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Super Bowl LX 2026 – Best-of und Worst-of aller Kampagnen und Spots
Brands 29. January 2026

Super Bowl LX 2026 – Best-of und Worst-of aller Kampagnen und Spots

Super Bowl LX 2026 Kampagnen Spots

Am 8. Februar ist es wieder so weit: Der Super Bowl LX übernimmt die Bildschirme. In diesem Jahr findet das Spektakel vor einer Kulisse statt, die politisch und gesellschaftlich durchaus angespannt ist, in der selbst die Wahl der Musik-Acts (von Bad Bunny bis Green Day) zur Zielscheibe präsidialer Kritik wird. Ein Umstand, der auch an der Werbewelt nicht spurlos vorbeigeht. Doch während die Schlagzeilen oft schwer wiegen, setzen viele Marken bewusst auf den „Escape“-Faktor: Reines Entertainment, schriller Humor und ganz viel Star-Power sollen für einen Moment für Ablenkung sorgen.

Obwohl die ganz großen 60-Sekünder meist bis zum Spieltag unter Verschluss bleiben, brodelt die Gerüchteküche bereits gewaltig. Die ersten Teaser sind gelandet und zeigen deutlich: Von tiefgründiger Schwarz-Weiß-Ästhetik bis hin zu völlig absurdem Slapstick ist alles dabei. Wir haben für euch die ersten Highlights (und die ersten Fragezeichen) unter die Lupe genommen.

Hinweis: Die Werbewelt schläft nicht! Wir aktualisieren diese alphabetische Übersicht laufend, sobald neue Clips eintrudeln

Unsere vielversprechendsten Favoriten

Bosch – Guy Fieri nimmt Abschied von der Igelfrisur

Nach einem unbranded Teaser auf Social Media ist das Geheimnis gelüftet: Starkoch Guy Fieri kehrt für Bosch zum Super Bowl zurück. In einem radikalen Clip verabschiedet sich Fieri von seinem Markenzeichen, den blondierten Stachelhaaren und dem ikonischen Ziegenbart. Wenn es denn nicht nur beim Teaser bleibt: Die Reduzierung eines so schrillen Charakters auf das Gewöhnliche passt perfekt zum bodenständigen Markenimage von Bosch.

Fanatics Sportsbook – Kendall Jenners Wettstrategie

Kendall Jenner deutet an, dass ihr luxuriöses Leben mit Privatjets und Oldtimern eigentlich durch gewonnene Wetten gegen ihre Vergangenen finanziert wurde – natürlich platziert über das Fanatics Sportsbook. Durch den spielerischen Umgang mit Klatsch-Themen und Social-Media-Memes schafft es die Marke, das oft trocken präsentierte Thema Sportwetten in lockeres Mainstream-Entertainment zu verwandeln.

Hellmann’s – Sweet Sandwich Time

Hellmann’s setzt bei seinem sechsten Super-Bowl-Auftritt in Folge voll auf musikalischen Wahnsinn. In einer lebhaften Deli-Kulisse schlüpft Comedy-Star Andy Samberg in die Rolle von „Meal Diamond“ – einer Neil-Diamond-Parodie –, um mit dem Ohrwurm „Sweet Sandwich Time“ eine leidenschaftliche Ode an die Mayonnaise zu schmettern. Nach dem nostalgischen Erfolg des Vorjahres schlägt Hellmann’s dieses Mal einen lauteren, alberneren Weg ein. Das Ziel ist klar: Ein Song, der hängen bleibt, und ein Clip, der Appetit auf den nächsten Halbzeit-Snack macht.

Instacart – Satin-Anzüge und Slapstick

Instacart setzt dieses Jahr auf eine Paarung, die man so wohl nicht auf dem Zettel hatte: Comedy-Legende Ben Stiller trifft auf Pop-Sensation Benson Boone. Der Lebensmittel-Lieferdienst hat zwei 30-sekündige Teaser veröffentlicht, die vor allem eines sind: herrlich albern. In bester Slapstick-Manier und mit einem Look, der sofort Erinnerungen an Stillers Kultrollen in Voll auf die Nüsse (Dodgeball) weckt, präsentieren sich die beiden in offenherzigen Satin-Anzügen und mit gewöhnungsbedürftigen Akzenten. Ein amüsanter Vorgeschmack, der zeigt, dass Instacart beim diesjährigen Super Bowl voll auf den Retro-Faktor und eine ordentliche Portion Selbstironie setzt.


