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Oktober 12, 2016

#Arbeitenviernull – Sind Maschinen die nächsten Storyteller?

arbeitenviernull - Arbeit 4.0

Wir bei Mashup Communications stellen uns in unseren Kreativ-Meetings gerne Zukunftsfragen. Wie wird künftig unsere Arbeit, vor allem im Hinblick auf die Pressearbeit, aussehen? Welche Technologien könnten den Menschen bald ersetzen? Inwiefern sind wir als PR-Berater und Storytelling-Experten ersetzbar? Wären Maschinen in der Lage, die Emotionalität der Geschichten umzusetzen und vor allem unsere Geschichten, wie ein Mensch, zu erzählen? Schließlich entwickelt sich die Arbeitswelt rasant und damit auch die Technologien, die immer mehr Aufgaben übernehmen können. Dadurch wachsen nicht nur die Forderungen, in welcher digitalen Arbeitswelt wir eigentlich künftig leben wollen, stetig. Auch werden immer öfter die Fragen laut, was wir alle tun müssen, damit diese Technologien Realität werden bzw. unsere Arbeit weiterhin Berechtigung hat.

Roboter – Mensch, Mensch – Roboter: Auf der Suche nach der Emotionalität

Laut Futurist Alexander Hermann, den ich auf der re:publica erleben durfte, können bereits 70 Prozent der Fragen im Callcenter durch Algorithmen beantwortet werden. Wir alle haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, dass der Computer am anderen Ende der Leitung unsere Antworten partout nicht verstehen will. Wir legen genervt auf oder tippen verzweifelt auf den Tasten herum. Wie sollen sie die Emotionen vermitteln, die für mich in den meisten Fällen den bedeutenden Unterschied in einem Gespräch ausmachen? Selbst ein Lächeln oder eine mitfühlende Nachfrage nach dem Befinden können oftmals der entscheidende Eisbrecher in einem Gespräch sein. Das kann doch keine Maschine menschenähnlich wiedergeben?

Nun gut, hier treten eventuell immer wieder identische Fragen auf, die erlernt werden können. Dennoch, man sieht in immer mehr Bereichen, dass auch Roboter solche Fähigkeiten durchaus simulieren können, nehmen wir nur Spielzeug-Roboter als Hunde- oder Katzenersatz. Ich nenne es simulieren, da es wenig mit echten Emotionen zu tun hat. Trotzdem scheint es nicht unmöglich, dass auch die Emotionalität teilweise mechanisiert stattfinden kann. Es ist eine Reaktion und auch eine Lernfähigkeit. Aber nicht immer reagieren Maschinen wunschgemäß. Spracherkennungssoftware missversteht oft die Absicht der Frage. Sie ist unempfänglich für Humor, Sarkasmus und Ironie, auch fehlt Empathie, das Einfühlungsvermögen.

Geschichten brauchen Emotionen, um Identifikation zu wecken

Eben hier kommen wir mit unserem Storytelling-Können ins Spiel: Wir besitzen dieses Feingefühl und die Kreativität, Kunden zu Helden und Unternehmen zu Mentoren zu machen. Ihre Geschichten immer wieder in die Realität umzusetzen und in die Welt hinaus zu erzählen. Wir helfen ihnen dabei, ihre Konflikte und Herausforderungen zu überwinden und ihre Stärken zu erkennen. Sicherlich können auch Maschinen die Geschichten erzählen und uns ein stückweit ersetzen. Doch spielen auch hierbei die Emotionen die entscheidende Rolle. Durch sie wird der Leser in den Bann gezogen und seine Aufmerksamkeit geweckt. Er bekommt das Gefühl, Teil des Geschehenen gewesen zu sein, versteht die Probleme und Bedürfnisse, identifiziert sich damit.

Weg vom starren Arbeitskorsett – hin zum selbstbestimmten Geschichten-Erzählen

Die Behauptung, dass die Digitalisierung die Stellung des Menschen in der Arbeitswelt grundlegend verändern wird, ist nicht abwegig. Computer werden nicht krank, benötigen keinen Urlaub oder Schlaf, sind 24/7 einsetzbar. Wenn Roboter und Algorithmen monotone Arbeiten übernehmen, können wir uns als PRler und Storyteller verstärkt auf kreative, komplexe und anspruchsvolle Arbeiten konzentrieren. Auch bringt die Digitalisierung für uns völlig neue Formen der Arbeit mit sich: Wir können mobil und räumlich unabhängig arbeiten (unsere Homeoffice-Regelung findet sich hier bereits ein Stückweit wieder) und dabei Alternativen zum Acht-Stunden-Bürotag schaffen. Somit ermöglicht sie uns auch mehr Selbstbestimmung im Geschichten erzählen. Wir können abseits des Arbeitsplatzes Quellen der Inspiration finden, statt in einem starren Arbeitskorsett zu stecken.

Vermutlich liegt die Zukunft irgendwo dazwischen. Der Mensch wird künftig immer mehr mit Maschinen arbeiten, um die menschliche Komponente abzudecken. Eigentlich eine schöne Vorstellung, da der persönliche Kontakt auch in der PR-Arbeit einer der essentiellsten ist, um fesselnde Geschichten erzählen und Emotionen bei unserem Helden wecken zu können.

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