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August 1, 2017

Digitale Storytelling Tools: So erzählt man heute Unternehmensgeschichten

Digitale Storytelling Tools Übersicht auf Kinoleinwand

Digitale Storytelling Tools, Quelle: rawpixel.com, bearbeitet von Mashup Communications GmbH

Sobald die Struktur der Geschichte steht, stellt sich die Frage: Wie begeistere ich meine Zielgruppe mit Insights, Know-how oder meiner Markenbotschaft? Digitale Storytelling Tools sind dahingehend der ideale Weg, um über Produkte, die Unternehmensgeschichte oder Employer Branding-Stories die entsprechende Zielgruppe zu erreichen. Ein bislang unterschätztes Mittel dabei: Scrollytelling.

Grundlegende digitale Storytelling Tools: TimelineJS, StoryMapJS und Prezi Next

Inhalte in einer Zeitleiste, neu-deutsch Timeline, darzustellen ist der einfachste Weg eine Geschichte zu erzählen. Bei TimelineJS lassen sich Grafiken und Videos von externen Plattformen, wie YouTube, Flickr oder Vimeo, problemlos einfügen. Der Nutzer muss lediglich den Code auf seiner Webseite einbetten. Daraufhin wird die Timeline automatisch erstellt und angezeigt. Mit StoryMapJS gibt es ein Tool, das darauf ausgerichtet ist, Geschichten auf einer geografischen Karte darzustellen. Mithilfe des Tools können speziell Reisen oder Unternehmensexpansionen gut verbildlicht werden.

Mit Juxtapose ab in die Vergangenheit – hier lassen sich Slider schnell und einfach erstellen, die Vorher-Nachher-Vergleiche illustrieren. Wem die gute alte Powerpoint am Herzen liegt, der sollte sich einmal an eine interaktive Präsentation heranwagen. Gerade erst wurde Prezi Next gelaunched, dabei verbesserte man nicht nur die Usability, sondern im Rahmen des Premium-Pakets gibt es auch zahlreiche Analyse-Funktionen. In Echtzeit kann so ermittelt werden, wer die Präsentation, wie lang ansieht und mit wem sie geteilt wird.

Vom Pro- zum Epilog wischen: Scrollytelling

Schneefall ist in New York nichts Besonderes, aber mit „Snow Fall“ ist der New York Times allerdings ein ganz besonderer Coup gelungen. Mit einer minimalistischen Webseite sorgte das Medium zum Lawinenunglück „Tunnel Creek Avalanche“ für die Geburtsstunde des Scrollytellings. Begleitet von Text, Film, Animationen, Audio-Kommentaren und Slideshows, scrollt sich der User im Rahmen des Online-Multimedia-Feature durch die Chronologie der schrecklichen Ereignisse. Metaphorisch ist schon allein das Runterscrollen, welches die Abfahrt symbolisieren soll. Genauer gesagt handelt es sich um das sogenannte Parallax Scrolling, bei dem sich die einzelnen Ebenen der Webseite in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen. Auf diese Art und Weise wird der Leser noch mehr an den Fortgang der Geschichte gefesselt und seine Aufmerksamkeitsspanne hochgehalten.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten weitere interaktive Elemente zu nutzen, diese Scrollytelling-Tools bieten dabei eine solide Basis:

Storyform: Eine Story, ein Monat

Storyform Interface Screenshot

Storyform Screenshot

Mit dem Scrollytelling Tool Storyform können Nutzer kostenlos eine Story im Monat anlegen. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend, zudem steht zusätzlich ein Template für die eigene Story zur Verfügung. Etwas störend ist das Wasserzeichen sowie die Begrenzung der Page Views.

Demo: https://storyform.co/demo/rainier
Webseite: https://storyform.co

Shorthand: BBC und The Guardian als Premium-Kunden

Shorthand Interface Screenshot

Shorthand Screenshot

Die BBC setzt schon seit langem auf Shorthand: Mit „Body in the Moor – Why did this man travel 200 miles to die here?“ hat Jon Manel eine fesselnde und zugleich tragische Geschichte online stellen können. Das kostenfreie Paket erlaubt es Storys zu entwickeln, bei einer Veröffentlichung fällt jedoch ein Grundbetrag an. Alternativ kann auf ein Jahresabo zurückgegriffen werden.

Webseite: https://shorthand.com

Shorthand Social: Scrollytelling für Twitter

Screenshot Interface Shorthand Social

Screenshot Shorthand Social

Die eigene Zielgruppe trifft man mittlerweile immer öfter in sozialen Netzwerken. Mit Shorthand Social lassen sich Stories über Twitter teilen. Jeder Story-Abschnitt wird dabei auf der social.shorthand-Webseite veröffentlicht. Anschließend erscheinen die Tweets in frei-wählbaren Zeitabschnitten auf Twitter. In wenigen Minuten lassen sich mithilfe des Online-Editors Stories Worte, Bilder und Videos in eine facettenreiche Multimedia-Geschichte verpacken. Das beste daran: Shorthand Social ist komplett kostenlos.

Webseite: https://shorthand.com/social/

StoryBuilder: Open-Source und kostenlos

StoryBuilder Interface Screenshot

StoryBuilder Screenshot

„Build and Share – the Next Generation Story“, so heißt es auf der Webseite von StoryBuilder. Was ziemlich pathetisch klingt, ist mithilfe dieser Plattform denkbar einfach. So erscheinen täglich neue packende bis tragische Geschichten, verpackt mit Bild, Ton und Video. StoryBuilder ist Open-Source, kostenlos und damit eine Top-Alternative zu kostenpflichtigen Scrollytelling-Tools.

Webseite: https://storybuilder.jumpstart.ge/en

Ein großer Vorteil: Viele Scrollytelling-Tools sind soweit optimiert, sodass die Zielgruppe per Smartphone oder Desktop-PC den Geschichten folgen kann. Ob per Mouse-Rad oder mit einem kleinen Wisch – Mit Scrollytelling können Publisher, KMUs, Startups und auch große Konzerne interaktive, lebhafte Geschichten erzählen. Aber auch digitale Storytelling Tools wie Timelines, Maps, Vorher-Nachher-Vergleich oder interaktive Präsentation sind ideale Möglichkeiten, um die Zielgruppe nicht nur zu erreichen, sondern auch zu beeindrucken und vom eigenen Unternehmen zu begeistern.

Wie die Präsentation der eigenen Geschichte am besten gelingt, erfahrt ihr in einem weiteren Blogpost.

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Tommy Dobs
Senior-Berater bei Mashup Communications
Tommy hat ein Herz für Nerds, denn er ist selbst einer! Mit seiner IT-Expertise sind bei ihm Techie-Themen bestens aufgehoben. Ob Cloud-Service oder Messenger – bei ihm ist alles verschlüsselt.