Pepsi – Kidnapping eines Erzrivalen

Pepsi nutzt die größte Bühne der Welt für eine eiskalte Ansage in Richtung Atlanta. Als – so wird vermutet – direkte Reaktion auf die (viel kritisierte) KI-generierte Weihnachts-Kampagne von Coca-Cola schlägt Pepsi mit einer ordentlichen Portion Biss zurück. Im Mittelpunkt des Spots: Der ikonische Eisbär – eigentlich das heilige Werbe-Tier von Coca-Cola –, der für einen Geschmackstest gekidnappt wurde.

Pringles – salzig und romantisch

Für ihren allerersten Super-Bowl-Spot hat sich Sabrina Carpenter mit Pringles zusammengetan und beweist, dass man auch mit salzigen Snacks Romantik versprühen kann. In einem ersten Clip sehen wir die Pop-Ikone beim wohl knusprigsten Orakel der Welt: Statt an einer Blume zupft sie an einer Rose aus Pringles-Chips. „Er liebt mich, er liebt mich nicht…“ – eine charmante, augenzwinkernde Performance, die perfekt zu Sabrinas aktuellem „It-Girl“-Status passt.

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Rocket & Redfin – Lady Gaga lädt in die Nachbarschaft ein

Es ist das erste Mal, dass der Immobilien-Riese Redfin beim Big Game auftritt und dabei die Brücke vom Hauskauf zum echten „Zuhause“-Gefühl schlägt. Mit Lady Gagas stimmlicher Wucht und einer ordentlichen Portion Nostalgie positioniert sich der Spot als emotionales Herzstück der diesjährigen Werbepause – ein starker Kontrast zu den sonst eher schrillen Clips und dem Subtext der aktuellen Geschehnisse in den USA.

Squarespace – Emma Stone und Arthouse-Vibe

Squarespace inszeniert die Kampagne wie den Start eines Arthouse-Blockbusters, inklusive passender Filmplakate und einem orchestralen Soundtrack. Damit setzt die Marke ein deutliches Zeichen gegen das übliche bunte Werbe-Spektakel und setzt stattdessen auf filmische Gravitas. Es ist das erste Mal, dass Stone in einem Super-Bowl-Spot zu sehen ist, und die Kombination aus ihrem schauspielerischen Talent und Lanthimos’ unverwechselbarem Stil verspricht eines der visuell beeindruckendsten Highlights am 8. Februar zu werden.

Unsere Daumen-runter

Bud Light – Planlose Promi-Pracht

Bud Light versucht es dieses Jahr mit der Brechstange: Man nehme NFL-Legende Peyton Manning, Chart-Stürmer Post Malone und Comedian Shane Gillis, werfe sie in ein Auto und hoffe, dass die Chemie allein den Spot rettet. Die Handlung? Es wird getrommelt, über Hochzeitsreden philosophiert und zu Limp Bizkit gegrölt. Was als hilfloses Chaos charmant gemeint ist, wirkt am Ende leider genau so: planlos.

Budweiser – „American Icons“

Nach Jahren des Experimentierens kehrt Budweiser zu einer bewährten Formel zurück: Emotionen durch Tiere, große orchestrale Bilder und ein Fokus auf Tradition. Ein Paradebeispiel für „Comfort Marketing“ – Die YouTube-Kommentare quellen mit USA-Flaggen und verdächtig ähnlich klingenden Gefühlsbekundungen über. Es mag der kulturellen Außenansicht geschuldet sein, aber amerikanische Kitsch-Symbolik zieht bei uns dieses Mal nicht.

Lies auf Meedia Miriams Beitrag zum Super Bowl 2024 oder hier eine kurze Zusammenfassung, wenn du keinen Plus-Zugang hast.



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