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Juni 2, 2020

Linas Weg vom Bauernhof in den Großstadtdschungel

Von der Porträtierten zur Porträtierenden

Schon kurz nachdem ich bei Mashup anfing, fiel das Los auf mich. Jeden Monat wird nämlich ein Mashie ausgelost, der von einem Kollegen oder einer Kollegin in Form eines schriftlichen Porträts abgebildet wird. Ich wurde damals von der lieben Sara porträtiert. Seit dem Tag an habe ich mich auf den Punkt gefreut, an dem auch ich einen der Mashies noch besser kennenlernen und vorstellen darf. Nun war es soweit. Ich saß in einem Café mit Anna-Lina. Wir nennen sie allerdings einfach Lina und sie erzählte mir von ihrer bisherigen Heldinnenreise. Beginnend in der Kindheit über die verschiedenen beruflichen und privaten Stationen, bis sie den Weg zu Mashup fand. Dazu ist zu sagen, dass Lina unser neuester Zugang ist. Seit knapp sechs Monaten ist sie nun schon Teil des Earlybird-Teams. Und was kann ich sagen, ich habe sie schon liebgewonnen. Aber fangen wir mal ganz vorne an, damit ihr euch selbst einen Eindruck von Lina machen könnt.

Von Naturverbundenheit und Tierliebe

Nach unserem ausführlichen Treffen bei einem Chai-Latte, wie es sich in Prenzlauer Berg nun mal gehört, und vielen witzigen Anekdoten war ich etwas skeptisch. Wie sollte ich es schaffen, die Informationsflut und verschiedenen Aspekte in Linas Persönlichkeit widerzuspiegeln? Ich versuche es einfach mal. Einer der Fäden, der sich konsequent durch Linas Leben zieht, ist ihre Liebe zu Tieren. Was in ihrer Kindheit auf dem Bauernhof ihrer Eltern in der Nähe von Goslar begann, zeigt sich auch heute noch in Linas Freizeit. Nachdem sie mit Pferden, Hühnern, Schafen und einem Hängebauchschwein namens Frida aufwuchs, ist einer ihrer Vorsätze für 2020 die Unterstützung des Berliner Tierheims. Es ist unschwer erkennbar, dass bei ihren Zukunftsprojekten ihr Herz für Tiere eine große Rolle spielt.

Ob Theater, Yoga oder Sofa – auf diesen Happy Places fühlt sich Lina wunderbar

Neben ihrer Liebe für Tiere hat Lina große Freude am Reisen. Als ihr Happy Place im Alltag bezeichnet die Wahl-Berlinerin aber auch ihr Sofa. Auf dem macht sie es sich gerne alleine oder mit ihrem Freund gemütlich und schaut Serien. Neben den gemütlichen Abenden geht Lina aber auch oft in Berlin aus und trifft sich mit FreundInnen. Am meisten begeistert sie das breite Kulturangebot in der Hauptstadt. Eine Zeit lang hat sie außerdem in einer Spielstätte gearbeitet und konnte dort ihrer Leidenschaft auch beruflich nachgehen. Nach einjähriger Tätigkeit hinter den Kulissen des Monbijou-Theaters in Berlin entschied Lina jedoch, dass sie sich einer neuen Herausforderung annehmen möchte, da sie sich nicht langfristig im Bühnen-Business sah.

Eine Frau sitzt am Rand einer Klippe auf einem Felsen und bewundert die Natur

Von der Liebe zum Schreiben und dem Weg in die Kommunikation

Die Kommunikationsbranche hatte es Lina bereits vorher angetan, als sie während des Studiums beim media:net berlinbrandenburg arbeitete. Dort sammelte sie in Form einer Werkstudentinstelle erste Erfahrungen und wurde durch eine dort gewonnene Freundin auch auf Mashup aufmerksam. Seit Oktober 2019 unterstützt sie nun ihr Team bei der KundenInnenarbeit von Pharma-, Food- und Medienunternehmen und hat in Zusammenarbeit mit ihrer Trainee-Kollegin Kristina die Betreuung und Weiterführung des Mashup-Podcasts „Praxis-Talk Brand Storytelling“ übernommen. Das Texteschreiben allerdings fasziniert Lina. Privat hat sie schon zahlreiche Kurzgeschichten verfasst und möchte evtl. mal ein Buch schreiben. Darüber hinaus gefällt ihr aber auch das Schnuppern in die Social-Media-Arbeit, in die sie von Team Fusion eingeführt wurde und wodurch sie noch mehr Abwechslung im Arbeitsalltag genießt.

