfahrungen mögliche Lösungen zeigt.
Als Architektin mag ich es, wenn aus vielen Ideen etwas entsteht, das am Ende wirklich trägt. Ich arbeite gern strukturiert, teile mir Aufgaben gut ein und gehe Schritt für Schritt vor.
Wenn es hektisch wird, hilft mir eher ein klarer Plan als noch mehr Tempo. Ich versuche dann erstmal Ruhe reinzubringen und zu schauen, was wirklich wichtig ist.
Die Detektivin zeigt sich bei mir immer dann, wenn mir noch ein Puzzleteil fehlt. Dann lese ich mich ein, recherchiere, frage nach und bleibe dran, bis ich ein Thema wirklich verstanden habe. Ich habe gemerkt, dass mir das richtig Spaß macht. Dieser Moment, wenn plötzlich alles Sinn ergibt und man merkt, jetzt kann ich das auch einfach erklären.
„Ein kleiner Moment aus den letzten Wochen passt dazu gut. Ich hatte abends einen Text vor mir, der sich irgendwie noch nicht richtig rund angefühlt hat. Ich wusste, dass die Idee stimmt, aber irgendetwas hat noch gefehlt. Dann kamen ein paar Denkanstöße aus dem Team, ich habe den Text liegen lassen und am nächsten Morgen nochmal mit frischem Blick draufgeschaut. Und plötzlich war es klar. Zwei Sätze waren zu viel, ein Punkt musste weiter nach oben und eine Formulierung durfte einfacher sein. Kein großer Zauber, eher dieses Zusammenspiel aus Feedback, etwas Abstand und einem neuen Blick.“
Katrin Lenz, Trainee bei Mashup Communications
Und dann ist da noch die Pionierin, die ich bewusst stärker werden lassen möchte. Ich möchte mutiger werden, Ideen früher aussprechen und meinem eigenen Blick mehr vertrauen. Nicht alles ewig drehen und überlegen, sondern auch mal sagen: Ich glaube, das könnte funktionieren. Als Mentorin möchte ich deshalb jemand sein, der Struktur reinbringt, neugierig bleibt und andere ermutigt dranzubleiben. Im besten Fall fühlt sich danach vieles klarer an und der nächste Schritt wirkt plötzlich machbar.
Obwohl die Verteidigerin oft mit Tradition assoziiert wird, sehe ich in ihr – und in mir – eine kampfeslustige Beschützerin auf dem Weg in die Zukunft. Mir geht es nicht nur darum, unsere Agentur zu verteidigen, sondern vor allem unsere Werte, Prinzipien und Menschlichkeit.
Mit diesem Kern an Resilienz bin ich dann wiederum als Pionierin gewappnet, dem Unbekannten zu begegnen, neue Routen zu erschließen und an unseren gemeinsamen Mut und Optimismus zu appellieren.
Lies dazu auch Miriams Blogpost darüber, wie Storytelling unser Werkzeug für Resilienz, Purpose und Orientierung ist:
Die Muse kommt zum Vorschein, wenn es darum geht, Menschen oder Marken zum Strahlen zu bringen. Ich stehe gern hinter der Kamera, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Mir macht es Spaß, Ideen so umzusetzen, dass andere darin glänzen können.
Wenn aus einer ersten Idee ein Bild, ein Video oder eine Geschichte entsteht, die genau den Ton trifft, ist das für mich der beste Moment. Inspiration entsteht für mich oft im Machen, beim Ausprobieren, beim kreativen Herumdenken und manchmal auch einfach beim Mut, etwas anders zu machen.
Der Detektiv steckt in meiner Neugier. Ich beobachte viel, sammle Eindrücke und versuche zu verstehen, warum etwas funktioniert oder eben nicht. Trends, neue Formate oder kreative Ansätze faszinieren mich, aber genauso interessiert mich, was hinter ihnen steckt. Dieses kleine Puzzle aus Ideen, Beobachtungen und Recherche zusammenzusetzen, macht mir Spaß. Oft entstehen daraus neue Impulse für Projekte oder kleine kreative Kniffe, die man ins Team zurückspielen kann.
Und dann ist da noch der Friedenswächter. Mir ist die Stimmung im Team unglaublich wichtig. Gute Ideen entstehen für mich dort, wo Menschen gern zusammenarbeiten und sich wohlfühlen. Ich bin eher jemand, der nicht laut vorprescht, sondern versucht, Ruhe reinzubringen, zuzuhören und Verlässlichkeit zu geben. Wenn am Ende nicht nur ein gutes Ergebnis entsteht, sondern auch der Weg dorthin Spaß gemacht hat, dann fühlt sich das für mich richtig an.
In unserem Team kommen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten zusammen und ich finde genau das besonders spannend. Ich selbst bin wohl eine Mischung aus Friedenswächterin und Architektin.
Einerseits bin ich sehr empathisch und oft der Ruhepol, wenn es im Alltag mal hektisch wird. Mir ist wichtig, dass sich im Team alle gesehen fühlen und Gespräche auch in herausfordernden Momenten respektvoll bleiben. Das wurde mir auch schon öfter gespiegelt, zum Beispiel in Situationen, in denen es bei Kund:innen mal knifflig wurde und ich eher mit Diplomatie als mit Lautstärke weitergekommen bin. Auch in meinem nebenberuflichen politischen Engagement ist mir ein empathischer Austausch sehr wichtig.
