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Juni 22, 2017

Die Macht der Social-Media Stars nutzen – Das 1×1 im Influencer Marketing

Kaum ein Unternehmen kommt mehr an Social Influencern vorbei. Sie sind es, die Einfluss auf die Generation Y haben und sind damit ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument des Marketings. Ihre Berichte, Videos, Produkttests und Fotos liegen irgendwo zwischen Journalismus und Werbung und eines ist sicher: Die Internet-Stars bestimmen, was morgen trendy ist.

Die Auswahl an Kooperationsmöglichkeiten im Influencer Marketing ist riesig und die Gagen der Influencer liegen teilweise schon heute in der Höhe eines Kleinwagens. Daher sollte ein Unternehmen sich vorher gut überlegen, was es mit einer Zusammenarbeit erreichen möchte und welche Art sinnvoll für sie ist. Hier folgt das kleine 1×1 des Influencer Marketings:

Mädchen tanzt vor Kamera

rawpixel.com

#Zielgruppenanalyse: Die Bestimmer über Sieg und Niederlage

Wer meint, ein Influencer mit hoher Followerzahl steigere automatisch die Absatzzahlen oder Bekanntheit seines Produkts, der irrt sich. Denn nicht jeder Blogger ist der richtige für eine Kampagne. Maßgeblich entscheidend darüber ist, welche Zielgruppe das Unternehmen erreichen möchte. Ein teurer Luxusauto-Hersteller wird nichts erreichen, wenn er ein Internet-Starlet einsetzt, dem hauptsächlich Teenager zwischen zwölf und 18 Jahren folgen. Diese Follower besitzen weder das nötige Kleingeld, noch interessieren sie sich sonderlich für den Artikel und werden ihn auch nicht weiterempfehlen.

Unternehmen sei somit ans Herz gelegt zu prüfen, ob die möglichen Kooperationspartner wirklich gut passen. Kann er sich mit dem Werbegenstand identifizieren? Wird die gewünschte Zielgruppe angesprochen? Nur so kommt es zu einer authentischen und zufriedenstellenden Zusammenarbeit für alle Beteiligten.

Auch die Frage, auf welchen Social-Media-Kanälen die Influencer ihre Beiträge teilen sollen, muss gut überlegt sein. Während Facebook vermehrt von den 25- bis 35-Jährigen genutzt wird, sind die deutschen Teenies bei Snapchat, Instagram und YouTube zu finden. Twitter hingegen ist eher ein Business Channel. Existiert ein eigener Blog, sollte dieser für die Veröffentlichung eines Blogposts genutzt werden. In der Regel machen crossmediale Beiträge am meisten Sinn: ein Beitrag auf dem Blog, der zusätzlich auf allen sozialen Netzwerken geteilt und mit Fotos untermalt wird.

Weiter sollten sich Unternehmen, die in die Welt der Einflussnehmer eintauchen möchten, mit folgenden Punkten beschäftigen:

  • Wie ist die inhaltliche Ausrichtung des Influencers?
  • Passt seine Bildsprache und –qualität zur Marke?
  • Wie aktiv sind er und seine Community?

Übrigens: Die meisten größeren Blogger lassen sich mittlerweile durch eine Agentur managen. Auch ihre Aufgabe sollte es sein, möglichen Kunden beratend zur Seite zu stehen und zu schauen, welcher Testgegenstand zu welchem Influencer passt. Außerdem sind nicht immer die riesigen Social-Media-Stars mit einer Millionenanzahl an Followern die richtige Wahl. Sogenannte Micro-Influencer erfreuen sich eines hohen Maßes an Glaubwürdigkeit und ihre Follower sind oftmals kauffreudiger als die der ganz Großen.

#Kooperationsmöglichkeiten: Wie setze ich meine Marke effektiv in Szene?

