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Januar 18, 2018

Die 6 größten PR-Learnings der Mashies

Von Aha-Effekt bis Lebensweisheit

Meeting, Diskussion, Gesprächsrunde

unsplash.com | Climate KIC

Storytelling, Social Media, Content Marketing, Employer Branding… Für unsere Kunden tanzen wir als Agentur auf vielseitigem Parkett. PR gehört dabei noch immer zu einer unserer Kernkompetenzen und bleibt eines der wichtigsten Tools, um die Geschichten unserer Klienten in die Welt zu tragen. Mit unserem Stab an zwölf Beratern blicken wir dabei auf beinahe ein Jahrhundert geballte PR-Erfahrung zurück. Doch die Branche ist ständig im Wandel und auch wir lernen nie aus. Deshalb hat das Team Rede und Antwort gestanden und verrät vom gestanden Berater bis zum Branchenfrischling der Mashup-Schule die sechs wichtigsten PR-Learnings:

1. Ein Plan ist gut, Flexibilität ist besser!

Auch nach jahrelanger Erfahrung schwingt bei jedem neuen Thema eine gewisse Unsicherheit mit. Egal, wie oft man schon Fashion- oder B2B-PR gemacht hat, in einem Punkt sind sich alle Mashies einig: Einen Garanten dafür, dass Aufhänger funktionieren, gibt es nie.

„Oft habe ich Strategien, Themenpläne und Ideen gehabt und musste bei der operativen Arbeit feststellen, dass mein guter Plan einfach nicht aufgeht: Die Journalisten haben kein Interesse, nehmen den Kunden als Adressat nicht ernst oder sind thematisch schon gesättigt. Statt weiterzumachen, rudere ich meist schnell um und überlege mir eine neue Strategie.“ Ciani

Was unsere Arbeit ausmacht und letztendlich immer irgendwann zum Erfolg führt, ist die Flexibilität, seine Strukturen aufzubrechen. Viele Wege führen schließlich nach Rom, wir müssen den richtigen nur finden.

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„Es kann einen zur Verzweiflung bringen, wenn Themen gar nicht laufen und man damit immer gegen eine Wand rennt. Ist der Druck vom Kunden hoch, muss man Ruhe bewahren und überlegen, wie man das Ruder drehen kann. Hier kommt man um das Ausprobieren nicht herum. Ratsam ist es, sich mit Kreativitätsspielen oder Hinweisen von Außenstehenden auseinanderzusetzen und zu schauen, wie andere das Thema sehen bzw. was sie spannend finden würden.“ Steffi

2. Journalisten und Kunden sind Menschen – PR-Berater auch!

Klingt im ersten Moment logisch, doch die Realisation, dass an der anderen Seite der Leitung auch nur Menschen sitzen, erleichtert einem die PR-Arbeit enorm. Journalisten und Kunden stehen nicht auf einem Podest. Ganz im Gegenteil: Als PR-Berater sind wir Teil eines feinen Beziehungsgeflechts, in dem eine Hand die andere wäscht. Kunden möchten in die Medien und Redakteure sind immer auf der Suche nach spannenden Themen. Wir als PR-Berater sind die Vermittler.

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„Förmliche Anreden, stocksteife Telefonate – nicht mit mir! Ich sehe es als äußerst wichtig an, Kunden und Journalisten auf Augenhöhe anzusprechen. Speziell im Kontakt mit Journalisten schrecke ich nicht davor zurück, einfach zu duzen. Schnell ist man auf einer anderen, viel angenehmeren Ebene, tauscht sich viel zielführender aus und profitiert von einer offeneren Kommunikation auch bezüglich kundenübergreifender Themen.“ Tommy

Natürlich hat jeder seinen eigenen Stil und nicht jeder duzt gleich fröhlich drauf los. Grundlage der Kommunikation ist allerdings der Respekt und die Wertschätzung dem Gesprächspartner gegenüber.

„Ich telefoniere gerne mit Journalisten. Bevor ich zum Hörer greife, schaue ich mir ganz genau die Arbeit an. Das ist eine Art Wertschätzung und die Redakteure tendieren dazu, mir eher zuzuhören, weil sie wissen: Hey, sie hat sich mit meiner Arbeit auseinandergesetzt. Diese Bindung kann auch durch Mails entstehen, doch ich persönlich mag es die Reaktion direkt am Hörer zu bekommen. Dann weiß ich, mit wem ich es wirklich zu tun habe.“ Ciani

3. Auch schlechte PR ist gute Publicity – nein, nein und nein!

Es gibt immer wieder Kunden, die uns davon überzeugen möchten, dass doch auch schlechte PR gute Publicity darstellt. Hier können wir jedoch aus Erfahrung sagen: Den Aufwand kann man sich sparen!

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„Natürlich kann man auch mal etwas riskieren und sollte immer auf kritische Fragen/ Szenarien vorbereitet sein. Aber man sollte auf keinen Fall mit Absicht etwas Negatives oder Provozierendes bringen, nur damit man in der Presse ist. Das schadet langfristig der Reputation.“ Nora

Für uns PR-Berater bedeutet das noch ein weiteres Learning: Sind wir der Meinung, dass man ein Thema so nicht spielen kann, weil es z.B. respektlos oder unpassend ist, müssen wir vor dem Kunden hart bleiben. Denn am Ende leidet sonst unsere Glaubwürdigkeit gegenüber den Journalisten.

