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März 10, 2020

Storytelling live erleben: Mit diesen Festivals und Formaten übt sich das Geschichtenerzählen

Jetzt bitte einmal die Hand hochhalten, wer sich mit einem Lächeln im Gesicht an die berühmten Hörspiele von Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen erinnert. Bevor es ins Land der Träume ging, gehörte das doch irgendwie zu den Abendritualen in der Kindheit dazu. Ein wenig aufregender ging es bei den Kriminalfällen von TKKG zu. Die fesselnden und spannenden Geschichten brachten uns oftmals dazu, sich auszumalen selbst die Fälle zu lösen. Doch im Alltag fällt es manchmal schwerer dem Trott und der Macht der Gewohnheiten zu entkommen. Damit aus den herzerwärmenden Erinnerungen doch noch Realität wird, gibt es hier verschiedene Vorschläge. Denn, wirklich jeder kann die Rolle des Protagonisten und Täters einer Geschichte live erleben. Sei es aus persönlichen Beweggründen oder als Mittel zum Zweck, um den Zusammenhalt einer Gruppe zu fördern. Das internationale Storytelling zeigt eindeutig eine bunte Palette an Möglichkeiten. Welche es sind, könnt ihr hier lesen:

Internationale Storytelling Festivals: Eine gemeinsame Geschichte

Es gibt sie in groß und klein, über den Globus verteilt. Sie schaffen vor allem eins: ein Wir-Gefühl. Egal ob Musik-, Kultur- oder Foodfestivals – dieser Begriff hinterlässt mittlerweile in vielen Bereichen seinen Fußabdruck. Das liegt wohl daran, dass die Assoziationen meist mit positiven Erinnerungen einhergehen. Denn der Zauber solcher Tage beflügelt einen manchmal noch Monate oder gar Jahre danach. Von schönen Erinnerungen und magischen Momenten wird erzählt. Aus diesen mündlichen Übertragungen der Erlebnisse wurde eine eigene Veranstaltungsreihe erschaffen: Storytelling Festivals.

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Ein Puzzle, zusammengesetzt aus Sach- und Lachgeschichten, Märchen, Poetik oder Erfahrungsberichten, führt Liebhaber aller Altersklassen für mehrere Tage zusammen. Ein Ereignis, in dem es eben um das geht, was im Alltag unbewusst geschieht, nämlich das Geschichtenerzählen. So versammeln sich Künstler aus aller Welt und zelebrieren gemeinsam die Kunst des Erzählens. Wie zum Beispiel in Amsterdam Geschichten erzählt und erlebt werden, ist im folgenden Videoausschnitt zu sehen.

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„Swappin‘ Ground“ und „Story-Tausch“- die Programmbeispiele

Hier beginnt das live Erleben, denn jetzt sind nicht nur Profis gefragt, sondern auch Amateure. Alle Teilnehmer können bei einem „open mic event“ ihren Gedanken freien Lauf lassen. Abgesehen davon wird das Gefühl der Verbundenheit gestärkt. Diese Veranstaltung ist ein sogenannter „Story-Tausch“, in dem das Publikum ebenfalls zu Wort kommen kann. Es gibt meistens keine Regeln, außer sich frei zu fühlen. Die Bühne bietet jeglichen Freiraum sich mitzuteilen. Der Austausch kann ein Kommentar oder eine Frage sein, an eine vorherige Geschichte anknüpfen oder ein neues Abenteuer präsentieren. Das Storytelling Festival The Moth beispielsweise. bietet drüber hinaus weitere Workshops an, in denen vor allem der Lern-und Wirkungsprozess des Storytellings für die Individuen im Fokus steht.

Historischer kann es bei solch kulturellen Anlässen zugehen, die es nicht verpassen sich Traditionen zu widmen. Das National Storytelling Festival beispielsweise ermöglicht dem Besucher mal beim „Swappin’ Ground“ reinzuschnuppern. Eine Mischung aus dem geschichtlichen Ursprung der Erzählkunst und dem Erinnern an das erste Mal im Jahr 1973. Eine Eroberung der Anfänge, bei der jeder willkommen ist. Wer der Sache genauer auf den Grund gehen möchte, tobt sich einfach bei dem vielfältigen Angebot verschiedener Workshops aus. „In der Schule des Zuhörens“ lohnt es sich einmal bei dem Internationalen Storytelling Festival in Österreich vorbeizuschauen, denn dort heißt es bewusst seine Ohren zu spitzen. Falls die Ohren glühen, finden sich dort auch visuelle Darstellungen. Eine Kiste voller Schätze, die mittels Mimik, Akrobatik, Tanz und mehr das Auge mit vielen Effekten verzaubert. Nicht nur, dass Storytelling eine kreative Bereicherung für die Sinne ist, das internationale Angebot kann auch das nächste Reiseziel beeinflussen.

