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Oktober 4, 2018

5 Storytelling-Fehler, die eine Unternehmensgeschichte garantiert vermasseln

Im Supermarkt, beim Friseur, auf Plakaten in der U-Bahn: Storytelling ist überall. Hunderte Werbebotschaften prasseln auf uns ein – die einen berühren uns und die anderen? Irgendwie nicht! Wie kommt es, dass einige Geschichten uns fesseln und wir bei anderen einfach weghören? Wie Storytelling von Unternehmen garantiert danebengeht, erfahrt ihr jetzt:

1. Authentizität Fehlanzeige? Keep it real!

Es gibt nichts Schlimmeres als unglaubwürdige Unternehmensgeschichten. Klar, niemand erzählt gerne von Problemen und Niederlagen. Jedoch läuft bei keiner Firma alles rund. Es sind gerade die Geschichten, in denen es auch mal ums Scheitern geht, die Spannung erzeugen und uns berühren. Deshalb sollten sich Unternehmen eines auf die Fahne schreiben, nicht nur das Gute zu erzählen. Das Modell der Heldenreise hilft Organisationen, ihre Vision mit Storytelling zu verpacken. Die gewohnte Welt wird aufgrund eines Rufs verlassen und die Transformation zum wahren Helden findet in einer neuen Welt voller Abenteuer statt. Durch das Überwinden diverser Hürden und Konflikte meistert und beherrscht der Protagonist letztendlich auch diese neue Welt, erlangt neues Wissen und eine Belohnung, die meist genau das ist, was es zum Abenteuer motiviert hat. Je mehr Konflikte auftauchen, desto mehr Potenzial haben Geschichten, Dramatik zu erzeugen.

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2. Kleiner Schwindel, große Konsequenzen: Die Story-Lüge

Wir haben uns vertan. Noch schlimmer als eine Story, die unglaubwürdig ist, ist eine, die erst gar nicht stimmt! In der Werbung dürfen Märchen erzählt werden, in Kinderbüchern auch, aber in einer Unternehmensgeschichte haben sie nichts zu suchen. Die Versuchung ist immer groß, die Realität hier und da etwas zu verschönern. Unternehmen ist jedoch dringend anzuraten, immer bei der Wahrheit zu bleiben. Der daraus resultierende Imageschaden ist in der Regel nur mit viel Arbeit oder aber auch gar nicht mehr glattzubügeln.

Kleines Mädchen gelangweilt vor einem Buch

Quelle: rawpixel

3. Unnatürlicher Content – Werbebotschaften statt guter Geschichten

Wir alle kennen es: Man scrollt durch den eigenen Instagramfeed und begegnet dem scheinbar zufällig geschossenen Strandbild eines Bloggers – perfektes Licht, perfekt bearbeitet. Die schöne Protagonistin sitzt am Strand und schaut sich den Sonnenuntergang an. Und wie das immer so ist, darf eine wichtige Sache nie an ihrer Seite fehlen: das neue Feinwaschmittel der Marke xy. Solch unnatürlicher Content und schlecht versteckte Werbebotschaften nerven und werden in der Regel blockiert, übersprungen oder weggeklickt. Firmen sollten daher auf natürlichen und zu der Marke passenden Content setzen. Echte Mitarbeiter und echte Situationen lösen in uns mehr Sympathie aus als eine inszenierte, perfekte Welt und plump verpackte Werbebotschaften.

4. Vor guten Produkten stehen Menschen – dahinter auch

Um Storytelling erfolgreich einzusetzen, müssen Unternehmen lernen, dass es nicht nur um ihr Produkt geht, das den schwachen und verängstigen Kunden „rettet“. Stattdessen sollten sich Firmen auf ihre Helden, nämlich die eigene Zielgruppe, konzentrieren und deren Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung als Mentor erkennen und fördern. Auch Geschichten über Gründer und Mitarbeiter sind wesentlich spannender als Lobeshymnen auf das eigene Produkt.

5. Nur eingleisig Fahren? Großer Fehler

Wir leben in einer Zeit, in der wir Informationen über mehrere Kanäle gleichzeitig konsumieren. Es ist somit verschenktes Storytelling-Potenzial, wenn Unternehmen nur auf einen Kanal setzen, um zu ihrer Zielgruppe durchzudringen.  Hierbei sind nicht nur die üblichen Social-Media-Kanäle interessant. Berücksichtigt werden sollten auch Newsletter, die eigene Webseite, Blogs, Veranstaltungen und Messen. Und auch hier gilt: Niemals die Emotionen aus den Augen verlieren und auf allen Kanälen dieselbe, ehrliche Botschaft kommunizieren, um die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren.

Workshop

Storytelling Workshop Berlin

Beratung

Theresa Cyankiewicz
Beraterin bei Mashup Communications
Nach dem Abi studierte Theresa Angewandte Medienwirtschaft mit den Schwerpunkten TV-Producing und Journalismus. Im Anschluss ging es für knapp fünf Jahre als Redakteurin zum Fernsehen. Heute ist Theresa bei den Mashies und froh über die berufliche Veränderung.