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Dezember 17, 2013

Vom Kick des Augenblicks bis zum Ruin: 5 PR-Geheimnisse von Tic Tac Toe

Äh??? … werden sich jetzt einige fragen, was hat denn Tic Tac Toe, die erfolgreichste deutsche Girl-Band der 90er Jahre, mit guter PR zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, vor allem wenn man an ihr geradezu legendäres Pressekonferenz-Desaster von 1997 denkt. Wir haben jedoch einmal genauer hingeschaut und weisen euch hier exklusiv mit Hilfe von Ricky, Jazzy und Lee in die 5 ultimativen Geheimnisse der PR ein:

Geheimnis Nummer 1 : Warum PR? Nur für den Kick für den Augenblick?

Wir werden oft von Gründern gefragt, wozu man eigentlich PR braucht. Und des Öfteren werden uns dann Schlagworte rübergeworfen wie Sales, Leadgenerierung, Linkbuilding, Conversion Rate, Traffic, Nutzergewinnung, schnelle Reichweite oder maximale Aufmerksamkeit. Oder um es mit den Worten von Tic Tac Toe zu sagen: „Und warum??? Nur für den Kick, nur für den Augenblick?“ Nein, antworten wir dann. Natürlich sind gerade für Online-Unternehmen diese Aspekte von hoher Wichtigkeit und werden von uns durch entsprechende Maßnahmen auch immer mit berücksichtigt. Aber eigentlich ist PR langfristig angelegt und soll vor allem der nachhaltigen Markenbildung und Expertenpositionierung dienen. Ich weiß, für manche von euch hat dieser Text schon einen Bart, aber für viele Gründer ist das durchaus neu und muss auch im Laufe der PR-Betreuung immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden:

Geheimnis Nummer 2: No, no, no …. Negative Vibrations

„Hey Mister Wichtig, du machst da was nicht richtig. Das war ja n wohl bisschen schnell, das war ja wohl nicht so originell. Hey Mister Wichtig, du tickst ja wohl nicht richtig. Erst machst du hier die Show und dann schrumpft dein Niveau.“ Woran erinnert euch das? Nein, nicht das! Das andere. Richtig, der Kontakt zwischen Agentur und Kunde. Manche Kunden sind einfach beratungsresistent, was PR angeht, obwohl sie sich doch eigentlich genau dafür eine Agentur gesucht haben. Da werden Informationen einfach mal schnell voreilig kommuniziert, obwohl der PR-Berater seines Vertrauens eigentlich eine ganz ausgeklügelte Strategie erdacht hatte. Oder ein Gründer erweist sich als Egozentriker auf einer rosaroten Wolke (ach, zu dem Punkt kommen wir gleich) oder er denkt mit Titten, Toten und Tränen (auch so ne billige PR-Weisheit) kann man wirklich jedes Thema belegen. Aber selbst in diesen Fällen, kommt uns (zu 99%) unsere jahrelange Beratungsexpertise zu gute und aus einem sagen wir mal nicht so beliebten Kunden wird ein absoluter Lieblingskunde. Also, wenn wir nochmals Tic Tac Toe aus uns sprechen lassen: „Das hat er wohl gecheckt, auf einmal wird er ganz korrekt. Er ist ja doch ganz nett und und fragt mich, wie ich’s gern hätt.“

Geheimnis Nummer 3: BlaBlaBlaBlaBla… Wie Journalisten dich auf jeden Fall Scheiße finden

Da kann die PR noch so toll sein, wenn das Produkt nicht stimmt, die News eigentlich keine ist, der CEO nur so mit Buzzwords um sich wirft, dass einem schwindlig wird oder den Redakteuren bei der Gründungsstory einen vom Pferd erzählt, wird man auch keinen Journalisten überzeugen. Oder um Tic Tac Toe zu zitieren: „Auf die Schnelle, auf die Schnelle, machst du hier ne Riesenwelle. Denkst, so wie du bist ist keiner (…), alles dreht sich nur um dich.“ Und den passenden Tipp haben die drei Mädels auch gleich parat nach dem ganzen Blabla: „Sei doch einfach wie du bist, denn ich glaub dir deine blöden Sprüche wirklich nicht.“ Habt ihr es gehört? Was war das Learning? Richtig: Authentisch und sympathisch zieht nicht nur bei Journalisten, sondern schlussendlich auch bei Kunden.

Geheimnis Nummer 4: Tränen auf Knopfdruck? Oder wie man keinesfalls eine Pressekonferenz abhält

Wie es nicht geht, zeigen Ricky, Jazzy und Lee eindrucksvoll in ihrer geradezu legendären Pressekonferenz. Wir danken ihnen nicht nur aufgrund des hohen Unterhaltungsfaktors dafür. Denn was lernen wir daraus? 1. Ein abgestimmtes Wording ist das A und O. Wenn man also aus irgendwelchen Streitigkeiten heraus gerade nicht miteinander spricht, sollte man keinesfalls mit der Presse reden. 2. Man muss selbst wissen, wann es Zeit ist, den Schlussstrich unter eine erfolglose Unternehmung zu ziehen. So kann man diesen Prozess steuern und macht im besten Falle noch eine gute Figur dabei 3. Blaue Haare, grüne (Seiden-)mäntel und weiße Buffalos sollten keinesfalls auf einer Pressekonferenz oder zum Fernsehinterview getragen werden.

Geheimnis Nummer 5: Ticktack, tick… Wie man seine Bekanntheit für neue Projekte nutzt

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Diese Weisheit haben die Mädels von Tic Tac Toe natürlich nicht erfunden. Aber sie nutzen die, wenn auch negative, Aufmerksamkeit ihrer legendären Pressekonferenz, um wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen. Schließlich haben sie nichts zu verlieren. „Wir sind wieder da. Jetzt geht der Spaß erst richtig los, ihr werdet uns nicht mehr los.“ Na gut, im Falle von Tic Tac Toe hat das Comeback nicht gezündet. Aber es gibt ja gerade in der Startup-Szene genug Beispiele, dass Scheitern keineswegs eine Schande ist und man aus den Fehlern der Vergangenheit nur lernen kann. Und den (hoffentlich positiven) Ruf von damals kann man dann für neue Projekte nutzen und sein altes Netzwerk aktivieren, um wieder voll durchzustarten. Deshalb gilt für alle Gründer: Fleißig an der Personality-PR arbeiten, damit im Falle des Worst Case der gute Name bleibt, um direkt in die neue Idee zu starten.

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