Die Ruhe selbst

Ganz anders als ihr großer Bruder, sie nennt ihn liebevoll einen Chaoten, ist Lina ein sehr ruhiger Mensch und bringt diese Gelassenheit auch in ihr Team. Schon in der Schulzeit mussten sich ihre Eltern keine Sorgen machen. Sie sorgte nie für Ärger. Das Verhältnis zu ihrem Bruder ist trotz der Unterschiede sehr gut und sie hat ihn schon immer als Vorbild gesehen. So verschieden ihre Leben auch sind, hat er ihr gezeigt, glücklich zu sein, wenn man seinen Träumen folgt und das tut, was einem wichtig ist. An die Streitigkeiten aus der Pubertät können sich die Geschwister heute schmunzelnd zurückerinnern und sind sehr froh, sich zu haben. Ihr chaotischer Bruder, der sich für ein Leben auf dem idyllischen und ruhigen Land entschieden, und Lina als friedsame Seele, die sich den Großstadtdschungel als Zuhause ausgesucht hat. Wie sagt man so schön, Gegensätze ziehen sich an.

Eine Frau steht lächelnd auf einer Brücke und befindet sich mitten in einer Stadt

Grauer Winter und die kalte Großstadtanonymität führen zu Zweifel

Der abrupte Wechsel von einer Kleinstadt in die Hauptstadt war jedoch nicht ganz einfach. Den ersten Berliner Winter, den Lina im Jahr 2014 erlebt hat, war hart für sie. Als Neuzugezogene kannte sie kaum jemanden in der Hauptstadt und merkte, dass es an der Uni schon viele Gruppen gab, in die sie nicht leicht reinkam. Hinzu kamen die langen, grauen und nassen Nachmittage und Abende, die Berlin tatsächlich nicht in das beste Licht rücken. Die Anonymität und Ferne von ihrem pendelnden Freund machten den Herbst und Winter recht lang. Doch es folgte der langersehnte Frühling und Sommer. Und fünf Jahre später ist das Paar noch immer hier – glücklich und zufrieden. Die frische Landluft und Naturverbundenheit vermisst Lina dennoch hin und wieder. Zum Leben und Arbeiten würde sie aber nicht mehr in die Heimat zurückgehen. Ein Häuschen im Speckgürtel von Berlin wäre dagegen ihre Traumvorstellung für die Zukunft.

Die schönen Abende sind die mit einem Glas Wein und gutem Essen

Mittlerweile hat Lina Berlin in ihr Herz geschlossen. Neben dem kulturellen Angebot und den zahlreichen Theaterbesuchen geht Lina für ihr Leben gerne Essen. Die Vielfalt der Restaurants und die authentischen Speisen aus aller Welt, die in Berlin zu finden sind, begeistern die gebürtige Niedersächsin. Es ist zu einer Art Hobby von ihr geworden, neue Lokale auszuprobieren. Die Abende, bei denen sie nach der Arbeit mit einem Glas Wein und veganem oder vegetarischem Gericht mit ihren FreundInnen beisammensitzt, sind für Lina die Art von Auszeit für Kopf und Körper, bei denen sie ihre Seele so richtig baumeln lassen kann.

Eine Frau sitzt draußen in einer Nebenstraße in einem Café und schmunzelt

So wie es beim Yoga heißt: von meinem Herzen, zu deinem Herzen

Nun sitze ich hier und höre „Total Eclipse of the Heart“ während ich mich mit Lina‘s Porträt dem Ende nähere. Ich überlege nochmal, ob ich denn auch wirklich die wichtigsten Aspekte dieser einen Person zusammengefasst habe, die ich nach so kurzer Zeit schon in mein Herz geschlossen habe. Nicht zuletzt durch gemeinsam erlebte Happy-Hours und dramatischen Tanzeinlagen zu eben diesem Lied von Bonnie Tyler, die uns in gewisser Weise zusammengeschweißt haben. Es ist ein Lied, was sie mit ihren besten Freundinnen verbindet, wie sie mir erzählte. Das möchte ich ihr nicht nehmen. Aber Lina soll wissen, dass ich die Liebe zu dem Lied nur zu gut nachvollziehen kann – wie kann man das Lied auch nicht fühlen? Auf viele weitere gemeinsame Stunden und Erlebnisse mit Lina. Ich freue mich ganz besonders, dass du ein Mashie geworden bist.

Weitere Mashie-Porträts findet ihr auf unserem Blog. z.B. erfahrt ihr, wie Manja das Fernweh zur PR führte.

Christina Schoof
Christina hat bereits mehrere Erfahrungen im Marketing sowohl im In- als auch im Ausland gemacht. Nach ihrer Zeit bei einem Startup erfüllt sie sich nun den langjährigen Wunsch, die Agenturwelt zu erobern.