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Mai 6, 2021

Digitales Praktikum: Eine ungewöhnliche Zeit des Lernens

So ziemlich jede und jeder von uns hat schon mindestens einmal in seinem Leben ein Praktikum machen müssen. In verschiedenen Betrieben, um herauszufinden, welcher berufliche Weg der richtige ist, oder während des Studiums ganz fachspezifisch. Die Praxis zeigt uns schließlich, was uns im Job am Ende alltäglich erwartet. Klar ist: Neu irgendwo anzufangen, ist immer eine kleine Überwindung. Ein neues Team, andere Arbeitsabläufe und der Druck zu glänzen.

Pandemie-bedingt mussten die Unternehmen umdenken. Dass auch Praktika davon nicht verschont blieben, war keine Überraschung. Durch Studium und Unterricht konnten schon gute Erfahrungen mit der digitalen Vermittlung von Lehrinhalten gemacht werden. Ein Praktikum aber lebt von der Praxis – wie lässt sich das digital umsetzen? Unsere Praktikantinnen Carla, Anja und Cyndia haben genau diese Erfahrungen gemacht. Sie verraten in drei hilfreichen Tipps, wie ein Praktikum auch im Homeoffice ein voller Erfolg wird.

Homeoffice, Digitales Praktikum, Remote-Praktikum

@Pexels.com | Vlada Karpovich

Das Teamgefühl nicht verlieren: Digitale Kaffeepausen und Teamevents

Im Büro mit dem eigenen Team oder den Kolleg:innen aus anderen Bereichen in Kontakt zu treten, ist sonst eigentlich ganz einfach. Ein Plausch an der Kaffeemaschine, gemeinsame Mittagspausen oder Events helfen, ein Gefühl für die Gruppe zu bekommen und Anschluss zu finden. Im Homeoffice gestaltet sich dies schwieriger. Zu Hause werden alle Aufgaben, die anstehen, alleine erledigt. Von den restlichen Mitarbeiter:innen sieht und hört man recht wenig.

Das persönliche Kennenlernen geht dabei im schlimmsten Fall leider total unter. Doch das muss nicht sein! Verabrede dich zu virtuellen Kaffeepausen oder mit einem deiner Kolleg:innen im Büro, natürlich ganz Corona-konform. Die Anderen werden es dir danken, denn vergiss nicht: Allen geht es genauso wie dir! Wenn dein Unternehmen digitale Aktivitäten anbietet, nutze sie. Sie sind eine gute Möglichkeit, am Ball zu bleiben und das Gruppengefüge kennenzulernen. Bietet dein Betrieb keine an? Dann bring dich doch mit einem entsprechenden Vorschlag ein. Damit bleibst du auf jedem Fall im Gedächtnis.

Arbeitsabläufe kennenlernen: Keine Scheu vor Fragen

Die ersten Wochen jedes neuen Praktikums bestehen vor allem daraus, die Arbeitsabläufe kennenzulernen und hinter die Kulissen des Unternehmens zu blicken. In der aktuellen Situation findet für viele wahrscheinlich nach einem Tag der Einarbeitung im Büro mit der Übergabe eines Arbeitsrechners und entsprechender Materialien schon der nächste Tag im Homeoffice statt. Viele Inhalte und Tools, die zum digitalen Arbeiten gebraucht werden, müssen sich nun überwiegend selbst beigebracht werden. Dabei besteht die Gefahr, dass Kleinigkeiten untergehen, man Abläufe nicht mitbekommt und Probleme aufkommen, die normalerweise mit einem kurzen Plausch schnell geklärt wären.

Gerade als neuestes Teammitglied will man seine Arbeitskolleg:innen natürlich nicht stören und googlet kleinere Fragen vielleicht eher, statt im Chat auf eine Antwort warten zu müssen, wenn die Nachricht nicht schnell genug bemerkt wird. Dabei ist Hilfe meist so nah: Einfach zum Telefon greifen und anrufen. Niemand wird sich gestört fühlen, schließlich sitzen alle im selben Boot und auch die Kolleg:innen freuen sich über einen kleinen Austausch. Um sich bei bestimmten Aufgaben nicht zu fragen „Bin ich zu langsam? Geht das bei den anderen Mitarbeiter:innen schneller?“ kann es auch helfen, die Zeit zu tracken, damit du während der Bearbeitung deine Erfolgserlebnisse siehst.

Das A & O: Organisation und Struktur an den Tag legen

Im ersten Moment erscheint einem ein Remote-Praktikum als eine flexible Möglichkeit. Neben festen Meetings und Deadlines kann frei entschieden werden, wann und vor allem von wo aus gearbeitet wird. Jedoch fällt es einem in den eigenen Wänden viel schwerer Arbeit und Alltag voneinander zu trennen. Ein Blick auf den Abwasch oder die Wäsche sollte nicht dazu führen, dass plötzlich der Haushalt gemacht wird und die Aufgaben liegen bleiben. Hierbei hilft es, sich einen Platz einzurichten, an welchem ungestört den beruflichen Tätigkeiten nachgegangen werden kann. Nachdem dieser verlassen wird, fällt es einem auch leichter abzuschalten.

Neben der Struktur ist das wichtigste die Organisation, denn bei einem Remote-Praktikum bist du deine eigene Managerin oder dein eigener Manager. Während im Unternehmen auch ein Auge auf deine Prozesse geworfen werden kann, ist dies im Homeoffice eher weniger möglich. Am Ende des Tages zählen die Ergebnisse. Um gute Resultate zu liefern und alle Deadlines einhalten zu können, ist es hilfreich, seinen Tag zu strukturieren. Neben der Unterstützung durch einen Mentor oder eine Mentorin, um Struktur und Zeitmanagement zu üben, kann der Tag einen Abend vorher geplant oder To-Do Listen erstellt werden. Ist die Einarbeitung erst einmal geschafft und werden unsere Tipps beherzigt, kann sich ein Remote-Praktikum fast anfühlen wie im Büro.

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Cyndia Kreuzer
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