Eine Filmklappe in Aktion

Quelle: unsplash / Jacob Owens

3..2..1 Action: Performer und Gegenstand der Geschichte sein

 „Es ist dein schlimmster Alptraum, doch es gibt kein Erwachen. Wie bist du in diesem finsteren Kerker gelandet? Du hast nur diese eine Chance, wenn du nicht das nächste Opfer des Henkers sein willst: FLUCHT.“

Quelle: House of tale

So oder so ähnlich können die letzten Worte sein, bevor ein Team in die mystischen, kriegerischen oder gefährlichen Welten abtaucht. Eine fiktive Erzählung, die zugleich als Rollenspiel fungieren kann. Das heißt, dass sich jedes Teammitglied mit einer Person in der Geschichte identifizieren soll. Von dem hilflosen Opfer bis hin zum geheimen Agenten. Von Flucht bis Jagd ist alles dabei. Die beliebten Escape oder auch Exit Rooms fordern ein Team zu einer Challenge heraus. In Form von kniffeligen Rätseln wird der Sinn für Beobachtungen und kreativem Denken geschärft.

Die Kombination aus Prüfung und Erfolg macht den Weg zum Ziel zu einem aufregenden Tauchgang in die Tiefen des Storytellings. Die Geschichte als Ausgang und Grundlage für das live Erleben. Aber Achtung, wer zu Beginn nicht aufmerksam zuhört, dem könnten brauchbare Details abhandenkommen. Aus einer Geschichte wird eine gemeinsame Mission, zu der jeder Spieler beiträgt. Folglich heißt es in den Charakter hineinzuschlüpfen. Die Teilnehmer beginnen mit der Verwirklichung und müssen Verhaltensweisen und Denkweisen annehmen. Ob Ehrgeiz, Ängste oder Freude, es ist ein Paket gefüllt mit Emotionen. Es beginnt die Reise des live Erlebens.

Auf Zuhören folgt die Tat. Alle in der Gruppe übernehmen die Aufgaben eines Puzzleteils. Um das Bild zu vervollständigen, heißt es also, Stärken und Schwächen verknüpfen und Hand in Hand arbeiten. Indem jedes Teammitglied zum unverzichtbaren Bestandteil des Spiels wird, hat es den positiven Effekt, dass parallel eine Geschichte auf unterschiedlichen Frequenzen erlebt wird. Das Besondere ist: Direkt im Anschluss regt es zu einem Austausch an.

 

Bunte skizzierte Schilder mit Aufschrift "To Be continued"

Quelle: unsplash/ Reuben Juarez

 

Nach der Story ist vor der Story!

Eine Heldenreise, basierend auf Identifikation und eigenem Handeln, führt den „Macher“ zu neuen Erlebnissen und Erfahrungen. Die Facetten des Storytellings entsprechen etwa einem bunten Strauß Wiesenblumen, in dem jede Einzelne der Schlüssel zu den Rezeptoren unseres Gehirns ist. Wie gut, dass Erinnerungen gespeichert werden, denn somit ergibt sich ein absoluter Mehrwert. Egal, ob aus Storytelling ein Storydoing wird oder es in klassischer Form, wie dem Geschichtenerzählen, ausgeübt wird. Denn eins steht fest: Erschaffen wird eine neue Geschichte. Wie bei einer Welle transportiert jedes live Erleben erneut Eindrücke, Emotionen und Wissen. Die Konsequenz ist eine unendliche Geschichte. Ein schöner Nebeneffekt: Gemeinsam in aktion Treten fördert sowohl im Privatleben als auch im Job ein stärkeres Miteinander.

Wenn ihr noch mehr Informationen zu dem Thema Storytelling „live erleben“ erhalten möchtet, schaut doch gerne auf unserem Blog zum interaktiven Storytelling vorbei. Erfahrt hier, welche aufregenden Abenteuer ein digitaler Puppenspieler erlebt.

Workshop

Storytelling Workshop Berlin

Beratung

Vanessa Grätz
Mit ihrer ausgeglichenen Art und dem Feingefühl für die richtigen Worte startet Vanessa mit viel Liebe für das Detail ihre Heldenreise bis hin zum Happy End.