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November 23, 2016

Spicken erlaubt: Mit Abgucken – äh Monitoring – mehr Erfolg in der PR

Wenn Unternehmen Pressearbeit betreiben, heißt das häufig, dass ihre Wettbewerber dies auch tun. Der Kampf um die größte Aufmerksamkeit gleicht dabei meist einem Wettrennen mit Tunnelblick. Statt sich mit Scheuklappen auf den eigenen Sieg zu versteifen und Erfolge der Konkurrenz nur neidisch zu beäugen, lassen sich mit dem Seitenblick neue Ideen, Nischen und Themen finden.

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Die richtigen Storyteller für langanhaltendes Grundrauschen

Wer die Presselandschaft täglich nach eigenen Themen sowie Artikeln der Konkurrenz durchforstet, erkennt einerseits, mit welchen Kernbotschaften und Themen der Wettbewerb punkten will. Auf der anderen Seite hilft dieses Monitoring aber vor allem, ein besseres Gespür für die generelle Resonanz der eigenen Branche zu bekommen: Wie viele Medien greifen das Thema auf? Wie hoch ist der Neuigkeitswert? Wird das Thema auch in einigen Monaten noch relevant sein? Was sagt die Tonalität der Texte über die Einstellung bestimmter Redakteure aus? Gibt es Kommentare der Leser? Auch findet man mittels regelmäßiger Presseschau immer wieder neue Medienformate. Insbesondere in den Lifestyle-Bereichen entwickeln sich sehr häufig Magazine oder Plattformen, die mit frischen Designs und neuen Herangehensweisen die Medienlandschaft prägen. Aber auch ein Blick in altbewährte Medien lohnt sich. Zum Beispiel launchte der Berliner Tagesspiegel mit Digital Present eine eigene Plattform für Gadgets, Tech-News und digitalen Lifestyle.

Von geteiltem Wissen zum gefragten Experten

Jeder Unternehmer ist ein Experte auf seinem Gebiet. Hersteller von Matratzen zum Beispiel wissen genau, worauf es bei einem gesunden und erholsamen Schlaf ankommt. Fashion-Designer hingegen kennen die neusten Herstellungsverfahren für ihre Stoffe und Provider für Onlinemarketing-Tools sagen bereits jetzt die nächsten Trends entlang der Customer Journey voraus. Im stressigen Redaktionsalltag greifen die Journalisten dankbar auf das Wissen dieser Experten zurück. Die Art des Contents ist hier sehr vielseitig: von Gastbeiträgen über Statements zu aktuellen Thematiken oder Infografiken. Ein aufmerksamer und vor allem regelmäßiger Blick in die relevanten Medien und Format lohnt sich also nicht nur, um passende Kategorien und Rubriken herauszufiltern. Ebenso zeigt sich, wer als Gastautor gern gesehen ist. Aus der Tiefe ihrer Themen, gewählten Studien und Cases lassen sich zudem Hinweise über geplante Aktionen und bestehende Kooperationen ableiten.

Welches Potential ergibt sich also, um selbst die eigene Expertenstimme zu erheben? Mit Themen rund um die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe, Trend Forecast oder Marktveränderung lassen nicht nur neue Kunden hellhörig werden, sondern bringen den Absender ins Gespräch mit den Medien.

Mehr Fans durch geschicktes Social Monitoring

Der Dialog mit dem Publikum hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter in die sozialen Netzwerke verlagert. Viele Unternehmen besetzen unterschiedliche Kanäle, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Doch nicht immer sind sie gleich stark aufgestellt. Jemand, der auf Facebook eine große Fangemeinde hat und dort regelmäßig guten Content spielt, muss nicht zwingend auf Twitter genauso glänzen. Mit Hilfe eines Social Monitorings lässt sich kanalübergreifend einfach herausfinden, was am besten funktioniert: Wo werden die Zielgruppen am schnellsten erreicht? Welche Inhalte kommen besonders gut an? Wie werden die Fans und Follower am stärksten beeinflusst? Lassen sich hier an den Reaktionen der User Erwartungen ableiten, hilft das Monitoring zusätzlich, das eigene Profil zu schärfen.

Im Dialog auf der Bühne

Wie wirkungsvoll charismatische Vorträge auf die Marke und das Unternehmen einzahlen, hat Steve Jobs regelmäßig mit seinen Präsentationen bewiesen. Auch auf den TEDx-Bühnen begeistern Visionäre und Vordenker. Ihre Zukunftsideen finden nicht nur den gewünschten Zuspruch, sondern auch neue Unterstützer. Konferenzen und Veranstaltungen sind ein sehr wichtiger Bestandteil des PR-Orchesters. Schauen sich zum Beispiel Fußballtrainer andere Vereine zwecks Spielanalyse genau an, sollten sich auch die angehenden Speaker unter das Publikum bei Konkurrenzvorträgen mischen. Fragen aus dem Publikum oder das Feedback von anderen Branchenexperten können neue Denkanstöße initiieren, die sich als Aufhänger für die eigene Präsentation eignen. 

Fazit:

Um das Lehrgeld so gering wie möglich zu halten, ist ein 360-Grad-Blick unablässig. Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten, sollten daher auf die permanente Analyse ihres Umfeldes setzen. Denn nur wer die Positionen der Konkurrenz im Blick behält, kann seine eigenen Stärken gezielt in Szene setzen.

 

Workshop

PR Workshop

Beratung

Inga Mücke
Senior-Beraterin bei Mashup Communications

Als Nordlicht und damit Seebär in spe hat Inga das Steuer fest in der Hand, kennt mit mehr als neun Jahren Erfahrung jede Meeresenge und Brandung und lotst ihre Crew sicher in jeden Hafen. Immer mit an Bord: Spaghettieis, Chai Latte und Leichtmatrose Niko.