Influencer Relations: Dos and Don’ts für Unternehmen

Influencer Relations sind als Marketing-Kanal in aller Munde. Blogger verdienen so viel wie Top-Manager und Marken bauen immer häufiger auf Kampagnen mit Unterstützung von Bibi, Slimani, Farina und Co. Doch ist die Kommunikation zwischen Unternehmen und Influencer nicht immer komplikationsfrei und deshalb häufig nicht von Erfolg gekrönt. Worauf Unternehmen achten sollten, damit die Zusammenarbeit flutscht, zeigen unsere Dos and Don’ts:

Ein gutes Match – Passende Influencer recherchieren

Unternehmen sollten sich ausgiebig mit der Thematik beschäftigen und sich für eine gründliche Recherche von passenden Influencern Zeit nehmen. Eine vegane Nachhaltigkeitsbloggerin wie DariaDaria oder Heylilahey sind für eine Lederschuh-Manufaktur zum Beispiel eher nicht geeignet.

Ehrliches Interesse zeigen – Informationen sammeln

Wer sich mit den Kanälen der ausgewählten Influencer beschäftigt, dem fallen schnell persönliche Dinge wie zum Beispiel eine Schwangerschaft oder ein Umzug auf. Solche Dinge in der Intro-Mail angesprochen, schaffen Vertrauen und zeigen, dass das Unternehmen sich wirklich informiert hat. Auch wichtig ist bei Event-Einladungen, ob der Influencer einem Vollzeitjob nachgeht und deshalb tagsüber keine Zeit hat.

Klasse statt Masse – Individuelle Ansprache

Nachrichten, die mit „Lieber Blogger“ anfangen statt des eigentlichen Namens, wirken wie eine Massenmail. Nina Massek von Frau Mutter: „Beschäftigt Euch mit den Blogs und deren Zielgruppen, lasst Massenmails, Copy-and-paste, sowie unseriöse Angebote à la ‚Wir würden gerne mit der Reichweite von unserer Facebook-Seite’ bezahlen. Das nervt uns und raubt Zeit, auch für beide Seiten.“

Missverständnisse vermeiden – Konkretes Briefing

Ein detailliertes Briefing ist für beide Seiten der Schlüssel zum Erfolg und spart viel Zeit. Was soll das Ziel der Kooperation sein? Wie stellt sich das Unternehmen die Zusammenarbeit vor? Je ausführlicher das Briefing, desto wahrscheinlicher ist, dass der Influencer antwortet und die Kooperation erfolgreich abläuft. Mary-Ellen Rudloff von SALUT Communications: „Ich sehe häufig, dass sowohl bei Influencern als auch bei Kunden die Kommunikation auf Augenhöhe fehlt. Beide Seiten sprechen zwar miteinander, aber verstehen nicht genau, was der andere möchte. Dabei ist die Kenntnis voneinander und der unterschiedlichen Bedürfnisse das A und O für eine gelungene Zusammenarbeit.“

Vertrauensbasis – Platz für Kreativität lassen

Adam Groffmann von travelsofadam.de: „Influencer leben von ihrer Kreativität!“ Natürlich ist es wichtig, dass sich Unternehmer darüber im Klaren sind, was sie erreichen wollen und vor allem, wen. Wenn es um das Wie geht, sollte den Bloggern jedoch ein gewisser Handlungsspielraum gelassen werden.

Vertrag abschließen – Kooperationsvereinbarung

Bei Bloggerkooperationen geht es um geschäftliche Dienstleistungen, die genauso klar vereinbart werden sollten, wie konventionelle Geschäftsverträge. So kommt es zu keinerlei Missverständnissen oder Enttäuschungen. Welche Leistungen sind enthalten? Welche Kampagnenlaufzeit gibt es? Wie viele Posts auf welchen Kanälen sind vereinbart? All das sollte in einer detaillierten Übersicht festgehalten werden.

Money, money, money – Echte Bezahlung statt Goodies

Angebote wie „Du könntest zwei der fünf Sonnenbrillen, die wir Dir zuschicken, behalten“, sollte man sich sparen. Auch mit der Reichweite einer Seite zu „bezahlen“, reicht meist nicht. Viele Blogger leben von ihrem Beruf und den Kooperationen und können ihre Miete nicht mit Produkten oder Reichweite zahlen.

Relations heißt Beziehung – langfristige Zusammenarbeit

Beziehungen müssen aufgebaut und gepflegt werden – genau wie bei jeder anderen Partnerschaft sind Kommunikation und Verbindlichkeit hierfür der Schlüssel. Markenbotschafter wie Palina für Pantene Pro V oder Neuer für Coke Zero erreichen die Zielgruppe und erhöhen die Brandlove. Die Berliner Super Mom äußert sich zudem: „Markentreue zeichnet einen qualitativ passenden Influencer aus. Das ist immer spannender als einmalig zu bewerben.“

Redaktion

Das Redaktionsteam von Mashup Communications, der Berliner Agentur für PR und Brand Storytelling (gegründet 2009), besteht aus erfahrenen Expert:innen zu den Themen PR, Content Marketing, Employer Branding, KI und Storytelling.

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