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Juli 26, 2016

Crowdfunding: 5 Tipps, damit deine Kampagne besser zieht

Crowdfunding oder Schwarmfinanzierung, wie die Geldbeschaffung mithilfe von Internet-Nutzern genannt wird, erfährt derzeit einen regelrechten Boom. Auf Seiten wie Kickstarter oder Indiegogo können Kreative und Technikbastler für ihre Ideen Geld einsammeln und bieten im Gegenzug spezielle Vergünstigungen oder Prämien an, wenn das gewünschte Finanzierungsziel erreicht wurde. Doch nicht jeder Idee kann zum Erfolg verholfen werden – jeder zweite Versuch in Deutschland scheitert und wird nicht realisiert. Damit euch das nicht passt, bin ich fünf wichtigen Aspekten auf den Grund gegangen, die für den Erfolg eurer Crowdfunding-Kampagne entscheidend sind.

Crowdfunding_Steffi

1. Das richtige Crowdfunding-Modell wählen

Eine Kampagne kann schon von Vornherein zum Scheitern verurteilt sein, wenn Ihr Euch nicht genau überlegt, welche Form der Schwarmfinanzierung Ihr in Anspruch nehmen wollt und welche Plattform am besten zu Euch passt. Ob klassisches Crowdfunding, Crowdinvesting, Spenden Crowdfunding oder Crowdlending – schaut Euch in Ruhe alle Modelle an und überlegt, welches davon für Euer Projekt am geeignetsten ist und wo man sich am besten betreut fühlt. Wollt Ihr eine regionale, nationale oder internationale Kampagne starten? Egal, ob Ihr ein innovativer Entwickler seid oder Startup-Unternehmer, Eure Motivation sollte sich unbedingt im Crowdfunding-Modell wiederfinden. Überlegt Euch, welche Gegenleistungen Ihr anbieten wollt – ob materieller oder finanzieller Natur, alles ist möglich.

2. Realistische Zielsummen abwägen

Klar, Ihr wollt, dass Euer Projekt durch die Decke geht und möglichst so viel Geld einsammeln. Hier ist es vor allem wichtig, realistisch zu bleiben. Viele Kampagnen scheitern daran, dass die Erfolgschancen nicht gut abgewogen werden. Bei den meisten Crowdfunding-Plattformen finden die anvisierten Aktionen nicht statt und der Schwarm bekommt sein Geld zurück, wenn die vorher festgelegte Zielsumme nicht erreicht wird. Wählt also eine möglichst realistische Summe, die aber auch ausreichend hoch kalkuliert sein sollte, um das, was Ihr Euren Unterstützern versprecht, auch realisieren zu können. Sichert Euch das Vertrauen der Community, indem ihr offenlegt, wofür genau das eingesammelte Geld benötigt wird. Ganz wichtig: Kalkuliert auch die Kosten für die Rewards ein sowie weitere Gebühren, die für die Plattform etc. anfallen können.

3. Attraktive Rewards anbieten

Passende und attraktive Belohnungen sind ein wichtiges Erfolgskriterium für Crowdfunding-Kampagnen. Die Rewards sollten in engem Zusammenhang mit dem Projekt und der dazugehörigen Story stehen. Bietet Eure Gegenleistungen auf unterschiedlichen Preisniveaus an und überlegt Euch ausgefallene Aktionen, die Ihr dann zusammen mit Euren Unterstützern unternehmt. Vergesst nicht, die Kosten für alle Prämien vor dem Funding gründlich durchzurechnen, inklusive Versand, Mehrwertsteuer etc. Checkt vorher auch die Lieferzeiten möglicher Dienstleister, um Eure Unterstützer nicht zu enttäuschen.

4. Die Gründerstory erzählen

Jetzt kann es aber losgehen, oder? Noch nicht ganz. Bevor der Startknopf für die Kampagne gedrückt wird, zeigt Euren Unterstützern wer Ihr seid. Einfach so werden die Leute nicht in Eure Kampagne investieren, wenn sie nicht wissen, wer dahinter steckt. Erzählt ihnen, wer Ihr seid, wie Ihr auf die Idee gekommen seid, was Euch bei diesem Projekt wichtig ist und warum sie gerade in Euch investieren sollten. Seid authentisch und erzählt ihnen Eure Geschichte. Dreht auf jeden Fall ein Kampagnen-Video, in dem Eure potenziellen Unterstützer einen guten Eindruck von Euch und Eurem Produkt bekommen. Klar, wenn Euer Produkt sexy ist, ist das von großem Vorteil. Habt Ihr dazu noch eine spannende Hintergrundstory und könnt die Crowd von Eurer Kompetenz überzeugen, ist das schon mal die halbe Miete.

5. Multichannel Strategie

Ein Faktor, warum viele mit ihrer Kampagne scheitern, ist der, weil sie nicht mit mehreren Kanälen arbeiten. Nicht nur PR ist wichtig, sondern auch Social Media, klassisches Marketing, Influencer Relations und die direkte Kommunikation mit der Community. Keine Crowdfunding-Kampagne kann sich heutzutage nur auf eine Marketing-Säule stützen, weil es mittlerweile sehr viele Wettbewerber auf Kickstarter & Co. gibt. Ist die Kampagne online, muss man verschiedene Kanäle bespielen und diese auch pflegen. Ein großer Vorteil der Multichannel-Strategie liegt darin, dass man auf diese Weise mit seiner Community direkt in Kontakt treten und gleichzeitig auch wertvolles Feedback sammeln kann.

Fazit

Ein Tipp noch zum Schluss! Habt keine Scheuklappen auf und informiert Euch vor Kampagnen-Start über abgeschlossene Crowdfunding-Projekte, egal ob erfolgreich oder nicht. Auf diese Weise bekommt Ihr einen guten Eindruck über die Maßnahmen, die erfolgversprechend sind. Sticht ein Projekt besonders hervor, könnt Ihr auch gerne die Projektinitiatoren kontaktieren und Euch mit ihnen austauschen. Wertvolle Tipps und Tricks sind immer hilfreich!

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