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April 15, 2015

Gegensätze ziehen sich an: Was sich die B2B-PR von der B2C-Kommunikation abschauen kann

Business-to-Business-PR im Vergleich zu B2C-PR wird oft als sehr unkreativ und trocken betitelt und besitzt meist nicht die Eigenschaft so einprägsam oder aufmerksamkeitsgenerierend wie B2C-Inhalte zu sein. Der Fokus der Kommunikationsbotschaften liegt hier eher auf Zahlen, Fakten und Analysen. Ein bisschen Consumer-Freundlichkeit kann der Business-Kommunikation jedoch nicht schaden. Was B2B von B2C in Sachen Public Relations lernen kann:

B2B B2C PR

1. Bilder, Bilder, Bilder

Die meisten Fachartikel beschränken sich auf rein textbasierte Beiträge. Aber auch in der Unternehmenswelt wird kein Leser von Inhalten gepackt, die nur aus reinem Text bestehen. Genauso wie bei konsumentenfreundlichen Artikeln, können Fotos oder Videos die spontane Aufmerksamkeit des Lesers auf die Story lenken. Visuelle Inhalte sind auch und vielleicht gerade in der B2B-PR ein wichtiges Thema. Sie müssen dabei nicht aufwändig kreiert werden. „Visual Statements“ oder „Visual Stats“ sind eine sehr beliebte und gleichzeitig einfache Art und Weise, Zahlen spielerisch und trotzdem professionell zu vermitteln. Oder wie wäre es z.B. statt eines weiteren White Papers mit einer farbenfrohen Infografik, die Analysen und Statistiken visuell ansprechender darstellt? Kostenlose oder sehr günstige und gute Tools sind zum Beispiel Canva, Picmonkey, Nutshell und sogar Vine kann in der B2B-Kommunikation verwendet werden. Weitere Programme oder Apps für eure visuelle PR findet ihr hier.

B2B B2C

2. Aufhänger

Ein cleverer Aufhänger reicht schon, um auch in der B2B-PR die Unternehmensstory in die Pole-Position zu bringen. Aktuelle Ereignisse machen das Geschriebene und die Botschaften viel greifbarer. Man muss nicht immer warten, bis es eine Produktneuerung oder eine weitere Case-Study gibt. Allgemein bekannte Events wie die Oscars oder reichweitenstarke Geschehnisse wie Filmpremieren (Im letzten Fall „50 Shades of Grey“) können auch in der IT-Branche der perfekte Aufhänger sein, um auch in der B2B-PR einzuschlagen. Oder trending Hashtags können genutzt werden, um die eigene Expertise in den Vordergrund zu rücken, z.B. wie kürzlich mit #thedress.

3. Auf den Punkt kommen

Wenn es um Kaufentscheidungen geht, setzt die B2B-Zielgruppe auf harte Fakten, wie Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Leistung und die dahinter stehende Technologie. Doch Business-Entscheider sind auch nur Menschen, deren Aufmerksamkeitsspanne durch die heutige immense Informationsflut und straffe Termin- oder Redaktionspläne knapp bemessen ist. Umfassende Inhalte sollten dennoch nicht komplett gestrichen oder radikal gekürzt werden. Doch auch in der B2B-Kommunikation lautet die Devise schneller auf den Punkt kommen und schneller das Wesentliche hervorheben und ins Rampenlicht rücken. Oder wie schon Carmine Gallo, Autor und Keynote-Speaker, beschreibt: „ If you can’t tell me what you do in 15 seconds, I’m not buying, I’m not investing, and I’m not interested.”

4. Emotionalisierung

Egal ob es um ein neues Business, eine Dienstleistung, Content Marketing oder die Kommunikationsinhalte geht – immer lautet die Frage: Welches Problem lösen wir? Denn nur wenn man sich der Antwort bewusst ist, entwickelt man Inhalte, die einen nachhaltigen Effekt haben und die Zielgruppe erreichen. Dieser Ansatz liefert einem auch die perfekte Grundlage, um dem Inhalt mehr Emotionen zu verleihen. Klar, B2B-PR soll faktenorientiert sein, um nachhaltig zu überzeugen, aber auch Fakten kann man überraschend und emotional vermitteln, z.B. mit Storytelling. Boeing macht macht das sehr gut vor, indem das Unternehmen Tests und das Produkt auf der Seite nicht bewirbt oder pitcht, sondern eher wie Newsstories präsentiert. Seriös aber packend.

5. Vereinfachen

Wie schon Albert Einstein sagte: „If you can’t explain it simply, you don’t understand it well enough”. Ja, Business-spezifische Produkte oder Dienstleistungen sind sehr erklärungsbedürftig und beinhalten automatisch viele Informationen, die nicht ausgelassen werden können. Doch auch hier können und müssen Inhalte klar und einfach vermittelt und strukturiert werden. In den Kommunikationsbotschaften sollten insbesondere Füllwörter, leere Worthülsen und Buzzwords vermieden und die Vorteile kurz und knapp hervorgehoben werden. Am besten startet man hier sogar intern, denn 70% der Mitarbeiter verstehen die Vision und Strategie des Unternehmens aufgrund unnötiger Verkomplizierungen der Unternehmensbotschaften und -ziele nicht.

Erstes Foto: Keso CC by-nc-nd/2.0/

Zweites Foto: © Mashup Communications

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