„Man muss sich als PR Agentur eine gute Reputation aufbauen. Das heißt, auch mal Sachen nicht zu machen, die der Kunde wünscht, wenn es den Kontakt verbrennen würde. Andererseits hat man höhere Chancen sein Thema unterzubringen, wenn man gute Storys und Qualität liefert, die Journalisten das wissen und sich deshalb für deine Story entscheiden.“ Nora

4. Über den berühmt-berüchtigten Tellerrand blicken!

Was macht unsere Arbeit so schön? Die Vielseitigkeit! Das gilt nicht nur für die Themen, die auf unserem Tisch landen, sondern auch für die vielschichtige Medienlandschaft. Wir haben das Glück in einem Land zu leben, in dem es riesige General-Interest-Medien genauso gibt wie sehr nischige Fachmagazine. Damit einher geht eine vielfältige Ressort-Landschaft. Deshalb müssen wir bei der Ansprache der Redakteure immer wieder über unseren Tellerrand blicken:

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„Nur weil ein Produkt etwas mit Sport zu tun hat, muss es nicht zwangsläufig zum Sport-Ressort einer Tageszeitung passen. Aber die gute Nachricht ist: Es kann in etliche andere Bereiche viel besser passen, zum Beispiel „Gesundheit“ (Fitness- und Abnehm-Tipps), „Digitales“ (Vorstellung von neuen Apps und Websites), „Ratgeber/Finanzen“ (Geld sparen mit Fitnessstudio-Alternativen), „Lokales“ (Gründer oder Testimonials, die aus einer bestimmten Region kommen; lokale Offline-Aktion wie öffentliches Fitness-Camp), „Wirtschaft“ (Gründer-/Erfolgsstory und Geschäftsmodell in den Mittelpunkt rücken), „Mode“ (Empfehlungen für passende Sport-Accessoires).“ Miriam

5. Einfach, aber voller Leidenschaft: So reißen wir Leser mit!

Wie sagte Einstein schon so schön: „Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es noch nicht gut genug verstanden.“ Genau dieses Learning machen alle PR-Berater meist schon sehr früh, spätestens nämlich, wenn sie in der Telefonie mit dem Journalisten plötzlich stolpern und bei der Erklärung des Kundenprodukts ins Wanken geraten.

„Einen Text zu schreiben, so dass er dem Kunden gefällt und all seine Wünsche und Visionen darin vorkommen – schön und gut. Aber letzten Endes soll sich der Leser darin wiederfinden und einen echten Mehrwert darin sehen. Um nicht betriebsblind für die eigenen Ansprüche zu werden, ist es gut, drei Schritte zurück zu gehen und den Text auch mal für einen Tag liegen zu lassen und dann zu überlegen, ob die eigene Oma ihn verstehen und von der Geschichte überzeugt sein würde.“ Steffi

Neben der simplen Beschreibung unserer Kunden ist allerdings auch unsere eigene Einstellung zum Produkt wichtig. Bei einem Praktikum im Radio wurde mir einmal gesagt: Du musst Lächeln, das kann man hören! Gleiches gilt in gewisser Weise auch für die PR-Arbeit, denn Leidenschaft ist ansteckend.

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„Es gibt Produkte, die du niemals kaufen würdest. Unser Job ist es allerdings sich in unseren Kunden und das Produkt hineinzuversetzen. Wenn das Produkt perfekt verstanden ist, läuft die PR-Arbeit in den meisten Fällen wie geschnitten Brot. Der Enthusiasmus des Kunden schwingt auf den Berater und letztendlich auf den Journalisten über.“ Tommy

6. Ganzheitlich denken!

Ein Learning, das sich besonders in der Zusammenarbeit mit Kunden immer wieder zeigt: Die PR-Arbeit läuft natürlich nicht losgelöst vom Rest. Wenn wir also ausschließlich für die PR zuständig sind, der Kunde jedoch auch auf anderen Kanälen kommuniziert, ist es wichtig, immer wieder zu vergleichen, ob die Botschaften auch konsistent bleiben.

„Eine transparente Kommunikation mit dem Kunden ist das A und O! Nicht nur, um das Produkt kennenzulernen, seine Arbeit zu erklären und Erwartungen abzustecken. Über regelmäßige Calls und Meetings bleibt man dran am Unternehmensgeschehen und kann die PR so besser integrieren.“ Julia

Das gilt natürlich nicht nur für die Einbettung der PR in die Gesamtkommunikation. Auch in der direkten Arbeit sollte man sich immer wieder Fragen, ob Texte und andere Materialien zum Gesamtbild passen:

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„Als ich einen Vortrag über ein Instagramprojekt hielt, zierten unsere Folien vor allem viel Text. Dabei brauchte es nur eins – Bilder, Bilder, Bilder. Egal ob bei der PR-Themenfindung, Pitches & Präsentationen oder dem Verfassen von Texten – die Grundidee, Werte und Visionen eines Unternehmens oder Projekts müssen sich durch Sprache, Texte und Bilder ziehen.“ Louisa

Workshop

PR Workshop

Beratung

Julia Beyer
Senior-Beraterin bei Mashup Communications
Julia bringt nach sieben Jahren Agentur nichts mehr aus der Ruhe. Frei nach dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht“, steht sie dem Team mit frischen Ideen, sorgfältig gesammelten Weisheiten & prallgefüllter Cookie-Schublade zur Seite.

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