Andererseits steckt in mir auch viel Architektin: Ich mag es, komplexe Themen zu sortieren, Muster zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur kurzfristig helfen, sondern auch langfristig tragen. Das kommt auch meiner Leidenschaft für das Entwickeln von Kommunikationsstrategien zum Tragen. Gerade wenn erst einmal alles etwas chaotisch wirkt, reizt es mich, Struktur hineinzubringen. Oder anders gesagt: Ich möchte Menschen mit Empathie begegnen und Herausforderungen mit klarem Kopf lösen.
Wie Laurence ihre verschiedenen Persönlichkeiten unter einen Hut bringt, könnt ihr hier nachlesen:
Bei der Vielzahl an Rollen, die ich bei Mashup Communications inzwischen übernommen habe, fällt es mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht, mich auf nur zwei bis drei Mentortypen zu beschränken. Am ehesten verkörpere ich aber die Architektin, den Pionier und die Muse.
Als Architektin finde ich mich vor allem in der Kundenarbeit wieder: effizient, kreativ und mit dem Anspruch, passgenaue Lösungen zu entwickeln. Gerade bei meinen Lifestyle-Kunden zeigt sich das besonders stark, denn sie sind PR-seitig oft schwierig unterzubekommen: Der Markt ist dicht, die Konkurrenz groß, vieles wirkt schnell schon einmal erzählt. Umso wichtiger ist es, immer wieder neue Perspektiven zu finden und mit kreativen Ansätzen die Redakteur:innen zu überzeugen.
„So habe ich bei einem meiner ersten Kunden trotz begrenztem Bildmaterial jeden Monat einen neuen Newsletter erstellt und es damit regelmäßig in große bekannte Lifestyle-Medien geschafft. Aber auch bei langjährigen Kunden, die ich übernehme, reizt mich das Neue: nicht einfach Bewährtes weiterzuführen, sondern unkonventionelle, frische, neue Ideen und Herangehensweisen.“
Jennifer Nürnberger, Senior-Beraterin für PR & Storytelling bei Mashup Communications
In meiner noch recht neuen Rolle als Head of Trainees entdecke ich mich immer mehr im Mentortyp des Pioniers wieder. Pioniere stehen für Optimismus, Mut, Fortschritt und Kreativität — und genau darum geht es für mich auch in der Arbeit mit unseren Trainees. Ich sehe sie als Mashups neue Held:innen, die ihren eigenen Weg ins Beraterleben finden, daran wachsen und Neues für sich erschließen. Ich gebe mir große Mühe, sie auf diesem Weg bestmöglich zu unterstützen, ihnen Sicherheit zu geben, sie zu bestärken und ihnen dabei zu helfen, ihr Traineeship zu meistern und in neue Gefilde aufzubrechen.
Als Muse erlebe ich mich besonders in meiner Rolle als Workshop-Leiterin. Dort geht es für mich darum, neue Impulse zu geben, Denkräume zu öffnen und anderen dabei zu helfen, gewohnte Muster zu verlassen. Ich mag es, Menschen zu inspirieren, Perspektivwechsel anzustoßen und Kreativität nicht nur einzufordern, sondern sie auch erlebbar zu machen. Hand auf Herz: Auch persönlich fühle ich mich diesem Typ sehr verbunden — nicht zuletzt, weil mich Ästhetik und die schönen Dinge des Lebens einfach ansprechen und ich mich in dieser Energie sehr wiederfinde.
Kleiner Bonus: Ebenso spricht mich zwar auch der Mentortyp des Narren an. Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird für mich aber: Das ist weniger mein eigentlicher Mentor-Typ als vielmehr mein persönlicher Vibe. Ich bin immer für einen Spaß zu haben, und mir ist es wichtig, dass auch im Arbeitsalltag Platz für Humor bleibt. Doch das beschreibt eher, wie ich Dinge mache, nicht unbedingt, aus welcher Mentorenrolle heraus ich handle.
Ich denke, die Kombination aus Heilerin, Friedenswächterin und Närrin beschreibt meine Rolle als Head of Onboarding & Culture bei uns wohl am besten.
Weil ich es schon neben meiner Beratertätigkeit einfach nicht lassen konnte, den Mashies bei allen Fragen und Problemen zur Seite zu stehen 🤷♀️ (ja ok und weil ich schon eine Dekade Kommunikationsarbeit auf dem Buckel hatte), wurde besagte Rolle schließlich überhaupt erst geschaffen. Und auch heute landen die großen und kleinen “Hast du mal 5 Minuten für mich?” des Alltags noch immer gern bei mir (and I love it).
Neben dem immer offenen Ohr, vermittle ich als neutrale Schnittstelle auch wenn es zwischenmenschlich mal knirscht und lade in unserem Retro-Format regelmäßig dazu ein, das Miteinander noch schöner zu machen. Aber gerade weil der Grat zwischen Empathie und Lösungsorientierung mitunter so schmal ist, braucht es für mich neben viel Herz vor allem auch eine große Portion Humor. Sei es, um eine anspannte Situation etwas aufzulockern und allen eine kleine Atempause zu gönnen, Stressphasen die nötige Leichtigkeit zu geben oder schlicht neuen Mashies am ersten Tag die Angst zu nehmen.
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