Instagram-Seite von Janina Uhse

Screenshot Instagram Janina Uhse

Produkteinführung

Soll ein Influencer bei der Einführung einer Neuheit unterstützen, ist ein gutes Briefing das A&O. Worum handelt es sich? Wofür steht die Marke? Wie ist der Preis? Wann ist die Markteinführung? Und welche Social-Media-Kanäle sollen eingesetzt werden? Hier ist es besonders wichtig, Kooperationspartner zu finden, die Lust haben, sich mit dem Produkt zu beschäftigen, eigene Expertise und vor allem Authentizität mitbringen. Denn mal ehrlich, wenn ein Foodblogger plötzlich eine Lobeshymne auf den neusten Lippenstift einer Marke singt, wird das nicht besonders glaubwürdig erscheinen. Auch hier ist also wieder wichtig, die richtige Person für die Kampagne zu ermitteln.

Ein Punkt, vor dem viele Unternehmen Angst haben ist, dass das Produkt falsch beworben oder sogar als schlecht befunden wird. Wichtig zu wissen ist, dass Influencer trotz Gage keine reinen Werbefiguren sind. Ihr Erfolg lebt davon, dass sie ihre ehrliche Einschätzung äußern – das ist der Grund, warum ihre Fans sie so lieben. Das Risiko, dass ein Artikel nicht auf Begeisterung stößt und dies auch so kommuniziert wird, besteht natürlich immer. Daher sollten die Unternehmen in stetigem Kontakt mit dem Meinungsmacher sein und bei Fragen oder Problemen Hilfestellung leisten.

Kampagnen für Markenbekanntheit & Image

Das Bekanntmachen der eigenen Marke ist DAS Ziel des Influencer-Marketings. Hier kommen wir wieder auf die große Glaubwürdigkeit zu sprechen. Wenn ein Schauspieler oder bekannter Sänger beispielsweise in einer Fernsehwerbung eine bestimmte Marke anpreist, hat dies zwar eine große Reichweite, jedoch ist auch jedem bewusst, dass es sich um eine bezahlte Werbemaßnahme handelt. Wenn jedoch ein Social-Media-Star einen Produkttest oder –bewertung durchführt, ist dies glaubwürdiger, da er näher an der Zielgruppe ist. Die Follower glauben ihm, dass er den Testgegenstand wirklich für gut befindet.

Für Unternehmen ist gut zu wissen: Umso werblicher die Anzeige wirkt, desto unglaubwürdiger kommt sie rüber. Im schlimmsten Fall kann das  sogar in einenm Shitstorm endet. Deshalb sollte dem Influencer trotz Gage nicht zu viel vorgegeben werden. So hat er die Möglichkeit, das Produkt in seinen Worten anzupreisen und seine ehrliche Meinung zu äußern. Es ist übrigens Pflicht, die Kooperation nach außen hin sichtbar zu machen. Der Beitrag muss als Sponsored Post/ Advertorial deklariert werden.

Live-Event

Einen Influencer zu einem Event einzuladen ist in vielerlei Hinsichten interessant für Unternehmen. Beispielsweise kann diese Form der Kooperation genutzt werden, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Der Blogger sollte seine Anwesenheit dann natürlich vorher in den sozialen Netzwerken bekannt machen. Weiter empfiehlt es sich, dass Teile des Events auch live via Instagram und Facebook gestreamt werden. Die Internet-Stars können vor Ort Tipps, Autogramme und Interviews geben und natürlich als Gesicht für die Marke strahlen.

Unternehmen sollten immer darauf achten, dass die gebuchte Person sich vor Ort willkommen fühlt. Ein Ansprechpartner, der bei Fragen hilft, ein gutes Briefing und Verpflegung sollten selbstverständlich sein. Es muss jedoch auch darauf geachtet werden, dass die eigentliche Botschaft, nämlich das Produkt, bei dem ganzen Hype nicht in Vergessenheit gerät.

Abschließend ist zu sagen, dass die sorgfältige Auswahl der Influencer, eine gute Kommunikation und ein definiertes Ziel wichtig sind. Da die Kooperationen teilweise auch ordentlich Geld kosten, sollten alle Vereinbarungen vertraglich festgehalten und überprüft werden. Auch ein Reporting sollte im Anschluss erfolgen um zu schauen, wie erfolgreich die Kampagne für das Unternehmen war. Der Einfluss der Social-Media-Helden wird weiter steigen, somit sollten sich Unternehmen und Marken vor dieser Art von Marketing nicht sperren sondern schauen, wie sie dies sinnvoll für sich nutzen können.

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