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Juli 11, 2019

Jürgen Renghart von speisekarte.de: „Die erste Version eines Produktes ist immer die schlechteste.“

Jürgen Renghart Speisekarte.de

„Fleischpflanzerl, Krautwickerl, Schäufele oder die über die Landesgrenze hinaus bekannten Nürnberger Bratwürste – Mittelfranken ist bekannt für seine leckere und deftige Küche“ – Diese Feststellung begleitet Jürgen Renghart, Gründer und Geschäftsführer von speisekarte.de, schon seit frühester Kindheit. Der gebürtige Ingolstädter liebt gutes Essen und konnte bereits erste Küchenluft im Offiziersheim schnuppern. Klar, dass der Duft von gutem Essen Hunger auf mehr macht. Der leidenschaftliche Hobbykoch steckte seine Nase jedoch zunächst in andere Berufstöpfe. Er absolvierte eine Ausbildung zum Industriekaufmann und entschied sich danach für ein Studium „Multimedia und Kommunikation“ an der Hochschule Ansbach. Bei Müller Medien führte ihn sein Weg per Zufall wieder auf seine Passion als Gaumenfreund: 2008 wurde er Projektleiter von speisekarte.de und war sofort Feuer und Flamme. Sein Ziel ist es, Gaumenfreunden wie ihm dabei zu helfen, über die individualisierte Suchfunktion das beste Restaurant mit einer geschmacklich passenden Speisekarte für sie zu finden.

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Jürgen Renghart zu seiner unternehmerischen Reise

Jürgen, wenn du den einen, besten Tipp für Geschäftsführer hättest, wie würde dieser lauten?

„Ausprobieren, Messen, Optimieren!

Die erste Version eines Produkts ist immer die Schlechteste, egal wie lange man sich Gedanken macht. Das Wichtigste ist es, zu erkennen, wo Optimierungspotenziale liegen. Dieses Erkennen muss immer messbar sein. Und das Ausprobieren muss Auswirkungen auf die Messgrößen haben – egal ob positiv oder negativ. Es gibt nichts Schlimmeres als eine vermeintliche Optimierung die keinerlei Auswirkungen zeigt, weder zum Besseren noch zum Schlechteren.“

Ohne welche wichtige Charaktereigenschaft hättest du dein Unternehmen nicht führen können und warum?

„Ausdauer. Wir wussten, dass es ein langer Weg ist, die gesteckten Ziele zu erreichen – gerade in unserer Branche. Es gab sehr viele Hürden zu überwinden und immer wieder neue Pfade zu gehen, so dass letztlich die Ausdauer und Beharrlichkeit, am Ziel festzuhalten, das ist, was uns zum jetzt größten Restaurantführer Deutschlands gemacht hat.“

Rückblickend auf den Anfang deiner Karriere: Was hättest du damals gerne gewusst und würdest dies heute anderen Geschäftsführern mit auf den Weg geben?

„Einfach mal machen. Wie schon erwähnt, habe ich früher sehr viel überlegt und konzipiert, wieder verworfen aber dann doch noch mal angedacht. Je schneller ein Produkt auf dem Markt ist, desto schneller kann man lernen und erkennen, was noch angepasst werden muss. Und diese Anpassungen müssen dann auch kurzfristig getestet werden.“

speisekarte Team

Eine wesentliche Aufgabe als Geschäftsführer ist der Aufbau und die Pflege von starken, beruflichen Beziehungen. Wie kultivierst du dies im Umgang mit Mitarbeitern und Partnern?

„Offen und ehrlich (auch über Fehler) kommunizieren, dabei immer auf der gleichen Ebene bleiben.“

Welcher Gegenstand aus deinem Alltag ist unersetzlich geworden? Was würdest du jedem raten, sich auch anzuschaffen?

„Ein gutes Analysetool ist das A und O“

Wenn dein Leben verfilmt werden sollte, welchen Titel hätte es?

„Perseverance“

Geballte Erfahrung trifft Leidenschaft fürs Kulinarische! Das Team von speisekarte.de möchte Restaurantbesucher und Gastronomen einfach und transparent zusammenbringen. Aus über 90.000 gelisteten Speisekarten können Gaumenfreunde über die individualisierte Suchfunktion das beste Restaurant für den passenden Geschmack und Anlass finden. Gegründet wurde das Unternehmen 2008, der Sitz ist in Nürnberg.

Lisa de Haardt
Mit einer studierten Mischung aus BWL, Kultur- und Sozialwissenschaft sammelte Lisa erste Arbeitserfahrungen beim Westdeutschen Rundfunk. Nach Jahren im Marketing diverser Theater im Herzen des Ruhrpotts fand sie dann den Weg in die Berliner Agenturbranche. Heute ist sie Teil der Mashies und froh über die berufliche Veränderung.